
Fort Marlborough
Sumatra Region
Fort Marlborough liegt in der Stadt Bengkulu auf der Insel Sumatra in Indonesien und war einst ein Fort der Britischen Ostindien-Kompanie. Es wurde zwischen 1713 und 1719 erbaut. Errichtet unter dem Gouverneur Joseph Collett, diente es als strategische Verteidigungsanlage für die britischen Interessen in der Region. Besonders hervorzuheben sind die widerstandsfähigen Außenmauern aus Backstein: Sie sind zwischen 50 und 180 Zentimeter dick und haben auch schwere Naturkatastrophen überstanden – darunter das Erdbeben von 2000 auf Enggano sowie den Tsunami von 2007. Der rechteckige Grundriss besitzt an jeder Ecke spitz zulaufende (pfeilspitzenförmige) Bastionen, einen trockenen Graben und einen geschützten Zugang im Südwesten mit hölzerner Tür und Brücke. Im Laufe seiner Geschichte wurde Fort Marlborough mehrfach angegriffen, unter anderem durch französische Truppen während des Siebenjährigen Krieges sowie durch Überfälle lokaler Bewohner. Nach dem Anglo-Dutch Treaty von 1824 ging die Kontrolle über das Fort von den Briten an die Niederländer über; später wurde es während des Zweiten Weltkriegs von den Japanern besetzt und schließlich nach der Unabhängigkeit von indonesischen Behörden übernommen. Heute steht das Fort als erhaltene Kulturerbestätte unter der Verwaltung des indonesischen Ministeriums für Bildung und Kultur und ist ein Symbol für koloniale Geschichte sowie architektonische Widerstandskraft.
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Tipp: Besucher sollten das Fort tagsüber erkunden, um das beste Erlebnis für die Architektur und die historischen Ausstellungsstücke zu haben. In der Hochsaison wird empfohlen, Tickets im Voraus zu kaufen. Das Fort bietet Bildungsführungen und hat gelegentlich kulturelle Veranstaltungen; für aktuelle Informationen sollten Sie die lokalen Aushänge bzw. Zeitpläne prüfen. Ermäßigungen gibt es möglicherweise für Studierende und Gruppen. Aufgrund der weitläufigen Anlage und unebener Wege werden bequeme Wanderschuhe empfohlen.
Interessante Fakten
- •Fort Marlborough ist eines der stärksten von den Briten erbauten Forts in der östlichen Region – nur Fort St. George in Madras, Indien, ist noch bedeutender.
- •Die dicken Backsteinmauern haben große Naturkatastrophen überstanden, darunter ein Erdbeben der Stärke 7,9 sowie einen Tsunami mit 3,5 Metern Höhe.
- •Ein Denkmal für Thomas Parr, einen britischen Bewohner, der bei einem Angriff auf das Fort im Jahr 1807 getötet wurde, steht 170 Meter südöstlich der Festung.
- •Das Fort umfasst 2,7 Hektar mit einer gesamten Geländefläche von 4,4 Hektar. Zu den Merkmalen zählen ein trockener Graben und an jeder Ecke spitz zulaufende Bastionen.
Geschichte
Fort Marlborough wurde zwischen 1713 und 1719 von der Britischen Ostindien-Kompanie unter Gouverneur Joseph Collett erbaut, um eine ältere Befestigungsanlage namens Fort York zu ersetzen.
Es entstand auf einem künstlichen Hügel – mit Hilfe von verurteilten Gefangenen und lokaler Arbeit.
Das Fort überstand Angriffe und Besetzungen, darunter durch die Franzosen im Jahr 1760 während des Siebenjährigen Krieges, sowie lokale Aufstände in den Jahren 1724 und 1793.
Der Anglo-Dutch Treaty von 1824 übertrug die Kontrolle über Bengkulu und das Fort an die Niederländer.
Im Zweiten Weltkrieg besetzten es die Japaner; danach wurde es nach der Unabhängigkeit von der indonesischen Nationalpolizei und der Armee genutzt.
1977 begannen Restaurierungsmaßnahmen, um das Fort als Stätte des kulturellen Erbes zu erhalten.
Ortsführer
Südwestlicher Eingang und Ravelin1713-1719
Der Haupteingang zum Fort befindet sich auf der Südwestseite. Dort gibt es ein Tor mit einem hölzernen Eingangstor, das von einem Ravelin geschützt wird – einer äußeren Verteidigungsanlage, die dafür gedacht ist, den Eingang vor Angriffen abzuschirmen.
Pfeilspitzenförmige Bastionen1713-1719
Jede der vier Ecken der rechteckigen Festung besitzt eine pfeilspitzenförmige Bastion. So können die Verteidiger die Mauern mit Kanonenfeuer abdecken und das Fort vor Belagerungen schützen.
Trockener Graben und hölzerne Brücke1713-1719
Ein trockener Graben umschließt das Fort und folgt dabei seinem Verlauf. Darüber spannt eine hölzerne Brücke den Graben, der das Hauptgebäude vom vorderen Gebäude trennt – und bringt so zusätzliche Ebenen in das Verteidigungssystem des Forts.
Kontakt
Telefon: 0813-1119-6013