Moschee Sultan Suriansyah

Moschee Sultan Suriansyah

Kalimantan Region

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Die Moschee Sultan Suriansyah liegt im Dorf Kuin Utara in Banjarmasin, Südkalimantan, und ist die älteste Moschee der Region. Sie wurde 1526 unter der Herrschaft von Sultan Suriansyah gegründet, dem ersten Banjar-König, der den Islam annahm. Die Moschee ist ein eindrucksvolles Beispiel für traditionelle Banjar-Architektur: Sie wurde auf Stelzen errichtet, aus dauerhaftem Eisenholz gebaut, und mit einem markanten dreistufigen Dach gekrönt. Der Bereich um die Gebetsnische (Mihrab) besitzt ein eigenes, separat überdachtes Dach, das die besondere, heilige Funktion hervorhebt. Der Baustil orientiert sich am Stil der Großen Moschee von Demak, der seinerseits hinduistisch-buddhistischen Einflüssen aus Java und Bali folgt. Das zeigt sich vor allem im geschichteten Dachaufbau: Er symbolisiert die Vertikalität und den sakralen Raum. Renovierungen fanden 1978 und 1999 statt, um die Bausubstanz zu erhalten; 2008 wurde die Moschee offiziell als Kulturdenkmal anerkannt. In der Nähe der Uferlinie des Kuin-Flusses und nahe beim Sultan-Mausoleums-Komplex gelegen, ist sie bis heute eine wichtige religiöse und historische Landmarke. Sie steht für die frühe Ausbreitung des Islam in Kalimantan. Zur Moschee gehören außerdem bedeutende Elemente wie das historische Lawang Agung (Haupttor) mit arabisch-malaiischen Inschriften, die bis in die Mitte des 18. Jahrhunderts zurückreichen, sowie die kunstvoll geschnitzte hölzerne Predigtkanzel (Mimbar) mit islamischer Kalligraphie und historischen Datumsangaben. Ihre einzigartige räumliche Anordnung und die Dacharchitektur zeigen eine Verbindung islamischer und indigener kultureller Elemente – und machen die Moschee zu einem Symbol für die religiöse und kulturelle Synthese in der indonesischen Geschichte.

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Tipp: Besucher sollten die Moschee am besten tagsüber einplanen, um die zahlreichen Details der Architektur und die umliegenden historischen Stätten in vollem Umfang zu würdigen. Ein früher Morgen- oder spätnachmittäglicher Besuch sorgt für angenehmes Licht zum Fotografieren und eine ruhigere Atmosphäre. Es empfiehlt sich, die lokalen Gepflogenheiten zu respektieren: sich angemessen zu kleiden und vor dem Betreten der Moschee die Schuhe auszuziehen. Der Eintritt ist in der Regel kostenlos, dennoch wird empfohlen, die Erhaltung vor Ort durch Spenden zu unterstützen. Wer geführte Touren im Voraus bucht, kann die reiche Geschichte und den kulturellen Kontext der Moschee besser verstehen.

Interessante Fakten

  • Die Moschee besteht vollständig aus Eisenholz, das für seine Beständigkeit und Widerstandsfähigkeit gegen Verfall bekannt ist.
  • Der Stil mit dem dreistufigen Dach symbolisiert den Einfluss hinduistisch-buddhistischer Architektur, die für islamische Religionsbauten angepasst wurde.
  • Das Haupttor, Lawang Agung, enthält arabisch-malaiische Inschriften, die auf 1744/45 datieren – ein Hinweis auf die historischen Renovierungen der Moschee.
  • Die Predigtkanzel (Mimbar) der Moschee trägt kunstvolle Schnitzereien und Inschriften, darunter ein Datumsverweis auf 1879, der sie mit der bedeutenden lokalen Persönlichkeit Haji Muhammad Ali al-Najri verbindet.
  • Sie zählt zu den drei ältesten Moscheen in Banjarmasin – zusammen mit Masjid Besar und Masjid Basirih – und unterstreicht damit die frühe Präsenz des Islam in der Region.

Geschichte

1526

Die Moschee Sultan Suriansyah wurde 1526 unter der Herrschaft von Sultan Suriansyah erbaut, dem ersten Banjar-König, der zum Islam konvertierte.

Damit wurde ein wichtiger Meilenstein in der Islamisierung Südkalimantans gesetzt.

Der architektonische Entwurf wurde durch die Große Moschee von Demak beeinflusst und spiegelt die Verbreitung islamischer Kultur von Java wider.

1744

Die Moschee besitzt historische Inschriften auf ihren Haupttoren, die auf 1744/45 datieren und auf Renovierungen sowie Ergänzungen während der Herrschaft von Sultan Tamjidullah I hinweisen.

1978

Umfassende Restaurierungen erfolgten 1978 und 1999, wodurch die Erhaltung als Kulturdenkmal sichergestellt wurde; die offizielle Ausweisung erfolgte 2008.

Über Jahrhunderte hinweg diente die Moschee kontinuierlich als religiöses und kulturelles Zentrum für das Banjar-Volk.

Ortsführer

1
Hauptraum für das Gebet1526

Der zentrale Bereich der Moschee, auf Stelzen gebaut und mit Eisenholz gefertigt, verfügt über ein dreistufig geschichtetes Dach, das die sakrale Vertikalität und die traditionelle Banjar-Architektur symbolisiert.

2
Mihrab mit separatem Dach1526

Die Nische, die die Richtung nach Mekka anzeigt, ist einzigartig und besitzt ein eigenes, separat überdachtes Dach. So wird ihre religiöse Bedeutung innerhalb der räumlichen Anordnung der Moschee besonders hervorgehoben.

3
Lawang Agung (Haupttor)1744/45
Kiai Demang Astungkara

Das prächtige Haupttor der Moschee besitzt zwei achteckige Tafeln mit arabisch-malaiischen Inschriften, die auf 1744/45 datieren. Damit werden historische Renovierungen unter Sultan Tamjidullah I dokumentiert.

4
Holz-Predigtkanzel (Mimbar)1879
Haji Muhammad Ali al-Najri

Eine kunstvoll geschnitzte Predigtkanzel aus Eisenholz mit islamischer Kalligraphie und Inschriften, die darauf hinweisen, dass sie 1879 von Haji Muhammad Ali al-Najri in Auftrag gegeben wurde.