
Viadukt von Veszprém
Veszprém
Das Viadukt von Veszprém, lokal bekannt als Szent István völgyhíd oder einfach das Viadukt, ist eine monumentale Bogenbrücke aus Stahlbeton, die das Tal des Bachs Séd überspannt. Entworfen vom renommierten Ingenieur Róbert Folly und 1937 fertiggestellt, verbindet es die Stadtteile Jeruzsálemhegy und Temetőhegy von Veszprém. Die Brücke verfügt über drei Bögen: darunter einen großen Mittelbogen mit 46 Metern Spannweite sowie zwei kleinere Seitenbögen mit jeweils 26,6 Metern. Die Gesamtlänge beträgt 185 Meter, die maximale Höhe 37 Meter. Rund fünfzig Jahre lang war die Brücke Teil der überregionalen Hauptstraße Nr. 8 – sie erleichterte den Verkehr durch die Stadt und Richtung Herend. Heute dient sie vor allem dem lokalen Verkehr zwischen den Vierteln von Veszprém. Durch ihre markante Konstruktion und die erhöhte Lage bietet sie Besuchern wunderschöne Panoramablicke auf das Burgviertel, das Tal der Séd und die in der Ferne liegenden Berge des Bakony. Das Viadukt ist ein städtisches Wahrzeichen und erscheint in Logos lokaler Institutionen und Unternehmen. Eine Aussichtsplattform mit Treppen führt hinunter ins Tal – daher ist der Ort besonders beliebt für Sightseeing und Fotografie. Die Errichtung der Brücke war zur damaligen Zeit eine bedeutende Ingenieursleistung: sorgfältig so geplant, dass sie den auftretenden Kräften standhält, und auf festen Felsfundamenten verankert, um ihre Stabilität und Langlebigkeit zu gewährleisten. Das Viadukt ist bis heute eine geschätzte Sehenswürdigkeit und ein architektonisches Symbol von Veszprém.
Planen Sie Ihre Reise nach Ungarn mit KI
Erstellen Sie in wenigen Minuten einen detaillierten Reiseplan. KI schlägt die besten Orte, Restaurants und eine optimierte Route vor.
Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch des Viadukts von Veszprém ist bei klarem Wetter, wenn die Panoramablicke auf das Burgviertel und die Bakony-Berge am besten zu sehen sind. Besucher können die Aussichtsplattform nutzen und Fotos von der Brücke machen. Obwohl kein Eintrittsgeld anfällt, empfiehlt es sich, bei Tageslicht zu kommen – aus Sicherheitsgründen und für das beste Erlebnis. Da die Brücke Teil aktiver Verkehrswege ist, ist beim Gehen in der Nähe der Straße Vorsicht geboten. Es werden keine Tickets oder Reservierungen benötigt.
Interessante Fakten
- •Das Viadukt war zum Zeitpunkt seiner Errichtung Ungarns erstes großes Viadukt mit bewehrtem Beton im Bogenbau.
- •Im Jahr 1938 wurde es Szent István völgyhíd genannt, um an das 900-jährige Jubiläum des Todes von König Stephan zu erinnern.
- •Die Brücke besteht aus drei Bögen: einem großen Mittelbogen mit 46 Metern Spannweite und zwei kleineren Bögen mit jeweils 26,6 Metern.
- •An der Stelle, an der der große und der mittlere Bogen aufeinandertreffen, wurde ein Aussichtspunkt errichtet, der Panoramablicke auf die Stadt und die umliegende Landschaft bietet.
- •Das Bild des Viadukts wird in vielen lokalen Institutionen und Unternehmen in Veszprém als Symbol verwendet.
- •Die Brücke war rund fünfzig Jahre Teil der überregionalen Hauptstraße Nr. 8 und prägte dadurch den regionalen Verkehr sowie den Handel maßgeblich.
Geschichte
Das Viadukt von Veszprém wurde zwischen 1934 und 1937 im Zuge des Ausbaus der überregionalen Hauptstraße Nr.
8 errichtet.
Ziel war es, die Verbindungen von Székesfehérvár nach Rábafüzes und von dort weiter bis nach Österreich, Deutschland und Italien zu verbessern.
Vertreter der Stadt und des Komitats setzten sich dafür ein, die Straße über Veszprém zu führen, um Handel und Tourismus anzukurbeln.
Die Brücke wurde von Róbert Folly entworfen, einem bedeutenden Strukturingenieur seiner Zeit.
Seit ihrer Eröffnung im Jahr 1937 erhielt die Brücke mehrfach neue Namen, die politische Veränderungen widerspiegelten: So hieß sie 1938 Szent István Völgyhíd zu Ehren des heiligen Königs Stephan.
Weitere Bezeichnungen waren während der kommunistischen Zeit Veszprémi Völgyhíd und Rákosi Mátyás Völgyhíd.
Nach der Revolution von 1956 wurde sie in der Bevölkerung schlicht als Viadukt bekannt.
1988 stellte der Stadtrat seinen ursprünglichen Namen mit moderner ungarischer Schreibweise wieder her.
Über die Jahrzehnte hinweg blieb die Brücke dank ihrer Felsfundamente und der sorgfältigen Konstruktion statisch solide – als Symbol für die historische und städtische Entwicklung von Veszprém.
Ortsführer
Hauptbogen und Tragwerk1937
Der zentrale große Bogen überspannt 46 Meter und wird von zwei kleineren Bögen flankiert, die jeweils 26,6 Meter überbrücken – so entsteht das charakteristische Drei-Bogen-Design. Die Brücke ist eine Bogenkonstruktion aus Stahlbeton mit einer Gesamtlänge von 185 Metern und einer maximalen Höhe von 37 Metern.
Aussichtsplattform1937
Die Plattform befindet sich an der Verbindungsstelle zwischen dem großen und dem mittleren Bogen. Sie bietet eine erhöhte Aussichtsfläche, etwa 6 Meter über dem Talboden, mit Treppen, die hinunter ins Tal führen. Von hier aus genießt man hervorragende Panoramablicke auf das Burgviertel von Veszprém, das Tal der Séd und die Bergkette des Bakony.