Kloster Bélapátfalva

Kloster Bélapátfalva

Heves

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Das Kloster Bélapátfalva ist eine einzigartige mittelalterliche Zisterzienser-Abtei in der Nähe des Bél-kő-Gebirges im ungarischen Komitat Heves. Gegründet 1232 von Bischof Cletus Bél, ist die Klosterkirche die am besten erhaltene romanische Kirche in Ungarn. Das Bauwerk besitzt ein charakteristisches romanisches Portal sowie ein Rosenfenster an der Westfassade; abwechselnde Reihen aus rotem und grauem Stein erzeugen eine eindrucksvolle Optik. Ursprünglich im romanischen Stil errichtet, wurde die Kirche im 14. und 15. Jahrhundert mit gotischen Elementen umgestaltet. Zum Klosterkomplex gehörten einst auch die Gebäude der Mönchsgemeinschaft, die heute größtenteils Ruinen sind – mit Ausnahme der Kirche. Im Inneren sind das Presbyterium sowie die Säulenreihen des Kirchenschiffs erhalten; besonders bemerkenswert sind die Altäre, darunter der Altar des heiligen Emeric aus dem Jahr 1748, ein Meisterwerk ungarischer Rokoko-Kunst. Umgeben von einer malerischen, bewaldeten Landschaft und weithin vom nahegelegenen Bél-kő-Gebirge geprägt, bietet die Abtei ein kulturell reiches und zugleich ruhiges Erlebnis. Das Kloster beeinflusste auch die Architektur im Ausland und diente insbesondere als Inspiration für das Design der Zisterzienser-Kapelle Our Lady of Dallas in Texas. Stand 2024 befindet sich das Kloster in einer umfangreichen Restaurierung und ist vorübergehend für Besucher geschlossen.

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Tipp: Besucher sollten ihre Reise zwischen spätem Frühling und frühem Herbst planen, um die besten Wetter- und Landschaftsansichten zu genießen. Da die laufenden Restaurierungsarbeiten voraussichtlich mindestens bis in den Frühling 2024 dauern, empfiehlt sich eine vorherige Bestätigung der Öffnungszeiten. Tickets können vor Ort gekauft werden, sofern geöffnet ist, und möglicherweise gibt es Ermäßigungen für Gruppen oder Senioren. In Eger bieten nahegelegene Thermalbäder ein schönes zusätzliches Erlebnis nach dem Besuch der Abtei.

Interessante Fakten

  • Das Kloster Bélapátfalva ist die einzige vollständig erhaltene mittelalterliche romanische Zisterzienser-Abteikirche in Ungarn.
  • Das romanische Portal und das Rosenfenster der Abtei zählen zu ihren markanten architektonischen Merkmalen.
  • Das Kloster inspirierte das Design der Zisterzienser-Kapelle Our Lady of Dallas in Texas.
  • Die Abtei wurde 1232 von Bischof Cletus Bél gegründet und überstand Mongoleninvasionen sowie die türkische Besetzung.
  • Restaurierungsarbeiten im 20. und 21. Jahrhundert haben das einzigartige architektonische Erbe der Abtei bewahrt.

Geschichte

1232

Das Kloster wurde 1232 von Bischof Cletus Bél als zisterziensisches Kloster gegründet, das der Heiligen Jungfrau Maria gewidmet war.

1241

Der Bau wurde durch die Mongoleninvasion von 1241 unterbrochen; zu diesem Zeitpunkt war das Kloster nur teilweise fertiggestellt.

Später wurde der Bau mit einem anderen architektonischen Stil fortgesetzt, der sich im heutigen Bauwerk erkennen lässt.

Die Abtei blühte unter dem Bistum Eger bis ins 16.

Jahrhundert, als sie nach der Reformation und der türkischen Besetzung aufgegeben wurde.

Im 18.

1732

Jahrhundert verfiel sie zu Ruinen, wurde jedoch ab 1732 in mehreren Etappen restauriert; bedeutende Konservierungsarbeiten im 20.

Jahrhundert wurden unter anderem von dem Architekten Kálmán Lux geleitet.

Die Abtei ist bis heute ein bedeutendes Bauwerk der romanischen und gotischen Architektur in Ungarn.

Ortsführer

1
Westfassade und romanisches Portal13. Jahrhundert

Der prächtige Eingang besitzt ein großes, zurückspringendes Portal im typischen Stil der Romanik, verziert mit kunstvollen Steinmetzarbeiten. Darüber befindet sich ein dekoratives Rosenfenster, das das Langhaus mit natürlichem Licht erhellt.

2
Inneres mit Presbyterium und Kirchenschiff13. Jahrhundert

Im Inneren sind das Presbyterium und weite Teile des Säulenrundgangs (Arkaden) im Bereich des Kirchenschiffs aus der ursprünglichen romanischen Bauphase erhalten geblieben – und zeigen damit das frühe mittelalterliche Erbe des Bauwerks.

3
Altar des heiligen Emeric1748

In der rechten Seitenkapelle befindet sich dieser Altar aus dem Jahr 1748: ein Meisterwerk ungarischer Rokoko-Kunst mit vier Statuen in traditioneller ungarischer Tracht.

4
Ruinen des Klosters13. bis 16. Jahrhundert

Neben der Kirche befinden sich die Überreste der ehemaligen klösterlichen Gebäude, in denen einst die zisterziensischen Mönche lebten, die im 16. Jahrhundert jedoch größtenteils zerstört wurden.

Kontakt

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