Alte Synagoge von Kecskemét

Bács-Kiskun

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Die Alte Synagoge von Kecskemét liegt im Zentrum Ungarns im Komitat Bács-Kiskun und ist ein bedeutendes historisches und architektonisches Wahrzeichen. Sie wurde ursprünglich zwischen 1864 und 1868 errichtet. Der Entwurf stammt von János Zitterbarth. Das Gebäude vereint maurische und romantische Stile und spiegelt damit das reiche kulturelle Erbe der jüdischen Gemeinde in Kecskemét wider. Zunächst war die Synagoge der örtlichen Neolog-Gemeinde vorbehalten; sie bot Platz für 600 Personen – ein Zeugnis von der einst blühenden jüdischen Bevölkerung in der Stadt. Das Innere war aufwendig gestaltet, unter anderem mit gusseisernen Säulen und bemalten Decken, doch diese Merkmale sind heute nur noch auf alten Fotografien zu sehen. Nach dem Erdbeben von 1911 wurde die ursprüngliche Zwiebelkuppel durch eine von Lipót Baumhorn entworfene Lotusknospenkuppel ersetzt. Während des Zweiten Weltkriegs wurde die Synagoge von SS-Offizieren als Pferdestall zweckentfremdet, und die jüdische Gemeinde erlitt im Holocaust verheerende Verluste. Das Gebäude stellte den religiösen Betrieb ein und wurde 1966 von der Stadt erworben. 1974 machten die Architekten József Kerényi und Lajos Udvardi daraus ein Kultur- und Konferenzzentrum. Heute beherbergt es permanente Ausstellungen, darunter Gipsabgüsse von 15 Michelangelo-Skulpturen, und dient als Veranstaltungsort für Konzerte sowie für lokale Organisationen – so bleibt die Erinnerung an das jüdische Erbe Kecskeméts lebendig und seine kulturelle Bedeutung erhalten.

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Tipp: Besucher sollten in Erwägung ziehen, an kulturellen Veranstaltungen oder Ausstellungen im Gebäude teilzunehmen, um seine heutige lebendige Rolle zu erleben. Die beste Zeit für einen Besuch sind lokale Feste oder die geplanten Konzerte. Es wird empfohlen, Tickets im Voraus für besondere Ausstellungen oder Events zu buchen. Ermäßigungen können für Studierende und Gruppen verfügbar sein. Das Gebäude liegt zentral in Kecskemét und ist daher gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar.

Interessante Fakten

  • Die Synagoge hatte ursprünglich gusseiserne Säulen und eine reich bemalte Decke; diese sind heute nur noch auf historischen Fotografien zu sehen.
  • Das Erdbeben von 1911 ließ die ursprüngliche Zwiebelkuppel schief werden, sodass sie durch eine Lotusknospenkuppel ersetzt werden musste.
  • Während des Zweiten Weltkriegs wurde das Gebäude von SS-Offizieren als Stall genutzt – das ist eine dunkle Phase in seiner Geschichte.
  • Heute beherbergt das Gebäude als permanente Ausstellung Gipsabgüsse von 15 Michelangelo-Skulpturen.
  • Die Synagoge ist ein Beispiel für die Neolog-jüdische Architektur und verbindet maurische und romantische Stile.

Geschichte

1746

Die jüdische Gemeinde siedelte sich erstmals 1746 in Kecskemét an und wuchs rasch auf über tausend Mitglieder.

Zunächst beteten sie in einem umgebauten Wohngebäude, bevor sie ihre erste Synagoge errichteten.

1864

Die wachsende Gemeinde, geleitet von Oberrabbiner Simon Henrik Fischmann, ließ das heutige Synagogengebäude zwischen 1864 und 1868 bauen.

1911

Das Erdbeben von 1911 beschädigte die ursprüngliche Kuppel, die im Zuge der Renovierungsarbeiten durch eine Lotusknospenkuppel ersetzt wurde, die von Lipót Baumhorn entworfen wurde.

Während des Zweiten Weltkriegs wurde die Synagoge entweiht und von SS-Truppen als Stall genutzt.

Nach dem Krieg ging die jüdische Bevölkerung durch Deportationen und Gräueltaten drastisch zurück.

1966

Die Stadt kaufte das Gebäude 1966 und wandelte es 1974 in ein Kulturzentrum um – und bewahrte dabei sein architektonisches Erbe, während es für neue Nutzungen angepasst wurde.

Ortsführer

1
Hauptsaal1864-1868
János Zitterbarth

Der zentrale Gebetsraum bot ursprünglich Platz für 600 Gläubige und war mit aufwendigen Inneneinbauten ausgestattet, darunter gusseiserne Säulen und bemalte Decken – ein Ausdruck der architektonischen Pracht der Synagoge.

2
Kuppel1911 renovation
Lipót Baumhorn

Die Kuppel der Synagoge war zunächst zwiebelartig, wurde aber nach dem Erdbeben von 1911 durch eine Lotusknospenkuppel ersetzt – entworfen von dem renommierten Architekten Lipót Baumhorn.

3
Permanente Michelangelo-Skulpturenausstellungpost-1974

Eine Sammlung aus 15 Gipsabgüssen von Michelangelos Skulpturen wird dauerhaft ausgestellt – und zeigt damit den kulturellen Wandel des Gebäudes von einem religiösen zu einem künstlerischen Veranstaltungsort.