Große Moschee Baiturrahman

Große Moschee Baiturrahman

Sumatra Region

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Die Große Moschee Baiturrahman ist ein historisches und kulturelles Wahrzeichen in Banda Aceh, Indonesien. Ursprünglich wurde sie 1612 während der Herrschaft von Sultan Iskandar Muda errichtet. Sie steht für Religion, Kultur, den Geist und den Nationalstolz der Menschen in Aceh. Die Moschee wurde zwischen 1879 und 1881 von der niederländischen Kolonialverwaltung neu aufgebaut, nachdem die ursprüngliche Anlage im Zuge der Ersten Aceh-Expedition 1873 abgebrannt war. Entworfen im Mogul-Revival-Stil von niederländischen Architekten, zeigt sie prächtige schwarze Holzdome, mehrere Minarette und aufwendig gestaltete Dekorationen im Inneren – darunter chinesische Marmorböden und belgische Glasfenster. Trotz anfänglicher Ablehnung durch die Einheimischen, die auf die kolonialen Ursprünge zurückging, ist sie heute zu einer Quelle des Stolzes geworden und ein zentraler religiöser Ort. Die Moschee überstand das verheerende Erdbeben und den Tsunami von 2004 im Indischen Ozean mit nur geringen Schäden und diente als Zufluchtsstätte für Vertriebene. Heute umfasst sie sieben Kuppeln (Dome) und acht Minarette, darunter das höchste in Banda Aceh, und ist ein Symbol für Widerstandskraft und kulturelle Identität.

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Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch der Großen Moschee Baiturrahman ist tagsüber, damit Sie Architektur und Atmosphäre in vollen Zügen genießen können. Besucher werden gebeten, sich bescheiden und respektvoll zu kleiden, da es sich um einen aktiven Ort des Gebets handelt. Es wird empfohlen, die Gebetszeiten zu prüfen, um nicht während des Gebets zu kommen – außer Sie möchten sich beteiligten. In der Regel sind keine Tickets erforderlich, aber Spenden sind willkommen. Ein Besuch außerhalb großer religiöser Feiertage sorgt meist für ein entspannteres Erlebnis. Vor Ort können geführte Touren verfügbar sein, um mehr über Geschichte und Architektur zu erfahren.

Interessante Fakten

  • Die schwarzen Holzdome der Moschee bestehen aus Hartholzschindeln, die wie Fliesen als Kacheln angeordnet sind – ein einzigartiges architektonisches Merkmal.
  • Sie überstand das Erdbeben und den Tsunami von 2004 im Indischen Ozean mit nur geringen Schäden, darunter ein leicht schiefes 35 Meter hohes Minarett.
  • Eine kleine Nachbildung der Moschee ist im Minimundus-Miniaturpark in Österreich zu sehen.
  • Die Moschee wurde anfangs von den Einheimischen abgelehnt, weil sie von den niederländischen Kolonialherren errichtet worden war – ehemaligen Feinden von Aceh.
  • Die Moschee besitzt Marmorböden, die aus China importiert wurden, sowie Glasfenster, die aus Belgien stammen.

Geschichte

1612

Die ursprüngliche Moschee wurde 1612 unter Sultan Iskandar Muda errichtet; einige Quellen deuten auf eine frühere Gründung bereits in 1292 hin.

Sie verfügte über ein traditionelles, mehrstufiges Reetdach im Stil von Aceh.

1873

Während des niederländischen Angriffs 1873 wurde die Moschee als Verteidigungsposition genutzt und brannte danach nieder.

1879

1879 bauten die Niederländer die Moschee als Gestus des Friedensneuaufkommens für die Menschen in Aceh wieder auf und schlossen sie 1881 während der Herrschaft des letzten Sultans von Aceh, Muhammad Daud Syah, ab.

Im Verlauf des 20.

1935

Jahrhunderts wurden zusätzliche Kuppeln und Minarette in den Jahren 1935, 1957 und 1982 ergänzt, wodurch die Moschee in ihre heutige Form erweitert wurde.

2004

Die Moschee überstand den Tsunami von 2004 mit nur geringen strukturellen Schäden und diente als vorübergehendes Obdach für die Überlebenden.

Ortsführer

1
Haupthalle für das Gebet1881
Niederländische Architekten Gerrit Bruins und L.P. Luijks

Der zentrale Bereich für die Gebete der Gemeinde – mit prächtigen bronzenen Kronleuchtern, Marmorboden und sorgfältig verzierten hölzernen Türen, die den Mogul-Revival-Stil widerspiegeln.

2
Dome und Minarette1935-1982

Die Moschee hat sieben schwarze Dome aus Hartholz und acht Minarette, darunter das höchste Minarett in Banda Aceh. Sie wurden schrittweise 1935, 1957 und 1982 ergänzt.

3
Eingangstor und Minarett1881

Der Haupteingang hat ein 35 Meter hohes Minarett, das während des Tsunamis von 2004 leicht schräg stand und Risse bekam – als Symbol für die Widerstandskraft der Moschee.