
Lawang Sewu
Java Region
Lawang Sewu ist ein historisches ehemaliges Bürogebäude in Semarang, Zentraljava, Indonesien. Ursprünglich diente es als Hauptzentrale der Nederlandsche Oost-Indische Spoorweg Maatschappij. Der Name „Lawang Sewu“ bedeutet auf Javanisch „tausend Türen“ und bezieht sich auf die zahlreichen Türen sowie auf etwa 600 große Fenster. Der Gebäudekomplex besteht aus mehreren Gebäuden; zwei Hauptbauwerke heißen A und B. Charakteristische architektonische Elemente sind unter anderem Bleiglasfenster, eine große Treppenanlage und zwei Wassertürme. Entworfen wurde das Gebäude von Cosman Citroen im New Indies Style – einer Mischung aus traditionellen und modernen Einflüssen. Während der japanischen Besatzung im Zweiten Weltkrieg wurde der Keller des Gebäudes als Gefängnis- und Folterkammer genutzt, was zum Ruf beitrug, das Haus sei „heimgesucht“. Nach der Unabhängigkeit Indonesiens wurde der Komplex von der nationalen Eisenbahngesellschaft genutzt und später als Kulturdenkmal Indonesiens unter Schutz gestellt. Sanierungen im 21. Jahrhundert sollten das Gebäude wiederherstellen und es in ein Museum sowie eine Galerie zur Bahnhistorie verwandeln – jedes Jahr lockt das viele Besucher an. Heute ist Lawang Sewu ein bedeutendes Kultur- und Geschichtsdenkmal, das Indonesiens koloniale Vergangenheit und sein architektonisches Erbe widerspiegelt.
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Tipp: Besucher sollten Lawang Sewu am besten tagsüber erkunden, um die architektonischen Details und historischen Ausstellungsstücke in voller Pracht zu sehen. Es wird empfohlen, die Tickets im Voraus zu kaufen – besonders an Wochenenden und Feiertagen, um lange Wartezeiten zu vermeiden. Geführte Touren werden angeboten und können das Erlebnis noch bereichern, weil sie einen detaillierten historischen Kontext liefern. Ermäßigungen können für Schüler, Senioren und Gruppen verfügbar sein. Die Anlage ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar und in der Nähe gibt es Parkmöglichkeiten.
Interessante Fakten
- •Der Name „Lawang Sewu“ bedeutet „tausend Türen“, doch das Gebäude hat tatsächlich etwa 600 große Fenster.
- •Das Gebäude besitzt zwei identische Wassertürme – jeder kann 7.000 Liter Wasser fassen.
- •Der Keller des Gebäudes B wurde während der japanischen Besatzung im Zweiten Weltkrieg als Kerker und Ort der Folter genutzt.
- •Ein Tunnel verband einst das Gebäude A mit anderen wichtigen Orten in Semarang – darunter das Gouverneurshaus und der Hafen.
- •Das Gebäude ist im New Indies Style gestaltet – ein Übergangsstil, der traditionelle und moderne Einflüsse miteinander verbindet.
Geschichte
Der Bau von Lawang Sewu begann 1904 und wurde in Etappen fertiggestellt: Das Hauptgebäude war bis 1907 abgeschlossen, der gesamte Komplex bis 1919.
Ursprünglich diente es als Hauptquartier der Nederlandsch-Indische Spoorweg Maatschappij, der ersten Eisenbahngesellschaft im Niederländisch-Indien.
Im Zweiten Weltkrieg besetzten die Japaner das Gebäude und nutzten den Keller als Kerker für Folter und Hinrichtungen.
Nach der Unabhängigkeit Indonesiens wurde das Gebäude von der indonesischen Armee übernommen und später an die nationale Eisenbahngesellschaft zurückgegeben.
1992 wurde es offiziell als Kulturdenkmal Indonesiens ausgewiesen.
Um das Gebäude zu erhalten und als touristische Attraktion zu fördern, fanden im frühen 21.
Jahrhundert umfangreiche Renovierungen statt.
Ortsführer
A-Gebäude1904-1907
Das L-förmige Hauptgebäude mit Blick auf den Tugu Muda-Rondellplatz umfasst zwei Wassertürme, die ursprünglich zur Wasserspeicherung dienten, große Bleiglasfenster und eine prächtige zentrale Treppe.
B-GebäudeCompleted by 1919
Hinter dem A-Gebäude gelegen: Dieses dreistöckige Bauwerk umfasst Büros in den ersten beiden Etagen, einen Ballsaal im dritten Stock und einen teilweise überfluteten Keller, der zur Kühlung genutzt wurde.
Denkmal vor dem A-GebäudePost-1945
Ein Denkmal, das fünf Mitarbeitern gewidmet ist, die während der Indonesischen Nationalrevolution getötet wurden. Es steht prominent vor dem A-Gebäude.
Kontakt
Telefon: 0812-1516-8808