
Große Synagoge von Tel Aviv
Tel-Aviv
Die Große Synagoge von Tel Aviv befindet sich in der 110 Allenby Street und ist eine ikonische orthodox-jüdische Synagoge, die 1926 fertiggestellt wurde. Entworfen vom Architekten Yehuda Magidovitch im Stil des Art déco, verfügt sie über eine große Kuppel, aufwendige Beleuchtung und Glasfenster, die das jüdische Erbe symbolisieren. Ursprünglich im Little Tel Aviv gelegen, steht die Synagoge heute im belebten Geschäftsviertel und spiegelt damit das Wachstum der Stadt sowie die demografischen Veränderungen wider. 1969 wurde sie umfassend renoviert – geleitet von Aryeh Elhanani, der eine modernistische Fassade mit Bögen einführte und das Innere aktualisierte. Der Betsaal wird heute vor allem für Hochzeiten und besondere Anlässe genutzt, während die täglichen Gottesdienste in einer kleineren Synagoge auf der unteren Ebene stattfinden. Die Restaurierungsarbeiten, die 2016 begannen, sollen das Gebäude wieder in sein Erscheinungsbild aus den 1920er-Jahren zurückführen und seine Funktion als religiöser, gemeinschaftlicher und touristischer Mittelpunkt stärken. Auch historisch ist die Synagoge bedeutend: Sie war an Ereignissen während der britischen Mandatszeit beteiligt und diente als kultureller Knotenpunkt – unter anderem mit dem Magazin Synagogue, das hier in den 1940er-Jahren präsentiert wurde. Ihr architektonisches und kulturelles Erbe macht sie zu einem einzigartigen Wahrzeichen in Tel Aviv.
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Tipp: Besucher werden gebeten, den Zeitplan der Synagoge zu prüfen, da täglich Gottesdienste in einer kleineren Synagoge stattfinden, während laufende Restaurierungsarbeiten stattfinden, die 2016 begonnen haben und voraussichtlich bis 2027 abgeschlossen werden. Der Hauptraum wird hauptsächlich für Hochzeiten und besondere Veranstaltungen genutzt. Für besondere Anlässe wird eine frühzeitige Buchung empfohlen. Die Synagoge liegt im geschäftigen Finanzviertel von Tel Aviv, daher kann ein Besuch am Morgen oder am frühen Nachmittag ein ruhigeres Erlebnis bieten. Spenden unterstützen die laufende Restaurierung und die Aktivitäten der Gemeinde.
Interessante Fakten
- •Die Glasfenster der Synagoge sind Kopien derjenigen, die in europäischen Synagogen während des Holocaust verloren gingen.
- •Nach der Bombardierung des King David Hotels im Jahr 1946 wurden Waffen im Keller der Synagoge gefunden, was zur Inhaftierung des Hausmeisters durch britische Behörden führte.
- •Die Synagoge beherbergte das jüdische Magazin „Synagogue“ zwischen 1946 und 1948.
- •Szenen aus dem Film „Alex Is Lovesick“ von 1985 wurden in der Synagoge gedreht.
- •Der Architekt Ze'ev Rechter plante in den späten 1930er-Jahren einen italienisch wirkenden Platz rund um die Synagoge, aber nur ein Teil wurde umgesetzt.
Geschichte
Der Grundstein der Synagoge wurde erstmals 1913 in der Yehuda Halevi Street gelegt, doch der Bau verzögerte sich.
1914 wurde für den Standort in der Allenby Street ein architektonischer Wettbewerb ausgeschrieben, den zunächst Richard Michael gewann, der das Projekt jedoch aufgrund des Ersten Weltkriegs nicht abschließen konnte.
Anschließend übernahm Alexander Baerwald.
Der Grundstein für das heutige Gebäude wurde 1921 gelegt; die Finanzierung wurde durch den Baron Edmond James de Rothschild unterstützt, und die Synagoge wurde 1925 fertiggestellt.
1969 leitete der Architekt Aryeh Elhanani eine Renovierung und ergänzte modernistische Elemente.
2016 begann ein Restaurierungsprojekt, das das ursprüngliche Design der 1920er-Jahre wiederbeleben soll – unterstützt von der Stadt und privaten Spendern; die Fertigstellung ist für 2027 vorgesehen.
Ortsführer
Hauptraum (Main Sanctuary)1926
Der prächtige Hauptraum mit großer Kuppel und aufwendigen Glasfenstern, die das jüdische Erbe symbolisieren, wird heute vor allem für Hochzeiten und besondere Anlässe genutzt.
Synagoge auf der unteren Ebene (Lower-Level Synagogue)
Eine kleinere Synagoge unterhalb des Hauptraums, in der die täglichen Gottesdienste abgehalten werden – insbesondere während der laufenden Restaurierung der Haupthalle.