
Felsendom (Dome of the Rock)
Yerushalayim
Der Felsendom (Dome of the Rock) ist ein achteckiges islamisches Heiligtum im Herzen der Al-Aqsa-Moscheeanlage auf dem Tempelberg in Jerusalems Altstadt. Er wurde zwischen 691 und 692 n. Chr. vom umayyadischen Kalifen Abd al-Malik errichtet und steht an der historischen Stätte des Zweiten Jüdischen Tempels, der 70 n. Chr. zerstört wurde. Das Heiligtum ist das früheste erhaltene islamische Bauwerk und zeichnet sich durch einen markanten achteckigen Grundriss aus, der von einer großen, etwa 20 Meter im Durchmesser messenden, vergoldeten Kuppel bekrönt wird. Das Design greift Anregungen aus byzantinischen Kirchen und Palästen auf – vor allem in den Mosaiken und den architektonischen Elementen. Im Inneren ist alles reich verziert: mit Mosaiken, Fayence, Marmor und Koraninschriften; einige stammen sogar noch aus der Zeit des ursprünglichen Baus. Im Felsendom befindet sich der Grundstein (Foundation Stone), ein Ort von ungeheurer religiöser Bedeutung für Judentum, Christentum und Islam. Er gilt als Stätte der Schöpfung und als Ort von Abrahams Beinahe-Opfer seines Sohnes. Im Laufe der Jahrhunderte hat sich die Außenfassade deutlich verändert – unter anderem durch die Ergänzung farbiger Iznik-Kacheln in der Osmanenzeit sowie durch die moderne Vergoldung der Kuppel im 20. Jahrhundert. Als UNESCO-Welterbestätte bleibt der Felsendom (Dome of the Rock) ein einzigartiges kulturelles und religiöses Symbol – gefeiert für seine künstlerische Pracht und seine spirituelle Bedeutung.
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Tipp: Besuchen Sie den Felsendom (Dome of the Rock) am besten früh am Morgen oder am späten Nachmittag, um Menschenmengen zu vermeiden und das Heiligtum im weicheren natürlichen Licht zu erleben. Aufgrund der religiösen Sensibilität des Ortes und der Sicherheitsmaßnahmen können Tickets oder Genehmigungen erforderlich sein; es empfiehlt sich, die aktuellen Zugangsregeln vorher zu prüfen. Erforderlich ist eine schlichte, angemessene Kleidung – als Zeichen des Respekts gegenüber der religiösen Bedeutung des Ortes. Geführte Touren können helfen, die Geschichte und Symbolik der Anlage besser zu verstehen. Konkrete Rabatte werden nicht genannt, aber Gruppenbesuche und Bildungsangebote sind möglicherweise verfügbar.
Interessante Fakten
- •Der Felsendom (Dome of the Rock) ist das älteste erhaltene islamische Bau- und Architekturdenkmal der Welt.
- •Der achteckige Grundriss wurde von nahegelegenen byzantinischen Kirchen und Palästen beeinflusst.
- •Der Grundstein (Foundation Stone) im Inneren ist für Judentum, Christentum und Islam heilig und steht mit Schöpfung sowie mit Abrahams Opfer im Zusammenhang.
- •Die ursprüngliche Kuppel stürzte 1015 ein und wurde innerhalb eines Jahrzehnts wiederaufgebaut.
- •Die goldene Kuppel wurde im 20. Jahrhundert hinzugefügt und ersetzte frühere Überdeckungen.
- •Die Inschriften im Inneren gehören zu den frühesten, die den Islam verkünden und den Propheten Muhammad erwähnen.
Geschichte
Der Felsendom (Dome of the Rock) wurde vom umayyadischen Kalifen Abd al-Malik während der Zweiten Fitna in Auftrag gegeben und 691–692 n.
Chr.
fertiggestellt.
Damit gilt er als die früheste erhaltene islamische religiöse Anlage.
Er wurde über dem Gelände des Zweiten Jüdischen Tempels errichtet, der 70 n.
Chr.
von den Römern zerstört wurde.
Die ursprüngliche Kuppel stürzte 1015 ein und wurde 1022–23 wiederaufgebaut.
In der frühen Osmanenzeit wurde die Außenfassade mit blau-weißen Iznik-Kacheln neu ausgeschmückt, wodurch sich das Erscheinungsbild deutlich veränderte.
Im 20.
Jahrhundert erhielt die Kuppel ein vergoldetes Dach – zuerst 1959–61 und erneut 1993 –, was ihren ikonischen Status weiter stärkte.
Ortsführer
Die Goldene Kuppel1959–61, 1993
Die markante, vergoldete Kuppel krönt das Heiligtum und ist etwa 20 Meter im Durchmesser. Sie steht sinnbildlich für den Himmel und ist von vielen Orten in Jerusalem aus sichtbar; sie dient als Wahrzeichen der Stadt.
Achteckige Struktur691–692 CE
Der achteckige Sockel des Heiligtums misst etwa 60 Meter in der Breite und 36 Meter in der Höhe. Er umschließt den inneren kreisförmigen Umgang, der den Grundstein umgibt.
Innenmosaiken und Inschriften691–692 CE and later additions
Üppig gestaltet mit Mosaiken, Fayence, Marmor und frühen Koraninschriften: Das Innere spiegelt die islamische Kunst und Theologie aus der Zeit der Umayyaden – und darüber hinaus – wider.
Der Grundstein
Im Zentrum des Heiligtums gelegen, hat dieser Fels eine tiefgreifende religiöse Bedeutung als der Ort, an dem der Überlieferung zufolge die Schöpfung stattfand, Abrahams Opfer und das Erscheinen der göttlichen Gegenwart.