
Indisches Museum
East India Region
Das 1814 von der Asiatic Society of Bengal gegründete Indische Museum in Kalkutta ist das neuntälteste Museum der Welt und das größte in Asien nach der Größe seiner Sammlung. Es beherbergt eine umfangreiche Auswahl an Exponaten – darunter Antiquitäten, Rüstungen, Schmuck, Fossilien, Skelette, Mumien und erlesene Mughal-Gemälde. Das Museum ist in sechs Sektionen mit insgesamt 35 Galerien gegliedert, die sich mit Kunst aus Indien, Archäologie, Anthropologie, Geologie, Zoologie und wirtschaftlicher Botanik befassen. Besonders bedeutend sind seine Sammlungen aus Kunst und Archäologie – sie bewahren seltene Exemplare sowohl aus indischer als auch aus transindischer Herkunft. Das Museum arbeitet als eigenständige Einrichtung unter dem indischen Kulturministerium und bleibt bis heute eine wichtige Institution für Kulturerhalt und wissenschaftliche Forschung. Der Gründer und leitende Kurator war der dänische Botaniker Nathaniel Wallich, der zunächst die Idee eines multidisziplinären Museums-Konzepts entwickelte. Architektur und Sammlungen spiegeln ein reiches Erbe wider und machen das Museum zu einem einzigartigen Ziel für Geschichts- und Kulturinteressierte.
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Tipp: Besucherinnen und Besucher sollten ihren Besuch am besten unter der Woche planen, um Menschenmengen zu vermeiden, und sich ausreichend Zeit einplanen, um die umfangreichen Galerien in Ruhe zu erkunden. Es wird empfohlen, die Tickets im Voraus zu kaufen, um den Einlass zu vereinfachen. Das Museum bietet Ermäßigungen für Studierende, Seniorinnen und Senioren sowie Gruppen. Ein Blick auf die offizielle Website für aktuelle Ausstellungen und Veranstaltungen kann das Besuchserlebnis deutlich verbessern. Gegebenenfalls werden geführte Touren angeboten, die tiefere Einblicke in die Sammlungen vermitteln können.
Interessante Fakten
- •Es ist das neuntälteste Museum der Welt und das älteste in Asien.
- •Das Museum umfasst über 35 Galerien in sechs großen Sektionen, darunter Kunst, Archäologie und Naturwissenschaften.
- •Nathaniel Wallich, ein dänischer Botaniker, war der Gründerkurator und steuerte viele botanische Exponate bei.
- •Das Museum gehörte zunächst zur Asiatic Society of Bengal und wurde später zu einer eigenständigen Einrichtung unter dem Kulturministerium.
- •Das heutige Gebäude in der Chowringhee Road wurde 1875 fertiggestellt und von W L Granville in Abstimmung mit Sir Thomas Holland entworfen.
Geschichte
Das Indische Museum ging aus der 1784 gegründeten Asiatic Society of Bengal hervor.
Das Museum selbst wurde 1814 eingerichtet, als Nathaniel Wallich vorschlug, aus den Sammlungen der Gesellschaft und seinen eigenen botanischen Exemplaren ein Museum zu bilden.
Zunächst Imperial Museum of Calcutta genannt, wuchs es dank staatlicher Unterstützung und wurde 1875 an seinem heutigen Standort in der Chowringhee Road offiziell gegründet.
In der Mitte des 19.
Jahrhunderts weitete das Museum seine geologischen Sammlungen aus und wurde eng mit der Geological Survey of India verbunden.
Seine Entwicklung wurde unter anderem von historischen Ereignissen beeinflusst, darunter der Sepoy Mutiny und dem Übergang Indiens unter die Herrschaft der Britischen Krone.
Seitdem hat sich das Museum zu einer führenden Einrichtung entwickelt, die Indiens kulturelles und wissenschaftliches Erbe bewahrt.
Ortsführer
Bharhut-Galerie2. Jahrhundert v. Chr.
Zeigt antike indische Skulpturen und Funde aus der Bharhut-Stupa und präsentiert die frühe buddhistische Kunst sowie Architektur.
Gandhara-Galerie1. bis 5. Jahrhundert n. Chr.
Präsentiert greco-buddhistische Skulpturen aus der Region Gandhara und veranschaulicht eine einzigartige Mischung aus hellenistischen und indischen Kunsttraditionen.
Gemälde-Galerie
Stellt seltene Mughal- und andere indische Gemälde aus und hebt die reiche Tradition der Miniatur- und Hofkunst hervor.
Galerie für dekorative Kunst
Zeigt eine Sammlung antiker Ornamente, Waffen und Ziergegenstände, die das kulturelle Erbe Indiens widerspiegeln.
Münzgalerie
Beherbergt eine umfangreiche Sammlung von Münzen aus unterschiedlichen indischen Dynastien und veranschaulicht die Wirtschafts- und Numismatikgeschichte.
Textil-Galerie
Zeigt traditionelle indische Textilien und Kostüme und macht die Vielfalt der regionalen Stoffkunst sichtbar.
Vogel-Galerie
Eine zoologische Sektion mit Vogel-Exemplaren, die in Indien heimisch sind, und die die Biodiversität hervorhebt.
Botanische Galerie
Enthält Ausstellungen zur wirtschaftlichen Botanik, darunter Pflanzen von medizinischer und kommerzieller Bedeutung.
Kontakt
Telefon: 033 2252 1790