
Moschee von Pasha Qasim
Baranya
Die Moschee von Pasha Qasim, offiziell als Gyertyaszentelő Boldogasszony-templom bekannt, liegt mitten im Zentrum von Pécs, Ungarn. Ursprünglich war sie eine christliche Kirche; Mitte des 16. Jahrhunderts wurde sie während der osmanischen Herrschaft zur Moschee umgewandelt. Sie gilt als die nördlichste in Europa noch erhaltene Moschee aus jener Zeit. Charakteristisch ist der markante, türkische Kuppelbau, der auf einem achteckigen Tambour ruht, und die Ausrichtung Richtung Mekka – mit den typischen Ogee-Fenstern. Der Minarettturm, der einst Teil des Komplexes war, wurde im 18. Jahrhundert teilweise zerstört und abgetragen. Nach der Zeit der Osmanen wurde das Gebäude zu einer katholischen Kirche umgestaltet – mit barocken und rokokoartigen Elementen im Inneren. Die Architektur der Moschee zeigt eine gelungene Mischung aus mittelalterlichen christlichen und osmanisch-islamischen Einflüssen und macht sie zu einem einzigartigen historischen Bauwerk. Bis heute ist sie ein wichtiges Symbol von Pécs und wird auch heute noch für Gottesdienste genutzt. Besucher können die sichtbaren osmanischen Dekorationen sowie die baulichen Anpassungen bestaunen, die sich über Jahrhunderte hinweg angesammelt haben – und so die kulturellen Schichten sichtbar machen, die im Gebäude verwurzelt sind.
Planen Sie Ihre Reise nach Ungarn mit KI
Erstellen Sie in wenigen Minuten einen detaillierten Reiseplan. KI schlägt die besten Orte, Restaurants und eine optimierte Route vor.
Tipp: Planen Sie Ihren Besuch am besten außerhalb der regelmäßigen Zeiten der katholischen Messe, damit Sie Architektur und Geschichte ungestört in vollen Zügen erleben können. Die beste Zeit ist unter der Woche, wenn die Kirche für Besichtigungen zugänglich ist. Eine vorherige Ticketbuchung ist in der Regel nicht nötig, da das Haus als aktive Kirche genutzt wird. Nahegelegene Attraktionen in Pécs können Ihren Besuch ergänzen. Spezifische Rabatte werden nicht genannt, doch es lohnt sich, bei den örtlichen Tourismusbüros nach Angeboten für Kombitickets zu fragen.
Interessante Fakten
- •Sie ist die nördlichste erhaltene osmanische Moschee in Europa.
- •Die Moschee wurde auf dem Gelände einer älteren mittelalterlichen christlichen Kirche errichtet.
- •Evliya Çelebi, ein berühmter osmanischer Reisender, lobte die Moschee in den 1660er-Jahren.
- •Zwei türkische Waschbecken aus einem nahegelegenen osmanischen Bad wurden als Tauf-/Weihwasserbecken in die Kirche übernommen.
- •Die Moschee ist Richtung Mekka ausgericht – ungewöhnlich im Vergleich zum Straßennetz der Stadt.
- •Das Minarett wurde 1766 teilweise zerstört und anschließend entfernt.
- •Im Inneren sind sichtbare osmanische Verzierungen und Quran-Inschriften zu sehen – unter späteren christlichen Ergänzungen.
Geschichte
Das ursprüngliche Gebäude an dieser Stelle war eine mittelalterliche christliche Kirche, die vermutlich im frühen 13.
Jahrhundert begann.
Nach der osmanischen Eroberung im 16.
Jahrhundert wurde die Kirche abgerissen und in den 1560er-Jahren als Moschee neu errichtet – angeblich finanziert durch Schätze, die vor Ort gefunden wurden.
Während der osmanischen Herrschaft diente sie als Moschee und wurde von dem Reisenden Evliya Çelebi in den 1660er-Jahren beschrieben.
Nach dem Rückzug der Osmanen wurde die Moschee Anfang des 18.
Jahrhunderts wieder in eine katholische Kirche umgewandelt, wobei es bedeutende Umbauten im Barock- und Rokoko-Stil gab.
Das Minarett wurde 1766 teilweise zerstört und anschließend entfernt.
Das Gebäude wird seitdem als religiöses und historisches Denkmal gepflegt und spiegelt seine wechselvolle Vergangenheit wider.
Ortsführer
Haupthalle für das Gebet1560s
Der zentrale, kuppelbedeckte Bereich, der früher während der osmanischen Zeit für die Gemeinschaftsgebete genutzt wurde. Er zeigt sichtbare osmanische Zierputzarbeiten und Inschriften unter den späteren christlichen Veränderungen.
Standort des Minaretts16th century - 1766
Der Ort, an dem das Minarett der Moschee einst auf der Südwestseite stand – teilweise in die Fundamente der mittelalterlichen Kirche integriert. Das Minarett wurde 1766 teilweise zerstört und später entfernt.
Osmanische Waschbecken16th century
Zwei steinerne Becken, die ursprünglich für rituelle Waschungen (Ablutionen) im angrenzenden osmanischen Bad genutzt wurden, heute jedoch als Weihwasserbecken im Kirchen-Sakristeibereich dienen – wiederverwendet.
Kontakt
Telefon: 06 30 373 8900