Parlamentsgebäude

Parlamentsgebäude

Budapest

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Das Ungarische Parlamentsgebäude befindet sich am Kossuth-Platz in Budapest auf der Pest-Seite der Donau. Es ist Sitz der Ungarischen Nationalversammlung und ein Symbol für nationalen Stolz. Der Architekt Imre Steindl entwarf das Gebäude im neugotischen Stil mit Einflüssen der Renaissance; fertiggestellt wurde es 1904, nachdem der Bau fast zwei Jahrzehnte gedauert hatte. Die symmetrische Fassade, die zentrale Kuppel und die reich verzierten Details spiegeln Einflüsse vom Wiener Rathaus und vom Palace of Westminster in London wider. Das Gebäude verfügt über 691 Räume, 27 Tore und 29 Treppenhäuser; die prunkvollen Innenräume umfassen Fresken, Glasfenster und über 200 Büros. Die Höhe der Kuppel von 96 Metern erinnert an das ungarische Jahrtausend im Jahr 1896. Heute wird einer der beiden identischen Parlamentsäle für Gesetzgebungssitzungen genutzt, der andere für Zeremonien und Führungen. Zudem ist das Parlamentsgebäude mit 242 Skulpturen geschmückt, die ungarische Herrscher und historische Persönlichkeiten darstellen – ein wahres Kleinod an Kultur und Architektur.

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Tipp: Besucher sollten ihren Besuch idealerweise im Frühling oder im frühen Herbst einplanen, wenn das Wetter angenehm ist und weniger Andrang herrscht. Es empfiehlt sich, geführte Touren oder Tickets im Voraus zu buchen, um lange Wartezeiten zu vermeiden. Ermäßigungen gibt es häufig für Studierende, Senioren und Gruppen. Während Parlaments­sitzungen ist der Zugang zum Gebäude eingeschränkt – daher lohnt sich ein Blick auf die offizielle Website für Öffnungszeiten und besondere Veranstaltungen.

Interessante Fakten

  • Das Gebäude enthält über 40 Millionen Ziegelsteine und eine halbe Million wertvoller Steine.
  • Die Höhe der Kuppel von 96 Metern steht sinnbildlich für das Jahr 896 und markiert die ungarische Eroberung des Karpatenbeckens.
  • An der Fassade gibt es 242 Skulpturen, darunter Statuen von Árpád, Stephan I. und János Hunyadi.
  • Das Parlament hat zwei identische Säle: Einer wird noch immer für Sitzungen genutzt, der andere für Zeremonien und Führungen.
  • Bis 2021 gehörte das Gebäude zu den höchsten Bauwerken Budapests, bis es vom MOL Campus übertroffen wurde.

Geschichte

1873

Budapest wurde 1873 vereinigt, was den Bedarf nach einem repräsentativen Parlamentsgebäude mit Symbolcharakter für die Souveränität Ungarns auslöste.

1881

1881 wählte ein internationaler Designwettbewerb den neugotischen Entwurf von Imre Steindl, inspiriert vom Palace of Westminster.

1885

Der Bau begann 1885, und das Gebäude wurde 1896 anlässlich des ungarischen Millennium-Jubiläums eingeweiht – die Fertigstellung dauerte jedoch bis 1904.

Der Architekt Steindl verlor vor der Vollendung sein Augenlicht und starb.

1990

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Parlament ein Einkammernparlament, und die Nutzung des Gebäudes entwickelte sich weiter; unter anderem wurde 1990 ein roter Stern aus der kommunistischen Ära von der Kuppel entfernt.

Ortsführer

1
Hauptfassade und Eingang1904
Imre Steindl

Die Hauptfassade zeigt zum Fluss Donau und trägt Statuen ungarischer Herrscher und militärischer Anführer; über den Fenstern befinden sich Wappen. Der offizielle Eingang liegt auf der Ostseite am Kossuth-Platz und wird von zwei Löwen bewacht.

2
Zentrale Kuppel1904
Imre Steindl

Die Renaissance-Revival-Kuppel steigt 96 Meter hoch und symbolisiert das ungarische Jahrtausend. Sie ist das architektonische Herzstück und verbindet gotische und renaissancezeitliche Elemente.

3
Parlamentssaal(e)1904
Imre Steindl

Es gibt zwei symmetrische Parlaments­säle: Der südliche Saal wird für Gesetzgebungssitzungen genutzt, während der nördliche Saal Zeremonien, Konferenzen und geführte Touren beherbergt. Jeder Saal spiegelt den neugotischen Stil des Gebäudes und seine historische Funktion wider.

4
Innenausstattung1904
Verschiedene Künstler, darunter Miksa Róth

Im Inneren können Besucher geflieste Decken, Buntglasfenster von Miksa Róth, Glas-Mosaike sowie die Büste des Architekten Imre Steindl bewundern. Prunkvolle Treppen und reich dekorierte Räume zeigen das künstlerische Erbe Ungarns.

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