Eretz Israel Museum

Tel-Aviv

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Das Eretz Israel Museum, auch bekannt als Muza, ist ein bedeutendes historisches und archäologisches Museum im Stadtteil Ramat Aviv von Tel Aviv, Israel. 1953 auf Initiative des Haaretz Museum gegründet, präsentiert es umfangreiche Sammlungen archäologischer, anthropologischer und historischer Fundstücke, die auf verschiedene thematische Pavillons verteilt sind – darunter Glaswaren, Keramik, Münzen und die Kupferproduktion. Zum Museumsgelände gehört außerdem die archäologische Stätte Tel Qasile, die zwölf unterschiedliche kulturelle Schichten erkennen lässt. Ein besonderes Highlight ist der Flügel „Man and His Work“, in dem Besucher bei Live-Demonstrationen antiker Handwerke zuschauen können – etwa beim Weben, Töpfern, Schmuckherstellen, beim Getreide-Mahlen sowie beim Brotbacken. Der Kupferpavillon stellt antike Gewinnungs- und Verhüttungstechniken aus Timna in den Mittelpunkt, inklusive rekonstruierter Öfen und eines Modells eines midianitischen Tempels mit einem auffälligen Kupferschlangen-Fundstück, das an biblische Überlieferungen anknüpft. Der Glas-Pavillon zeigt die Entwicklung der Glasproduktion vom Spätbronzezeitalter bis in die islamische Zeit und präsentiert seltene Gefäße wie „Ennion's Blue Jug“. Außerdem gibt es ethnografische und folkloristische Ausstellungen mit Judaica aus der Diaspora und aus Israel, einen numismatischen Bereich mit historischen Währungen sowie einen Flügel zur Postgeschichte, der die Entwicklung der Postdienste in der Region veranschaulicht. Das Museum ist ein kultureller Treffpunkt, der Archäologie, Folklore und Kunst vereint – und vermittelt Besuchern einen umfassenden Einblick in die facettenreiche Geschichte des Landes Israel.

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Tipp: Besucher sollten den offiziellen Website des Museums prüfen, da es vorübergehend geschlossen sein kann. Für Sonderausstellungen wird empfohlen, Tickets im Voraus zu buchen. Die beste Zeit für einen Besuch sind die Wochentage, um Menschenmengen zu vermeiden. Das Museum bietet Bildungsprogramme und Live-Demonstrationen traditioneller Handwerkskünste, die den Besuch bereichern. Ermäßigungen können für Studierende, Seniorinnen und Senioren sowie Gruppen verfügbar sein. Der Museumsshop und Ausstellungen schließen manchmal für kurze Zeit, daher ist eine vorausschauende Planung sinnvoll.

Interessante Fakten

  • Das Museum zeigt eine rekonstruierte antike Kupfermine und Schmelzöfen aus den Zeiträumen von der Chalkolithikum- bis zur Eisenzeit.
  • Ein Modell eines midianitischen Tempels umfasst ein Kupferschlangen-Fundstück, das an die biblische Nehushtan erinnert.
  • Im Glas-Pavillon wird „Ennion's Blue Jug“ gezeigt – ein seltener signierter Glasgefäßfund aus dem 1. Jahrhundert n. Chr.
  • Die archäologische Stätte Tel Qasile auf dem Museumsgelände offenbart zwölf Schichten historischer Kulturen.
  • Der Bereich zur Postgeschichte im Museum umfasst einen Post-Lkw aus dem Jahr 1949 sowie seltene Briefmarken, die die Entwicklung der Postdienste in Israel nachzeichnen.

Geschichte

1953

Das Eretz Israel Museum wurde 1953 von der Stadt Tel Aviv an der Stelle des ehemaligen palästinensischen Dorfes Al-Shaykh Muwannis gegründet.

Die erste Sammlung begann mit Glas- und Keramikfunden, die von Walter Moses gespendet wurden.

Anfangs hieß das Museum Haaretz Museum und wurde später umbenannt.

Im Laufe der Jahrzehnte wurde das Museum mit mehreren spezialisierten Pavillons erweitert, darunter für Glas, Münzen und Kupfer.

1968

Zu den bemerkenswerten Entwicklungen zählen die Einrichtung des Planetariums 1968 sowie die Ergänzung ethnografischer und folkloristischer Ausstellungen.

Das Museum hat mehrere Bau- und Renovierungsphasen durchlaufen, was seine sich wandelnde Aufgabe widerspiegelt, Archäologie, Kultur und Bildung miteinander zu verbinden.

Ortsführer

1
Kupferpavillon (Nechushtan)

Dem Bereich der antiken Kupferproduktion in Timna gewidmet, zeigt dieser Pavillon eine rekonstruierte Mine, Schmelzöfen aus verschiedenen Epochen sowie Fundstücke aus dem ägyptisch-midianitischen Bergbau-Tempel.

2
Glaspavillon

Präsentiert antike Glasgefäße vom Spätbronzezeitalter bis zur islamischen Zeit, darunter seltene Exponate wie das griechische Rhyton- Trinkhorn und Ennion's Blue Jug.

3
Flügel „Man and His Work“

Zeigt Live-Demonstrationen antiker Handwerke – darunter Weben, Töpfern, Schmuckherstellen, das Getreide-Mahlen und das Brotbacken – und bringt so Geschichte zum Leben.

4
Archäologische Stätte Tel Qasile

Eine Ausgrabungsstätte auf dem Museumsgelände, die zwölf unterschiedliche kulturelle Schichten aus der Zeit der Antike freilegt und so Kontext zu den ausgestellten Artefakten liefert.

5
Numismatikpavillon

Zeigt die Entwicklung der Währung, die im Land Israel verwendet wurde, von der Zeit vor der Prägung bis in die Moderne – und veranschaulicht damit die Wirtschaftsgeschichte.

6
Bereich Postgeschichte und Philatelie

Veranschaulicht die Entwicklung der Postdienste in Israel vom 15. Jahrhundert bis 1948 – inklusive Briefmarken, Postkästen und einem Post-Lkw von 1949.

Kontakt

Telefon: 03-641-5244