Szent István-Höhle

Szent István-Höhle

Borsod-Abaúj-Zemplén

75/10060 min

Die Szent István-Höhle liegt im Nationalpark Bükk bei Lillafüred in Ungarn und gehört zu den schönsten ausgebauten Tropfsteinhöhlen des Landes. Sie entstand in triassischem Kalkgestein und bietet eine Vielzahl bemerkenswerter Sinter- und Stalagmit-Formationen – darunter die markante „Mamutfogsor“ („Mammut-Zahn“) sowie die reich verzierte „Oszlopok csarnoka“ („Saal der Säulen“). Die Höhle erstreckt sich über mehr als 1.500 Meter bei einem Höhenunterschied von 101 Metern, doch für Besucher ist nur ein 170-Meter-Abschnitt geöffnet. Zu den großen Hallen zählt die „Gizella királynő-csarnok“ („Königin-Gizella-Saal“) mit einer eindrucksvollen Formation namens „Óriás-vízesés“ („Riesiger Wasserfall“). Die kühle, saubere Luft mit nahezu 100 % Luftfeuchtigkeit hat dazu geführt, dass ein Teil der Höhle seit 1991 als Heilhöhle ausgewiesen ist und für Atemwegstherapien genutzt wird. Entdeckt wurde sie 1913, nachdem ein Hund in den 15 Meter tiefen natürlichen Eingang gefallen war. Für den Tourismus wurde sie ab 1927 erschlossen und 1931 für die Öffentlichkeit geöffnet. Das Beleuchtungssystem wurde modernisiert, um das Wachstum von Moos zu verhindern, das durch frühere Beleuchtungssysteme verursacht wurde. Besucher können gut gepflegte Wege mit Stufen und Geländern erkunden und dabei die geologischen Wunder der Höhle sowie ihre ruhige Atmosphäre erleben.

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Tipp: Besuchen Sie die wärmeren Monate von April bis September, wenn die Führungen täglich von 9:00 bis 17:00 Uhr stattfinden. Ziehen Sie sich warm an, da die Höhlentemperatur ganzjährig etwa 10 °C beträgt. Eine vorherige Buchung wird empfohlen, besonders für Gruppen. Besucher mit dem Miskolc Pass sollten sich mindestens 10 Minuten vor Beginn der Tour an der Kasse registrieren. Ab Januar 2025 werden in der Black Hall der Höhle tägliche Programme zur Entspannung und Regeneration angeboten, die eine vorherige Anmeldung per E-Mail oder Telefon erfordern.

Interessante Fakten

  • Die Höhle wurde 1913 entdeckt, nachdem ein Hund in den 15 Meter tiefen natürlichen Eingang gefallen war.
  • Sie ist die am längsten erschlossene Höhle in den Bükk-Bergen mit über 1.500 Metern an Gängen.
  • Ein Teil der Höhle wurde 1991 wegen der sauberen, kühlen und feuchten Luft, die bei Atemwegserkrankungen hilfreich ist, zur Heilhöhle erklärt.
  • Die Höhle besitzt eine einzigartige Tropfsteinformation namens „Mamutfogsor“ („Mammut-Zahn“).
  • Überschwemmungen in den Jahren 1958 und 1974 ließen Wasser aus dem Höhleneingang auf die Straße ausbrechen.
  • Die Beleuchtung der Höhle wurde modernisiert, um das Wachstum von Moos zu verhindern, das durch frühere Beleuchtungssysteme verursacht wurde.

Geschichte

1913

Die Höhle wurde 1913 entdeckt, als ein Hund in den natürlichen Eingang fiel.

Dadurch wurde sie von Ottokár Kadić weiter erforscht.

1927

Die Erschließung für den Tourismus begann 1927 unter der Leitung von Ferenc Révay, mit der Installation von Beleuchtung und Wegen.

1931

Im August 1931 wurde sie offiziell für Besucher geöffnet.

1991

Im Laufe der Jahrzehnte wurde die Höhle wegen ihrer geologischen Schönheit und der therapeutisch wirksamen Luftqualität anerkannt, erhielt einen geschützten Status und wurde 1991 zur Heilhöhle erklärt.

Ihr Name würdigt König Stephan I.

von Ungarn und spiegelt damit ihre kulturelle Bedeutung wider.

Ortsführer

1
Mamutfogsor (Mammut-Zahn)

Eine eindrucksvolle Tropfsteinformation, die an einen Mammut-Zahn erinnert und die besonderen mineralischen Ablagerungen sowie die Ausbildung der Sinterbildungen in der Höhle zeigt.

2
Oszlopok csarnoka (Saal der Säulen)

Der reichste Abschnitt der Höhle in Bezug auf Tropfsteinsäulen – mit atemberaubenden Ausblicken auf Sinterfahnen und Stalagmiten, die sich zu Pfeilern vereint haben.

3
Gizella királynő-csarnok (Königin-Gizella-Saal)

Die größte Kammer der Höhle mit der „Óriás-vízesés“ („Riesiger Wasserfall“) sowie fossilen Wasserfluss-Formationen. Sie veranschaulicht die ganze Pracht der Höhle.

4
Fekete-terem (Black Hall)1988

Ein speziell ausgewiesener Bereich der Höhle als Heilsektion mit stabilem Mikroklima, der für Atemwegstherapie und Entspannungsprogramme genutzt wird.

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