Dom von Szombathely

Dom von Szombathely

Vas

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Der Dom von Szombathely, auch als Kathedrale der Heimsuchung Unserer Lieben Frau bekannt, ist die Hauptkirche der Diözese Szombathely in Ungarn. Er wurde zwischen 1791 und 1814 erbaut und zählt zu den größten Kirchen Ungarns. Stilistisch verkörpert er den späten Barock mit klassischen Einflüssen. Der Dom wurde vom Architekten Melchior Hefele entworfen; seine Pläne wurden nach gründlicher Prüfung ausgewählt. Errichtet wurde er an der Stelle des antiken römischen Stadtforums von Savaria, wobei Reste römischer Fundamente und Mosaiken in das Bauwerk einbezogen wurden. Im Inneren gab es einst Deckengemälde, die Franz Anton Maulbertsch und seiner Schule zugeschrieben werden, doch gingen sie bei den Bombardierungen im Zweiten Weltkrieg verloren. Trotz seiner vergleichsweise zurückhaltenden Ausstattung beeindruckt der Dom vor allem durch seine gewaltige Ausdehnung und die harmonische Architektur. Er nimmt einen wichtigen Platz im religiösen und kulturellen Leben von Szombathely ein und steht zugleich symbolisch für die Erhebung der Stadt zum Bischofssitz im Jahr 1777. Rund um den Dom finden sich die Ruinen des ehemaligen Savaria-Zentrums, darunter das Gouverneurspalais und die Basilika des Heiligen Quirinus – so wird Besuchern der tiefe historische Hintergrund der Stadt unmittelbar greifbar.

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Tipp: Besuchen Sie den Dom von Szombathely am besten unter der Woche, um Menschenmengen zu vermeiden und eine ruhigere, besinnliche Atmosphäre zu genießen. Es wird empfohlen, geführte Touren im Voraus zu buchen, damit Sie die reiche Geschichte und die architektonischen Details in Ruhe entdecken können. Wer möchte, sollte außerdem die nahegelegenen römischen Ruinen und den Bereich rund um das Bischofspalais erkunden, um ein umfassendes Geschichtserlebnis zu haben. Geringe Spenden unterstützen die Unterhaltung des Doms; außerdem gibt es teils Ermäßigungen für Gruppen, Schüler oder Senioren. Schauen Sie auf der offiziellen Website nach besonderen liturgischen Veranstaltungen und Kulturprogrammen, die Ihren Besuch noch bereichern können.

Interessante Fakten

  • Der Dom von Szombathely ist eine der größten Kirchen Ungarns und fällt vor allem durch seine beeindruckende Größe auf, obwohl die Innenausstattung vergleichsweise schlicht ist.
  • Der Dom wurde auf dem antiken römischen Stadtforum von Savaria errichtet; bei Ausgrabungen entdeckte man römische Fundamente und Mosaiken, die innerhalb des Areals bewahrt wurden.
  • Die ursprünglichen Deckengemälde von Franz Anton Maulbertsch wurden bei den Bombardierungen im Zweiten Weltkrieg zerstört – ein großer kultureller Verlust.
  • Kaiser Franz I. und seine Frau besuchten den Dom während der Bauarbeiten im Jahr 1797 und lobten dessen Pracht.
  • Beim Bau des Doms wurden Materialien von der abgerissenen Festungskirche und von alten Stadtmauern weiterverwendet.
  • Bischof János Szily, der visionäre Förderer des Doms, hinterließ der Diözese seine wertvolle Bibliothek und legte damit die Grundlage für die diözesane Sammlung.

Geschichte

1777

1777 wurde Szombathely von Maria Theresia und Papst Pius VI.

zum Bischofssitz erhoben – damit entstand der Bedarf nach einer großen Kathedrale.

1791

Der Bau begann 1791 an der Stelle der alten Festungskirche, die trotz lokalen Widerstands abgerissen wurde.

Bei den Fundamentarbeiten kamen römische Ruinen zutage, die der erste Bischof János Szily sorgfältig bewahren ließ.

1794

Unter der Leitung des Architekten Melchior Hefele wurde der Dom bis zu seinem Tod 1794 gebaut; danach führte sein Schüler György Anreith die Arbeiten fort.

1793

Das Gebäude erhielt 1793 das Dach, die Türme wurden bis 1797 fertiggestellt, und die Innenausstattung wurde bis in das frühe 19.

Jahrhundert hinein weitergeführt.

1806

Die Kathedrale wurde 1806 feierlich geweiht – ein Meilenstein für die kirchliche und städtische Entwicklung von Szombathely.

Ortsführer

1
Hauptschiff und korinthische Säulen1791-1814
Melchior Hefele (Architekt)

Das weite Hauptschiff der Kathedrale wird von reich vergoldeten korinthischen Säulen getragen. So entsteht ein prachtvoller Innenraum, der die große Wirkung mit klassischer Zurückhaltung ausbalanciert.

2
Hochaltar und SkulpturenSpätes 18. Jahrhundert
Philipp Prokop

Der Hochaltar ist mit Skulpturen des Wiener Bildhauers Philipp Prokop geschmückt. Über dem Altar befindet sich ein markantes Gloriensymbol, das die göttliche Gegenwart verdeutlicht.

3
Römische Ruinen unter der KathedraleAntike römische Zeit

Unterhalb des Doms liegen archäologische Reste des römischen Forums von Savaria – darunter Fundamente und Mosaiken. Sie wurden sorgfältig erhalten und sind für Studien zugänglich.