Baradla-Höhle

Baradla-Höhle

Borsod-Abaúj-Zemplén

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Die Baradla-Höhle, Teil des ausgedehnten Höhlensystems Baradla–Domica, zählt zu den bekanntesten und ältesten in Ungarn erforschten Tropfsteinhöhlen. In der Region Aggtelek-Karst gelegen, erstreckt sich dieses Naturwunder über mehr als 25,5 Kilometer – einschließlich der 5,3 km langen Domica-Höhle in der Slowakei. Die Höhle besitzt einen schlängelnden Hauptgang von etwa 7 Kilometern Länge. Die Felstunnel sind im Durchschnitt etwa 10 Meter breit und 7 bis 8 Meter hoch; dazwischen liegen gewaltige Hohlräume, in denen bis zu 1.000 Personen Platz finden können. Im Inneren wartet eine schillernde Vielfalt aus Tropfsteinen und Sinterterrassen in unterschiedlichen Farben und Formen – darunter der weltweit höchste bekannte Sinterstein mit 37,2 Metern. Das Höhlensystem beherbergt ein vielfältiges Ökosystem mit über 500 in Höhlen lebenden Arten, darunter 21 Fledermausarten. Natürliche Eingänge gibt es bereits seit der Antike, wofür auch Spuren des Menschen aus der Jungsteinzeit an den natürlichen Zugängen sprechen. Die Höhle ist vom Dorf Aggtelek aus zugänglich, das unter einer markanten weißen Felswand eingebettet liegt. Aufgrund ihrer geologischen und ökologischen Bedeutung wurde die Baradla-Höhle und der umliegende Aggtelek-Karst 1995 zum UNESCO-Welterbe erklärt und unterliegen dem Schutz im Rahmen internationaler Naturschutzabkommen. Besucher können das ganze Jahr über geführte Touren und mehrere Wanderwege innerhalb des Aggtelek-Nationalparks genießen.

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Tipp: Besucher werden geraten, ihren Besuch in den wärmeren Monaten zu planen – für angenehmes Wandern und Höhlentouren. Es wird empfohlen, geführte Touren im Voraus zu buchen, insbesondere in der Hochsaison, um die Verfügbarkeit sicherzustellen. Ermäßigungen können für Studierende, Seniorinnen und Senioren sowie Gruppen verfügbar sein. Die Wege in der Höhle sind für eine sichere Erkundung ausgelegt, dennoch werden festes Schuhwerk und warme Kleidung empfohlen, da es in der Höhle kühler ist. In manchen Bereichen kann das Fotografieren zum Schutz der Höhlenumgebung eingeschränkt sein.

Interessante Fakten

  • Das Höhlensystem Baradla–Domica erstreckt sich über 25,5 Kilometer und zählt damit zu den größten Höhlensystemen in Mitteleuropa.
  • Es beherbergt den weltweit höchsten bekannten Sinterstein mit 37,2 Metern (122 Fuß).
  • In der Höhle leben über 500 Arten höhlenbewohnender Tiere, darunter 21 Fledermausarten.
  • Einer der größten Hohlräume in der Höhle kann bis zu 1.000 Personen gleichzeitig aufnehmen.
  • Das Höhlensystem zeigt Karst-Landschaftsmerkmale, die sowohl von tropischen als auch von gemäßigten klimatischen Einflüssen geprägt sind.

Geschichte

Die Baradla-Höhle ist seit der Antike bekannt und besucht; Spuren menschlicher Präsenz aus der Jungsteinzeit wurden nahe ihren natürlichen Eingängen gefunden.

1549

Die erste schriftliche Überlieferung geht auf das Jahr 1549 zurück.

1794

Die Höhle wurde erstmals 1794 von Joseph Sartory vermessen; der anfänglich kartierte Abschnitt umfasste bis 1825 1,8 Kilometer.

1825

Der Ingenieur Imre Vass erweiterte die Erkundung 1825 um etwa 5 Kilometer.

1831

Dabei entstanden detaillierte Karten und Beschreibungen, die 1831 veröffentlicht wurden.

1806

Früh entstandene touristische Infrastruktur wurde bereits 1806 eingerichtet, um Besuche zu erleichtern.

1890

Weitere Ausweitungen waren die Schaffung der Eingänge zum Roten See im Jahr 1890 sowie neu entdeckte Passagen in den 1920er-Jahren.

1932

Die Verbindung zwischen den Höhlen Baradla und Domica wurde 1932 von Hubert Kessler bestätigt.

Das gesamte Höhlensystem und seine Einzugsgebiete stehen seit dem späten 20.

1995

Jahrhundert unter Schutz – mit der UNESCO-Welterbeauszeichnung 1995 und dem Ramsar-Schutz für Feuchtgebiete im Jahr 2001.

Ortsführer

1
Hauptgang und große Hohlräume

Ein sich schlängelnder Hauptgang mit einer Länge von 7 Kilometern, dazu Felsentunnel mit durchschnittlich 10 Metern Breite und 7 bis 8 Metern Höhe, mit mehreren großen Hohlräumen. Ein Hohlraum ist groß genug, um 1.000 Besucher aufzunehmen – und zeigt überall beeindruckende Tropfsteinformationen.

2
Der höchste Sinterstein der Welt

Ein bemerkenswerter Sinterstein mit 37,2 Metern Höhe, der als höchster bekannter Sinterstein weltweit gilt und im Höhlensystem Baradla–Domica liegt.

3
Lebensraum für Biodiversität

Das Höhlensystem ist Heimat für über 500 troglodyten Arten, darunter 21 Fledermausarten. Damit ist es ein wichtiger ökologischer Lebensraum für höhlenbewohnende Tiere.

Kontakt

Telefon: 058/788 20 10