
Ungarische Staatsoper
Budapest
Die Ungarische Staatsoper, gelegen an der Andrássy út im Zentrum von Budapest, ist ein Meisterwerk der Architektur des 19. Jahrhunderts, entworfen von Miklós Ybl. Das Gebäude wurde 1884 eröffnet und ist vor allem wegen seines neorenaissanceartigen Stils bekannt, der mit barocken Elementen angereichert ist. Für die aufwendigen Innendekorationen sorgten bedeutende ungarische Künstler wie Bertalan Székely, Mór Than und Károly Lotz. Der hufeisenförmige Zuschauerraum bietet Platz für 1.261 Besucher und gilt als einer der Akustik-Highlights in Europa – nur knapp hinter La Scala in Mailand und dem Palais Garnier in Paris. Die Fassade ist mit Statuen bedeutender ungarischer Komponisten geschmückt: Ferenc Erkel, der die Nationalhymne komponierte, sowie Franz Liszt. Im Inneren können Besucher prunkvolle Fresken mit den neun Musen bewundern, eine große Treppe als Bühne für gesellschaftliches Flanieren und einen massiven bronzenen Kronleuchter, der ein Fresko mit griechischen Göttern erhellt. Die Opernhaus-Saison ist von September bis Juni lebendig: Auf dem Programm stehen Opernaufführungen und das Ungarische Nationalballett. Geführte Touren werden in mehreren Sprachen angeboten und ermöglichen es, die reiche künstlerische und architektonische Tradition des Hauses zu entdecken. Die Staatsoper bleibt ein kulturelles Wahrzeichen und ein Symbol des musikalischen Erbes Ungarns.
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Tipp: Um die Ungarische Staatsoper in vollen Zügen zu genießen, planen Sie Ihren Besuch während der Opernsaison von September bis Juni. Es empfiehlt sich, Tickets im Voraus zu buchen – besonders für beliebte Vorstellungen und den jährlichen Budapest Opera Ball. Führungen sind nahezu täglich in sechs Sprachen verfügbar und geben tiefe Einblicke in die Geschichte und Kunst des Hauses. Für ein weniger volles Erlebnis lohnt sich ein Besuch am späten Nachmittag. Ermäßigungen gibt es möglicherweise für Studierende, Seniorinnen und Senioren sowie Gruppen. Prüfen Sie für die neuesten Spielpläne und Ticketinformationen die offizielle Website.
Interessante Fakten
- •Der Zuschauerraum soll die drittbeste Akustik in Europa haben – nach La Scala in Mailand und dem Palais Garnier in Paris.
- •Der große bronzene Kronleuchter wiegt etwa 3.050 Kilogramm und beleuchtet ein Fresko mit griechischen Göttern auf dem Olymp.
- •Statuen von Ferenc Erkel und Franz Liszt, zwei der bekanntesten Komponisten Ungarns, flankieren den Haupteingang.
- •Die Loge des Königs befindet sich zentral und ist mit Skulpturen verziert, die die vier Typen der Opern-Stimme symbolisieren: Sopran, Alt, Tenor und Bass.
- •Das Gebäude verfügt über eine drehbare Bühne und eine hydraulische Metallmechanik – damals modernste Technologien.
Geschichte
Die Ungarische Staatsoper wurde zwischen 1875 und 1884 errichtet und von dem renommierten Architekten Miklós Ybl entworfen.
Am 27.
September 1884 wurde sie offiziell eröffnet – mit Kaiser Franz Joseph I.
als Ehrengast.
Die Opernkompanie hatte zunächst mit künstlerischen Herausforderungen zu kämpfen, blühte jedoch unter der Leitung von Gustav Mahler von 1888 bis 1891 auf.
Von 1980 bis 1984 fanden große Renovierungsarbeiten statt; exakt 100 Jahre nach der ursprünglichen Eröffnung wurde das Haus wiedereröffnet.
Im Laufe ihrer Geschichte war die Staatsoper ein zentrales Kulturinstitut in Budapest – sie überstand die Auswirkungen zweier Weltkriege und entwickelte sich zum führenden Opern- und Ballett-Standort Ungarns.
Ortsführer
Hauptrang (Zuschauerraum)1884
Der hufeisenförmige Zuschauerraum bietet Platz für 1.261 Personen. Er ist berühmt für seine außergewöhnliche Akustik und das elegante Design – mit einem großen bronzenen Kronleuchter und Fresken von Károly Lotz.
Fassade und Eingang1884
Die symmetrische neorenaissancezeitliche Fassade ist mit Statuen von Ferenc Erkel und Franz Liszt geschmückt, die von Alajos Stróbl gefertigt wurden. Sie stehen als Zeichen für das reiche musikalische Erbe Ungarns.
Große Treppe und Foyer1884
Eine breite Steintreppe, beleuchtet von Lampen aus Schmiedeeisen, führt in das Foyer. Dort finden sich Marmorsäulen sowie gewölbte Decken, die mit Fresken der neun Musen von Bertalan Székely und Mór Than dekoriert sind.
Königsloge1884
Zentral im dreistöckigen Rundbereich gelegen, ist die Königsloge mit Skulpturen verziert, die die vier Typen der Opern-Stimme symbolisieren: Sopran, Alt, Tenor und Bass. Damit unterstreicht sie den klaren Opern-Fokus des Gebäudes.
Kontakt
Telefon: (06 1) 472 0449