
Nationalmuseum von Irland – Archäologie
Leinster
Das Nationalmuseum von Irland – Archäologie befindet sich in der Kildare Street in Dublin und ist eine führende Einrichtung, die sich der irischen und anderen Altertümern widmet – von der Steinzeit bis zur Späten Mittelalters. Es wurde auf Grundlage des Dublin Science and Art Museum Act von 1877 eingerichtet und fasste Sammlungen zusammen, die zuvor von der Royal Dublin Society und dem Natural History Museum gehalten wurden. Das Museumsgebäude wurde von Thomas Newenham Deane und seinem Sohn Thomas Manly Deane entworfen und zeigt eine eindrucksvolle viktorianisch-palladianische Architektur mit einer Kuppel-Rotunde sowie Säulen aus irischem Marmor – inspiriert von neoklassizistischen und römischen Pantheon-Entwürfen. Die umfangreiche Sammlung des Museums umfasst auch prähistorische Funde wie Moorleichen, Waffen und Werkzeuge aus Bronze- und Eisenzeit sowie die weltweit bedeutendste Zusammenstellung poströmischer irischer mittelalterlicher Kunst, die als Insular Art bekannt ist. Besucher können außerdem Wikingerschwerter und -münzen, mittelalterliche Metallarbeiten sowie klassische Objekte aus dem Alten Ägypten, Zypern und der römischen Welt entdecken. Im Inneren finden sich Mosaikböden mit Motiven aus der klassischen Mythologie, die 2011 restauriert wurden, sowie reich verzierte Holztüren und Kamine, die internationale Handwerkskunst widerspiegeln. Die Ausstellungen des Museums geben einen einzigartigen Einblick in Irlands fernes Altertum und seine Verbindungen zu größeren mediterranen Zivilisationen – ein Muss für alle, die sich für Geschichte und Archäologie interessieren.
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Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch sind Wochentage am Morgen, um Menschenmengen zu vermeiden. Eine Vorabreservierung wird für Sonderausstellungen empfohlen. Das Museum bietet freien Eintritt; gelegentlich gibt es Ermäßigungen oder geführte Touren. Prüfen Sie auf der offiziellen Website die aktuellen Öffnungszeiten sowie mögliche temporäre Schließungen.
Interessante Fakten
- •Das Museum beherbergt die umfangreichste Sammlung irischer mittelalterlicher Insular Art der Welt.
- •Seine kuppelige Rotunde gleicht der der National Library of Ireland, gegenüberliegend über dem Leinster House.
- •Mosaikböden mit Motiven aus der klassischen Mythologie waren Jahrzehnte lang abgedeckt und wurden erst 2011 restauriert.
- •Einige Holztüren wurden vom italienischen Künstler Carlo Cambi geschnitzt – ein Hinweis auf internationale künstlerische Beiträge.
- •Zur Sammlung gehören seltene Moorleichen, erhaltene menschliche Überreste, die bis vor Tausende von Jahren zurückreichen.
Geschichte
Das Nationalmuseum von Irland – Archäologie entstand aus dem Dublin Science and Art Museum Act von 1877, der Sammlungen der Royal Irish Academy und der Royal Dublin Society vereinte, um eine staatlich finanzierte Einrichtung zu schaffen.
So wurde eine Zusammenarbeit mit großen Institutionen wie dem British Museum möglich.
Das heutige Museumsgebäude wurde 1890 eröffnet, entworfen von Thomas Newenham Deane und seinem Sohn.
Zu den wichtigen Erwerbungen zählen das Cross of Cong und Domnach Airgid; viele der Funde wurden bei landwirtschaftlichen Ausweitungen im 19.
Jahrhundert entdeckt.
1921 wurde das Museum nach der irischen Unabhängigkeit in National Museum of Ireland umbenannt, was seine nationale Bedeutung widerspiegelt.
Ortsführer
Rotunde und Eingang1890
Der imposante Haupteingang besticht durch eine kuppelige Rotunde mit Säulen aus irischem Marmor, die vom Pantheon in Rom inspiriert sind, und bietet den Besuchern ein prachtvolles Willkommen.
Ausstellungshalle für Goldarbeiten
Diese Halle präsentiert exquisite Goldfunde aus der Bronze- und Eisenzeit – darunter Schwerter, Schilde und Schmuck – und steht damit für Irlands traditionsreiche Gold- und Metallhandwerkskunst.
Galerie für mittelalterliche Metallarbeiten
Die Ausstellung zeigt eine große Bandbreite mittelalterlicher Metallobjekte – darunter Krummstäbe, Glocken und Glockenschreine – und hebt so die religiöse und kulturelle Handwerkskunst hervor.
Galerien des antiken Mittelmeerraums
Zu sehen sind Fundstücke aus dem Alten Ägypten, Zypern und der römischen Welt – und damit wird veranschaulicht, welche Verbindungen Irland mit den weiterreichenden antiken Zivilisationen hatte.
Balkon des zentralen Hofs und Interieur1890
Der zentrale Hof ist ringsum von einem Balkon umgeben, der von kunstvoll gegossenen Säulen aus Eisen mit Putto-Kapitellen getragen wird. Von hier aus blickt man auf die wichtigsten Ausstellungsbereiche des Museums.
Kontakt
Telefon: (01) 677 7444