Schloss Martonvásár

Schloss Martonvásár

Fejér

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Schloss Martonvásár, auch bekannt als Brunszvik-Palais, ist eine bedeutende aristokratische Residenz im Komitat Fejér in Ungarn. Ursprünglich wurde es zwischen 1783 und 1785 als barockes Herrenhaus errichtet und im 19. Jahrhundert schrittweise erweitert und zu einem Ensemble mit Elementen des Neoklassizismus und des Neugotischen umgestaltet. Das Schloss ist besonders wegen seiner Verbindung zu Ludwig van Beethoven bekannt: Er war Klavierlehrer der Brunszvik-Schwestern und schuf hier bedeutende Werke – darunter auch die Vollendung seiner Sonate „Appassionata“. Im Inneren befindet sich das eigens gewidmete Beethoven Memorial Museum, das diese Beziehung würdigt. Umgeben ist das Schloss von einem 70 Hektar großen englischen Garten, entworfen von Christian Heinrich Nebbien. Er bietet exotische Bäume, einen mit einer Insel versehenen Teich sowie eine Vielzahl seltener Pflanzen. Der Park, der zum Naturschutzgebiet erklärt wurde, erlitt im Zweiten Weltkrieg Schäden, wurde jedoch bis Mitte des 20. Jahrhunderts wiederhergestellt. Heute bietet das Schloss Martonvásár seinen Besuchern eine gelungene Mischung aus Kulturgeschichte, musikalischem Erbe und natürlicher Schönheit – und ist damit ein einzigartiges Reiseziel in Ungarn.

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Tipp: Besuchen Sie das Schloss Martonvásár im Frühling und im frühen Sommer, um den blühenden englischen Garten in vollen Zügen zu genießen. Es empfiehlt sich, Tickets für das Beethoven Memorial Museum im Voraus zu buchen – besonders an Wochenenden und an Feiertagen. Ermäßigungen gibt es möglicherweise für Studierende, Seniorinnen und Senioren sowie für Gruppen. Schloss und Park sind mit dem Auto sowie mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar; prüfen Sie vor Ihrem Besuch die Öffnungszeiten auf der offiziellen Website.

Interessante Fakten

  • Ludwig van Beethoven war Klavierlehrer der Brunszvik-Schwestern und komponierte Teile seiner Appassionata-Sonate im Schloss Martonvásár.
  • Der Schlosspark umfasst etwa 70 Hektar und wurde von Christian Heinrich Nebbien entworfen. Zu den exotischen Bäumen zählen u. a. Zedern und Sumpfzypressen.
  • Eine Statue von Beethoven des Bildhauers János Pásztor wurde auf der Insel des Parks aufgestellt, um den 100. Jahrestag des Todes des Komponisten zu ehren.
  • Das Schloss vereint barocke, neoklassizistische und neugotische Architekturformen – bedingt durch aufeinanderfolgende Erweiterungen und Renovierungen.
  • Im Zweiten Weltkrieg wurde das Schloss beschädigt und als Militärkrankenhaus genutzt, bevor es zu einem Museum und Forschungszentrum wurde.

Geschichte

Das Anwesen von Martonvásár ist seit dem 18.

Jahrhundert mit der Familie Brunszvik verbunden.

1783

Das ursprüngliche barocke Herrenhaus wurde zwischen 1783 und 1785 erbaut.

1872

In den 1820er-Jahren fügte Ferenc Brunszvik eine obere Etage im neoklassizistischen Stil hinzu, später renovierte sein Sohn Géza es von 1872 bis 1875 im neugotischen Stil.

1945

Das Schloss wechselte mehrfach den Besitzer – darunter gehörte es bis 1945 dem Bierbrauer Antal Dreher.

1953

Nach dem Zweiten Weltkrieg diente es als Militärkrankenhaus und wurde 1953 Eigentum der Ungarischen Akademie der Wissenschaften.

Restaurierungsarbeiten in den 1970er-Jahren stellten einen Großteil des historischen Charakters des Schlosses wieder her.

1953

Auch der englische Garten wurde nach den Kriegsschäden wiederhergestellt und 1953 als geschütztes Naturgebiet ausgewiesen.

Ortsführer

1
Beethoven Memorial Museum

Dieses Museum im Inneren des Schlosses ist Ludwig van Beethoven gewidmet und zeigt sein Leben, seine Werke sowie seine Verbindung zur Familie Brunszvik. Zu den Exponaten zählen Originalmanuskripte, Briefe und Instrumente aus der jeweiligen Zeit.

2
Der Hauptsaal und die Fassade des Schlosses1783-1785 (initial construction), 1820s and 1872-1875 (renovations)
Brunszvik family and architects including Christian Heinrich Nebbien (garden)

Die Hauptfassade des Schlosses zeigt eine anspruchsvolle Komposition aus Risaliten und dreifachen Fenstern mit Spitzbögen, gekrönt von Zinnen-Giebeln und kleinen Türmchen. Der Hauptsaal spiegelt die im 19. Jahrhundert eingeführten neoklassizistischen und neugotischen Stilelemente wider.

3
Englischer GartenEarly 19th century
Christian Heinrich Nebbien

Entworfen von Christian Heinrich Nebbien ist dieser 70 Hektar große englische Landschaftsgarten mit einem Teich mit Insel sowie exotischen Bäumen wie Zedern und Sumpfzypressen und einer vielfältigen Pflanzenwelt gestaltet. Er ist ein geschütztes Naturgebiet und ein besonderes Highlight für alle, die Ruhe und Natur suchen.

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