
Kathedrale des Heiligen Domnius
Splitsko-dalmatinska županija
Die Kathedrale des Heiligen Domnius liegt innerhalb des Diokletianpalastes in Split, Kroatien, und gilt als die älteste katholische Kathedrale der Welt. Zunächst wurde sie im frühen 4. Jahrhundert als Mausoleum für den römischen Kaiser Diokletian errichtet und später nach der Christianisierung der Region zu einer christlichen Kirche umgebaut. Nach der Zerstörung der nahegelegenen Stadt Salona im 7. Jahrhundert siedelten die Überlebenden im Palast um und machten aus dem Mausoleum eine Kathedrale, die dem Heiligen Domnius gewidmet ist – dem ersten Bischof von Salona und einem christlichen Märtyrer. Architektonisch behält die Kathedrale ihre ursprüngliche achteckige Form mit Kuppel und korinthischen Säulen bei und verbindet römisch-kaiserliche mit mittelalterlich-christlichen Elementen. Besonders hervorzuheben sind die kunstvoll geschnitzten hölzernen Türen von Andrija Buvina aus dem Jahr 1214, die 28 Szenen aus dem Leben Jesu darstellen, sowie der Glockenturm, der vermutlich im 13. Jahrhundert erbaut wurde. Im Inneren befindet sich eine sechseckige Kanzel aus kostbarem Porphyr und Marmor – ein Zeugnis mittelalterlicher Handwerkskunst. Außerdem beherbergt die Kathedrale Reliquien von Heiligen und historische Artefakte, die ihre religiöse und kulturelle Bedeutung in Dalmatien und Kroatien unterstreichen.
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Tipp: Besucher werden empfohlen, die Kathedrale am Vormittag zu besichtigen, um Menschenmengen zu vermeiden und die detaillierten Holztüren sowie die Kunst im Inneren in Ruhe zu entdecken. In der Hochsaison wird der Ticketkauf im Voraus empfohlen. Ermäßigungen gibt es möglicherweise für Studierende, Senioren und Gruppen. Die Kathedrale ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar und liegt zentral im historischen Zentrum von Split.
Interessante Fakten
- •Die Kathedrale ist die älteste katholische Kathedrale der Welt, die noch in Gebrauch ist.
- •Ihre hölzernen Türen, 1214 von dem lokalen Meister Andrija Buvina geschnitzt, sind ein seltenes Beispiel für romanische Holzkunst in Europa.
- •Der Glockenturm wurde vermutlich von Kolafisa, der Witwe eines lokalen Adligen, finanziert – so ist es in einer verlorenen Inschrift von 1257 vermerkt.
- •Die Kathedrale war ursprünglich das Mausoleum von Kaiser Diokletian, der die frühen Christen verfolgte – darunter auch den Heiligen Domnius.
- •Im Inneren der Kathedrale steht eine Kanzel aus seltenem rotem und grünem Porphyr; die Materialien stammen vermutlich von der kaiserlichen Sarkophagplatte.
Geschichte
Ursprünglich wurde das Bauwerk im frühen 4.
Jahrhundert als Mausoleum von Kaiser Diokletian errichtet.
In der 7.
Jahrhundert wurde es nach dem Fall von Salona zu einer christlichen Kathedrale umgewandelt.
Die Kathedrale wurde zur Metropolitankirche der Region und beherbergte Reliquien des Heiligen Domnius sowie anderer Märtyrer.
Im Laufe der Jahrhunderte erfuhr sie architektonische Veränderungen, darunter die Hinzufügung des Glockenturms im 13.
Jahrhundert und die Anbringung der prachtvollen hölzernen Türen im Jahr 1214.
Der Rang der Kathedrale wurde bis zum päpstlichen Schreiben von 1828 angehoben, das ihre Vorrangstellung anerkannte.
Seitdem ist sie ein zentraler religiöser und kultureller Orientierungspunkt in Split.
Ortsführer
Holztüren von Andrija Buvina1214
Diese kunstvoll geschnitzten Walnusstüren stammen aus dem Jahr 1214 und zeigen 28 Szenen aus dem Leben Jesu Christi. Sie sind außergewöhnlich gut erhalten, abgesehen von den unteren Bereichen, die durch den Fußgängerverkehr abgenutzt sind, und gelten als seltenes Beispiel romanischer Holzkunst in Europa.
Glockenturm13th century
Der vermutlich im 13. Jahrhundert errichtete Glockenturm ist ein markantes Element des Kathedralenkomplexes. Lokale Überlieferungen nennen Kolafisa, die Witwe des Adligen Ivan Krčki, als Stifterin. Vom Turm aus kann man einen Panoramablick auf Split und die Adriaküste genießen.
Sechseckige Kanzel1257
Diese Kanzel wurde 1257 vom Meister Mavro gebaut und besteht aus kostbarem rotem und grünem Porphyr, möglicherweise aus dem zerstörten kaiserlichen Sarkophag. Sie steht auf sechs Marmorsäulen mit aufwendig geschnitzten Kapitellen und ist ein Meisterwerk mittelalterlicher Steinmetzkunst.
Kontakt
Telefon: 021 345 602