Tempel Borobudur

Tempel Borobudur

Java Region

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Der Tempel Borobudur liegt in Zentraljava, Indonesien, und ist ein monumentaler buddhistischer Tempel aus dem 9. Jahrhundert (Mahayana), der während der Sailendra-Dynastie erbaut wurde. Gebaut aus grauem Andesit, besteht er aus neun übereinanderliegenden Plattformen – sechs quadratischen und drei kreisförmigen – die von einer großen zentralen Kuppel gekrönt werden. Rund um sie befinden sich 72 Buddha-Statuen, die in durchbrochenen Stupas untergebracht sind. Der Tempel ist mit 2.672 Reliefplatten geschmückt und enthielt ursprünglich 504 Buddha-Statuen. Damit beherbergt Borobudur eine der umfangreichsten Sammlungen buddhistischer Reliefs der Welt. Architektonisch verbindet Borobudur einheimische javanische Traditionen der Ahnenverehrung mit buddhistischen Vorstellungen vom Erreichen von nirvāṇa und symbolisiert den Weg von der irdischen Ebene zur Erleuchtung. Der Tempel dient sowohl als Heiligtum als auch als Pilgerstätte: Über ein komplexes System aus Treppen und Gängen führt er Besucherinnen und Besucher durch buddhistische Lehren – erzählt über 1.460 Reliefpanels. Nachdem Borobudur im 14. Jahrhundert verlassen wurde, als die hinduistischen Königreiche verfielen und der Islam sich auf Java ausbreitete, wurde er 1814 von Sir Thomas Stamford Raffles wiederentdeckt. Seither hat es umfangreiche Restaurierungen gegeben, darunter ein großes UNESCO-gestütztes Projekt, das 1983 abgeschlossen wurde. Heute ist Borobudur noch immer ein lebendiger spiritueller Ort – besonders während der Feierlichkeiten zu Vesak – und das meistbesuchte Monument Indonesiens. Es wurde als UNESCO-Welterbestätte anerkannt und gilt als Höhepunkt des archäologischen Erbes Südostasiens.

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Tipp: Besucherinnen und Besucher sollten Borobudur früh am Morgen erkunden, um den Tempel zum Sonnenaufgang zu erleben – mit spektakulären Ausblicken und einer ruhigen Atmosphäre. Tickets sollten unbedingt im Voraus gekauft werden, insbesondere an Vesak Day und in den Hauptreisezeiten, um lange Schlangen zu vermeiden. Aus Respekt vor der religiösen Bedeutung des Ortes wird angemessene, zurückhaltende Kleidung empfohlen. Geführte Touren können das Verständnis der umfangreichen Reliefs und ihrer Symbolik vertiefen. Für Studierende und Gruppen sind möglicherweise Ermäßigungen verfügbar. Der Tempel ist über nahegelegene Orte wie Muntilan und Yogyakarta erreichbar – es gibt verschiedene Transportmöglichkeiten.

Interessante Fakten

  • Borobudur enthält 2.672 kunstvoll gearbeitete Reliefplatten – die größte Anzahl buddhistischer Reliefs weltweit.
  • Die zentrale Kuppel ist von 72 Buddha-Statuen umgeben, die in durchbrochenen Stupas sitzen.
  • Borobudur gilt als dreidimensionale Mandala und symbolisiert die buddhistische Kosmologie der Bereiche Kamadhatu, Rupadhatu und Arupadhatu.
  • Vor seiner Wiederentdeckung im Jahr 1814 geriet Borobudur weitgehend in Vergessenheit und wurde von vulkanischer Asche und Dschungel überwuchert.
  • Der Name des Tempels leitet sich möglicherweise von javanischen Wörtern ab, die „groß“ oder „ehrenwert“ sowie „Buddha“ bedeuten, oder aus dem Sanskrit: „Berg der Tugenden“.
  • Borobudur ist weiterhin ein aktiver Pilgerort – besonders während Vesak Day – und zieht Buddhisten aus der ganzen Welt an.

Geschichte

Borobudur wurde im 8.

bis 9.

Jahrhundert unter der Sailendra-Dynastie errichtet und spiegelt eine einzigartige Mischung aus einheimischen javanischen und buddhistischen Baustilen wider.

824

Wahrscheinlich wurde er von Pramodhawardhani, der Tochter von König Samaratungga, eingeweiht – darauf deuten Inschriften hin, die auf die Jahre 824 und 842 datiert sind.

Der Tempel wurde im 14.

Jahrhundert nach dem Niedergang der hindu-buddhistischen Königreiche und der Ausbreitung des Islam auf Java verlassen.

1814

1814 von Sir Thomas Stamford Raffles wiederentdeckt, durchlief Borobudur mehrere Restaurierungen; die bedeutendste wurde 1983 mit Unterstützung der UNESCO abgeschlossen.

1991

1991 wurde er als UNESCO-Welterbestätte ausgezeichnet, wodurch sein Erhalt sowie die internationale Anerkennung gesichert wurden.

Ortsführer

1
Quadratische Plattformen (Kamadhatu und Rupadhatu)9. Jahrhundert

Die sechs quadratischen Terrassen stehen für die Bereiche der Begierde und der Formen. Sie sind mit umfangreichen Reliefs versehen, die buddhistische Lehren sowie Szenen aus dem täglichen Leben zeigen. Pilger umrunden diese Ebenen im Uhrzeigersinn und folgen dabei dem Weg zur Erleuchtung.

2
Kreisförmige Plattformen und zentrale Kuppel (Arupadhatu)9. Jahrhundert

Die drei oberen kreisförmigen Plattformen symbolisieren die gestaltlose Sphäre. Sie werden von der großen zentralen Kuppel gekrönt, die von 72 durchbrochenen Stupas umgeben ist; in jeder Stupa sitzt eine Buddha-Statue im Lotussitz mit Dharmachakra-mudra.

3
Reliefplatten9. Jahrhundert

Die Wände und Balustraden von Borobudur sind mit 1.460 narrativen Reliefplatten bedeckt. Sie zeigen die buddhistische Kosmologie, Lehren und das javanische Leben im 9. Jahrhundert und dienen als visueller Leitfaden für Pilger.

Kontakt

Telefon: 0811-2688-000