
Esztergom-Basilika
Komárom-Esztergom
Die Esztergom-Basilika, offiziell die Primatialbasilika Mariä Aufnahme in den Himmel und St. Adalbert, ist die größte Kirche Ungarns und ein zentrales Symbol des ungarischen Katholizismus. Sie liegt auf dem Burgberg in Esztergom und ist die Mutterkirche des Erzbistums Esztergom-Budapest sowie der Sitz der katholischen Kirche in Ungarn. Besonders bemerkenswert ist die weitläufige Innenfläche von 5.600 Quadratmetern, die Kuppel, die 100 Meter über dem Boden aufragt und einen Durchmesser von 33,5 Metern hat, sowie die Nachhallzeit von über 9 Sekunden, was sie auch architektonisch beeindruckend macht. Der klassizistische Stil wurde vor allem im 19. Jahrhundert unter den Architekten Pál Kühnel und József Hild verwirklicht. Im Inneren befindet sich der prächtige Flügelaltar von Girolamo Michelangelo Grigoletti, der die Mariä Aufnahme in den Himmel darstellt, der reichste Domschatz des Landes, sowie die kostbare Bakócz-Kapelle – ein Renaissance-Meisterwerk, das während des Baus der Basilika sorgfältig versetzt wurde. Die Krypta, im Altägyptischen Stil erbaut, ist die Ruhestätte bedeutender Erzbischöfe, darunter József Mindszenty. Besucher können eine lange Treppe zur Kuppel erklimmen und von dort einen Panoramablick über Esztergom genießen. Die Basilika ist nach wie vor ein aktiver religiöser Ort; laufende Renovierungen bewahren ihre Pracht.
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Tipp: Besucher sollten ihren Besuch außerhalb der Messzeiten planen, da der liturgische Bereich 15 Minuten vor Beginn der Gottesdienste geschlossen ist. Der Zugang zum Kuppelblick ist nur bei gutem Wetter möglich und bietet spektakuläre Stadtansichten – prüfen Sie daher vorher die Wetterbedingungen. Es wird empfohlen, die Tickets im Voraus zu kaufen, um Wartezeiten zu vermeiden. Ermäßigungen gibt es für Gruppen, Senioren und Studierende. Geführte Touren werden angeboten und sind empfehlenswert, um die Kunst und Geschichte der Basilika in vollem Umfang zu würdigen.
Interessante Fakten
- •Die Basilika besitzt eine der höchsten Kuppeln der Welt und erreicht außen 100 Meter Höhe.
- •Die Nachhallzeit im Inneren beträgt über 9 Sekunden und macht die Basilika akustisch besonders.
- •Die Bakócz-Kapelle wurde in etwa 1.600 Einzelteile zerlegt und 20 Meter versetzt, um sie in die neue Basilika einzubinden.
- •Die Krypta ist im Altägyptischen Stil gestaltet und beherbergt die Überreste von Kardinal József Mindszenty, einer bedeutenden Persönlichkeit, die sich gegen Nazi- und kommunistische Regime stellte.
- •Die Weihe der Basilika im Jahr 1856 war mit der Uraufführung einer Messe verbunden, die Franz Liszt eigens für diesen Anlass komponiert hatte.
Geschichte
Der Standort der Basilika gilt seit dem frühen 11.
Jahrhundert als heilig, als König Stephan I.
hier Ungarns ersten Dom errichtete.
Die mittelalterliche Kirche wurde zerstört und mehrfach neu gebaut, unter anderem während der osmanischen Besatzung, als sie als Moschee genutzt wurde.
Der Bau der heutigen Basilika begann 1822 unter Erzbischof Sándor Rudnay, um die kirchliche Bedeutung von Esztergom wiederherzustellen.
Der Architekt József Hild vollendete das klassizistische Design 1869.
Die Basilika wurde im Zweiten Weltkrieg beschädigt, ist aber inzwischen wiederhergestellt.
Sie integriert die Bakócz-Kapelle, ein seltenes Renaissance-Relikt aus der ursprünglichen mittelalterlichen Kathedrale.
Umfangreiche Renovierungsarbeiten starteten 2019 und sollen dieses nationale Denkmal bis 2025 erhalten.
Ortsführer
Bakócz-Kapelle1506-1507
Eine Renaissance-Kapelle, die zwischen 1506 und 1507 von italienischen Meistern erbaut wurde, unter Verwendung von rotem Marmor aus Süttő. Sie ist mit toskanisch-rinassancistischen Motiven geschmückt. Es ist das kostbarste Beispiel für Renaissancekunst in Ungarn – sie wurde sorgfältig versetzt und 1823 in die Basilika integriert.
Kuppel und Panoramatreppe19. Jahrhundert
Die Kuppel erhebt sich 100 Meter über dem Boden und hat einen Durchmesser von 33,5 Metern. Besucher können etwa 400 Stufen vom Gewölbekeller (Krypta) hinaufsteigen, um den Panoramablick von der Aussicht auf die Kuppel über Esztergom und die Donau zu erreichen.
Domschatz1886
Der Schatz befindet sich im ersten Stock; er öffnete 1886 und bewahrt liturgische Kostbarkeiten, darunter das Kreuz der „Matthias“-Kalvariengruppe aus goldenem 15.-Jahrhundert-Holz („Matthias' Calvary“-Kreuz) sowie das Suki-Kelchgefäß, das Papst Johannes Paul II. 1991 benutzte.
Krypta1831
Die 1831 im Altägyptischen Stil erbaute Krypta dient als Ruhestätte für Erzbischöfe, darunter József Mindszenty – ein Symbol des Widerstands gegen totalitäre Regime.
Kontakt
Telefon: (06 33) 402 354