
Szolnok-Synagoge
Jász-Nagykun-Szolnok
Die Szolnok-Synagoge ist eine ehemalige neolog-jüdische Synagoge in Szolnok, Ungarn. Der bekannte Architekt Lipót Baumhorn entwarf das Gebäude, das 1898 fertiggestellt wurde. Es zeigt einen eklektischen Stil der Romanik-Wiederbelebung, angereichert mit Elementen der italienischen Gotik sowie Einflüssen aus Baumhorns Italien-Studienreise und von Ödön Lechner. Über dem zentralen Grundriss erhebt sich eine große Kuppel – ähnlich wie im Budapest Museum of Applied Arts –, gestützt von säulenartigen Pfeilern. Im Inneren gibt es eine Frauenempore; außerdem gab es einst eine reich verziert geformte Wiege, die durch ein schmiedeeisernes Gitter nahe der östlichen Wand abgetrennt war. Rundherum wird das Gebäude von einem reich verzierten Zaun umschlossen und umfasst zudem einen Winterraum sowie Büros. Nachdem es bis zum Zweiten Weltkrieg als Synagoge gedient hatte, wurde das Gebäude 1960 umfassend restauriert und beherbergt seitdem die Szolnok Gallery, ein Kunstmuseum, das vom Damjanich János Museum betrieben wird. Die harmonische äußere Kubatur und das reich dekorierte Innere machen die Szolnok-Synagoge zu einem einzigartigen architektonischen Wahrzeichen in Szolnok – sie spiegelt das kulturelle Erbe der Stadt und die historische Präsenz der jüdischen Gemeinde wider.
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Tipp: Besucher sollten vor dem Besuch die Öffnungszeiten der Szolnok Gallery prüfen, da sie saisonal variieren können. Am besten lässt sich die Synagoge im Frühling und Sommer besuchen, wenn die Stadt zusätzlich weitere kulturelle Veranstaltungen bietet. Für Gruppenbesuche oder besondere Ausstellungen wird empfohlen, Tickets im Voraus zu buchen. Ermäßigungen können für Studierende, Senioren und Gruppen verfügbar sein. Die Synagoge liegt zentral und ist in Szolnok mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar – ideal also für Touristen, die die Stadt erkunden.
Interessante Fakten
- •Die Synagoge wurde von Lipót Baumhorn entworfen, einem der produktivsten Synagogenarchitekten in Zentraleuropa.
- •Kuppel und Schmuck stehen stilistisch in Bezug zum Budapest Museum of Applied Arts.
- •Das Gebäude integriert Elemente der italienischen Gotik in seinen Fassaden – eine Seltenheit unter Synagogen.
- •Nach dem Zweiten Weltkrieg stellte die Synagoge ihre religiösen Funktionen ein und wurde 1960 in eine Kunstgalerie umgewandelt.
- •Die Szolnok-Synagoge gilt als die dritte von Baumhorn entworfene Synagoge und zeigt seinen sich weiterentwickelnden architektonischen Stil.
Geschichte
Die Szolnok-Synagoge wurde 1898 als dritte Synagoge errichtet, die von Lipót Baumhorn entworfen wurde – einem bedeutenden Architekten, der vor allem für seine Arbeiten an jüdischen Religionsbauten bekannt war.
Sie diente der neolog-jüdischen Gemeinde bis zum Zweiten Weltkrieg, danach endete ihre religiöse Funktion.
1960 wurde das Gebäude nach umfangreichen Renovierungen als Szolnok Gallery, ein Kunstmuseum in Verbindung mit dem Damjanich János Museum, umgewidmet.
Im Laufe der Jahrzehnte wurde die Synagoge als wichtiges kultur- und architekturgeschichtliches Denkmal erhalten – als Spiegel des jüdischen Erbes von Szolnok und der gesamten Region.
Ortsführer
Hauptsaal und Kuppel1898
Der zentrale Raum der Synagoge wird von einer großen Kuppel gekrönt, die auf säulenartigen Pfeilern ruht. Diese Kuppel, inspiriert vom Budapest Museum of Applied Arts, weist einen reichen Schmuck auf, der Baumhorns italienische Einflüsse betont und einen besonders wirkungsvollen Blickfang schafft.
Frauenempore1898
Die umlaufende Frauenempore bot im Inneren einen getrennten Sitzbereich für Frauen während der Gottesdienste – ein typisches Merkmal neologer Synagogen. Ihr Entwurf fügt sich nahtlos in die Gesamtarchitektur ein und steigert so das räumliche Erlebnis im Gebäude.
Verzierter Zaun und Winterraum1898
Die Synagoge ist von einem prächtigen Zaun umschlossen, der ihre ästhetische Wirkung verstärkt und die heiligen Grenzen markiert. Der Winterraum und die Büros erfüllten praktische Funktionen für die Gemeinde: Sie boten Räume für gemeinschaftliche Aktivitäten und Verwaltung.