
Turm Davids
Yerushalayim
Der Turm Davids ist eine historische Zitadelle in der Nähe des Jaffa-Tors in der Altstadt von Jerusalem. Auf einem der höchsten Punkte gelegen, überblickt er die Kreuzung von Hinnomtal und Kidrontal. Über Jahrtausende diente die Anlage als strategische Festung zu Verteidigungszwecken. Die heutige Bausubstanz stammt vor allem aus der Zeit des Kreuzfahrer-Königreichs von Jerusalem, mit bedeutenden Erweiterungen im 12. Jahrhundert. Archäologische Reste machen zudem frühere Epochen sichtbar – darunter Einflüsse der Herodianer, Römer, Byzantiner, frühe Muslime, Mamluken und Osmanen. Ursprünglich errichtet, um die Stadt vor Angriffen aus dem Westen zu schützen, war die Zitadelle eng mit dem königlichen Palastkomplex verbunden. Über die Jahrhunderte wurde sie zu einer wichtigen militärischen Basis und zum Symbol der Macht – sie erlebte Belagerungen, Schlachten und Wiederaufbauten. In der Osmanenzeit ließ Sultan Suleiman der Prächtige 1538 Teile der Mauern neu aufbauen, und die Zitadelle wurde in eine Kaserne umgewandelt. Dazu kamen unter anderem eine Kanonenplattform und ein Minarett, das zu einem Wahrzeichen Jerusalems wurde. Heute beherbergt der Turm Davids ein Museum, das sich der Geschichte Jerusalems widmet – mit archäologischen Funden und Ausstellungen, die von der Schichtung der Vergangenheit der Stadt erzählen. Außerdem finden dort kulturelle Veranstaltungen, geführte Touren und saisonale Aktivitäten statt, die das Erbe Jerusalems lebendig machen.
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Tipp: Besucher sollten die offizielle Website des Tower of David Museums prüfen, um die Öffnungszeiten und besondere Veranstaltungen zu erfahren. Die beste Zeit für einen Besuch ist im Frühling und im Herbst, wenn das Wetter mild ist. Es wird empfohlen, Tickets im Voraus online zu kaufen, um gerade während der Hochsaison und bei kulturellen Events lange Wartezeiten zu vermeiden. Das Museum bietet geführte Touren und familienfreundliche Aktivitäten. Ermäßigungen können für Senioren, Studierende und Gruppen verfügbar sein. Der Ort ist zugänglich und bietet informative Ausstellungen für alle Altersgruppen.
Interessante Fakten
- •Der Turm Davids ist tatsächlich nicht der Turm von König David, sondern wurde so von Josephus, dem jüdischen Historiker, benannt.
- •Die Festung umfasst architektonische Elemente aus der Zeit der Herodianer, Römer, Byzantiner, Kreuzfahrer, Mamluken und Osmanen.
- •Während der römischen Belagerung von Jerusalem war der Turm Davids der letzte Widerstandspunkt, bevor die Stadt 70 n. Chr. fiel.
- •Der im 17. Jahrhundert ergänzte osmanische Minarettbau wurde zu einem ikonischen Symbol der Jerusalemer Skyline.
- •Bei archäologischen Ausgrabungen in der Zitadelle wurden Artefakte gefunden, die mit dem Stempel der Zehnten Legion der römischen Armee versehen sind, die dort nach dem Jüdischen Aufstand stationiert war.
Geschichte
Der Standort des Turm Davids reicht bis in die Antike zurück.
Herodes der Große errichtete drei Wachtürme nördlich seines Palastes, von denen heute noch einer erhalten ist.
Als Zitadelle diente die Anlage als letzte Festung gegen die Römer während des Jüdischen Aufstands, bevor die Stadt im Jahr 70 n.
Chr.
zerstört wurde.
Während des Kreuzfahrer-Königreichs von Jerusalem im 12.
Jahrhundert wurde die Festung deutlich erweitert und befestigt und wurde zur persönlichen Festung des Monarchen.
Nach der Kreuzfahrerzeit kam es unter muslimischen Herrschern zu verschiedenen Veränderungen – insbesondere im Osmanischen Reich, als Suleiman der Prächtige 1538 die Stadtmauern neu aufbauen ließ und dabei auch den Turm Davids einbezog.
Die Osmanen wandelten die Festung in eine militärische Kaserne um und ergänzten im 17.
Jahrhundert ein Minarett.
Der Name der Zitadelle geht auf Schriften von Josephus zurück, die von einer Festung auf dem Hügel sprechen, die als „Turm des Königs David“ bezeichnet wurde.
Ortsführer
Zitadelle und Kreuzfahrer-Mauern12th century
Der Hauptteil der Festungsanlage stammt weitgehend aus der Kreuzfahrerzeit. Zu sehen sind massive Steinmauern, Verteidigungstürme und Zinnen, die im 12. Jahrhundert errichtet wurden, um Jerusalem vor Eindringlingen zu schützen.
Reste des herodianischen TurmsLate 1st century BCE
Von den drei Wachtürmen, die Herodes der Große nahe seines Palastes errichten ließ, hat sich eine der Anlagen erhalten – möglicherweise der Phasael-Turm – als Teil des Zitadellenkomplexes.
Osmanische Ergänzungen und Minarett1538 (walls), 17th century (minaret)
Im Jahr 1538 ließ Sultan Suleiman der Prächtige die Stadtmauern neu aufbauen – einschließlich des Zitadellenbereichs. Die Osmanen wandelten die Festung in eine Kaserne um und ergänzten im 17. Jahrhundert ein Minarett, das bis heute als Wahrzeichen Jerusalems gilt.
Ausstellungen im Tower of David Museum
Das Museum stellt die Geschichte Jerusalems über archäologische Funde, multimediale Exponate und geführte Touren vor und beleuchtet dabei das vielfältige kulturelle und religiöse Erbe der Stadt.
Kontakt
Telefon: 02-626-5333