
St. Michael's Cathedral, Veszprém
Veszprém
Die St.-Michaels-Kathedrale (Basilika) in Veszprém, Ungarn, ist eine bedeutende katholische Kathedrale mit historischer Ausstrahlung und Sitz des Erzbistums Veszprém. Archäologische Belege zeigen, dass schon sehr früh, spätestens im Jahr 1001, eine Kirche an diesem Ort stand. Damit zählt sie zu den ältesten Kathedralen Ungarns. Nach einem Brand im Jahr 1380 wurde die Kathedrale im gotischen Stil wiederaufgebaut und 1400 dem Heiligen Michael geweiht; dabei blieben Teile der mittelalterlichen Krypta erhalten. Während der türkischen Besetzung erlitt sie teils erhebliche Schäden, wurde jedoch im 18. Jahrhundert wiederhergestellt – diesmal mit romanischen und gotischen Einflüssen. Zwischen 1907 und 1910 folgte eine große neoromanische Rekonstruktion unter Leitung des Architekten Sándor Aigner: Sie stellte große Teile des ursprünglichen mittelalterlichen Charakters wieder her und bewahrte gleichzeitig das gotische Sanktuarium und die Krypta. Die beiden Türme der Kathedrale sind ein weithin sichtbares Wahrzeichen, das über Veszprém hinaus ins Auge fällt. Im Inneren zeigt das Langhaus eine kassettierte Flachdecke mit Kapitellen, die sich an Reliefen aus der Árpád-Zeit orientieren, und an den Wänden befinden sich Fresken von Antal Szirmay mit Darstellungen ungarischer Heiliger und religiöser Persönlichkeiten. Die Fenster aus Glasmalerei zeigen bedeutende Heilige, darunter den Heiligen Stephan und Königin Gisela, deren Reliquien hier aufbewahrt werden. Papst Johannes Paul II. erhob die Kathedrale 1981 zu einer Minor Basilica. Außerdem ist sie für ihre historische Rolle als königliche Kirche und ihr musikalisches Erbe bekannt: Hier fanden Konzerte klassischer Komponisten statt, darunter Mozart und Beethoven. Ihre reiche Geschichte, ihre architektonische Schönheit und ihre religiöse Bedeutung machen die Kathedrale zu einem einzigartigen kulturellen Wahrzeichen in Ungarn.
Planen Sie Ihre Reise nach Ungarn mit KI
Erstellen Sie in wenigen Minuten einen detaillierten Reiseplan. KI schlägt die besten Orte, Restaurants und eine optimierte Route vor.
Tipp: Besucher sollten erwägen, die Kathedrale unter der Woche zu besichtigen, um den Andrang am Wochenende zu vermeiden und in eine ruhigere Stimmung für das stille Innehalten zu kommen. Eine Führung zu buchen oder nach besonderen musikalischen Veranstaltungen zu schauen, kann den Besuch bereichern. Für die Krypta und Bereiche mit besonderem Zugang werden möglicherweise vorherige Reservierungen benötigt. Ermäßigungen gibt es häufig für Studierende, Senioren und Gruppen. Die beste Zeit für einen Besuch ist im Frühling und im frühen Herbst, wenn das Wetter angenehm ist und die Stadt religiöse Feste feiert.
Interessante Fakten
- •Die Kathedrale gilt als die älteste Ungarns; ihre Ursprünge reichen bis in das frühe 11. Jahrhundert zurück.
- •Hier werden die Reliquien von Königin Gisela aufbewahrt, der Ehefrau des Heiligen Stephan, des ersten Königs von Ungarn.
- •In der Krypta befinden sich die Gräber bedeutender Bischöfe, darunter Bánáss László und Beriszló Péter.
- •Die Glasmalereifenster der Kathedrale wurden nach dem Zweiten Weltkrieg von der Künstlerin Lili Árkayné Sztehlo neu geschaffen.
- •Zwischen dem 18. und 19. Jahrhundert fanden Konzerte statt, in denen Werke von Mozart, Haydn und Beethoven aufgeführt wurden.
Geschichte
Der Standort der St.-Michaels-Kathedrale beherbergt seit mindestens 1001 eine Kirche; dies wird durch Dokumente aus dem Kloster Pannonhalma belegt.
Nach einem Brand im Jahr 1380 wurde die Kathedrale im gotischen Stil wiederaufgebaut und 1400 geweiht.
Während der türkischen Besetzung erlitt sie Schäden, wurde jedoch im 18.
Jahrhundert mit barocken Elementen restauriert, die später bei der neoromanischen Renovierung zwischen 1907 und 1910 wieder entfernt wurden.
1981 erhob Papst Johannes Paul II.
die Kathedrale zum Rang einer Minor Basilica, und 1993 wurde sie zur Metropolitankathedrale, als sie die Reliquien von Königin Gisela von Ungarn erhielt.
Ortsführer
Hauptschiff und Decke1907-1910
Das Hauptschiff der Kathedrale ist von einer kassettieren Flachdecke überspannt, deren Kapitelle sich an Motiven aus der Árpád-Zeit anlehnen. So spiegelt sich hier die Verbindung zwischen mittelalterlichem Stil und Neoromanik wider.
Gotische Krypta14. Jahrhundert (Krypta), 1762 (barockes Grab)
Die Krypta geht auf die gotische Rekonstruktion nach 1380 zurück und enthält die Gräber der Bischöfe Bánáss László und Beriszló Péter sowie ein barockes Grab eines Bischofs Padányi Biró Márton aus dem Jahr 1762.
GlasmalereifensterNach dem Zweiten Weltkrieg
Die heutigen Glasmalereifenster wurden von Lili Árkayné Sztehlo nach dem Zweiten Weltkrieg geschaffen. Sie zeigen bedeutende Heilige wie den Heiligen Stephan, die Heilige Margarete, die Selige Ilona und Königin Gisela.
Seitenaltäre1907-1910 (Restaurierungszeitraum)
Die Kathedrale besitzt vier Seitenaltäre: die Altäre Mariä Himmelfahrt und des Heiligen Georg im nördlichen Seitenschiff sowie die Altäre der Heiligen Anna und des Heiligen Emerich im südlichen Seitenschiff. Jeder ist reich gestaltet und für die lokale Frömmigkeit von großer Bedeutung.
Kontakt
Telefon: (06 88) 879 223