Kirche St. Peter und Paul, Osijek

Kirche St. Peter und Paul, Osijek

Osječko-baranjska županija

75/10090 min

Die Kirche St. Peter und Paul, auch bekannt als Osječka konkatedrala, ist eine neugotische Konkathedrale in Osijek, Kroatien. Sie ist Konkathedrale des Bistums bzw. der Erzdiözese Đakovo-Osijek und zählt zu den bedeutendsten Kirchenbauten der Region. Die heutige Kirche wurde zwischen 1894 und 1898 an der Stelle einer älteren barocken Pfarrkirche errichtet, die aus dem Jahr 1732 stammte und für die wachsende Stadt zu klein geworden war. Entworfen wurde der Bau von dem deutschen Architekten Franz Langenberg. Die Kirche besitzt einen markanten Turm mit 94 Metern Höhe und ein geräumiges Inneres mit drei Kirchenschiffen auf einer Fläche von 1062 Quadratmetern. Die Innenausstattung wurde zwischen 1938 und 1942 von dem renommierten kroatischen Maler Mirko Rački abgeschlossen: Er gestaltete Wände und Decken mit lebendigen Fresken, die Szenen aus dem Alten und Neuen Testament zeigen. Besonders hervorzuheben sind die reich verzierte neugotische Ausstattung, die farbenfrohen Glasfenster und die steinernen Altäre. Obwohl die Kirche während des Kroatienkriegs um die Unabhängigkeit 1991 stark beschädigt wurde, blieb sie während des Konflikts ein Ort des Gottesdienstes. Heute ist sie die drittgrößte Kirche in Kroatien, nach den Kathedralen in Zagreb und Đakovo, und die höchste Kirche außerhalb von Zagreb. Bei Gottesdiensten können hier über 3.000 Menschen Platz finden. Die Kirche ist ein wichtiges kulturelles und spirituelles Symbol für Osijek und die gesamte Region Slavonien.

Planen Sie Ihre Reise nach Kroatien mit KI

Erstellen Sie in wenigen Minuten einen detaillierten Reiseplan. KI schlägt die besten Orte, Restaurants und eine optimierte Route vor.

Tipp: Besuchern wird empfohlen, an Werktagen oder sonntags zu den Gottesdiensten zu kommen, um die spirituelle Atmosphäre der Kirche zu erleben. Die beste Zeit für einen Besuch ist im Frühling und im frühen Herbst bei angenehmem Wetter. Eintrittskarten sind in der Regel nicht erforderlich, Spenden sind jedoch willkommen. Geführte Touren können über das Pfarrbüro angeboten werden. Da die Kirche weiterhin aktiv genutzt wird, sollten Besucher die Zeiten der Gottesdienste respektieren und sich dezent kleiden. Für die neuesten Gottesdienstzeiten und besondere Veranstaltungen das offizielle Website prüfen oder direkt bei der Pfarrei nachfragen.

Interessante Fakten

  • Der Kirchturm ist 94 Meter hoch und damit der höchste Kirchturm einer Kirche in Kroatien außerhalb von Zagreb.
  • Sie ist die drittgrößte Kirche in Kroatien, nach der Zagreber Kathedrale und der Kathedrale von Đakovo.
  • Das Gebäude enthält über drei Millionen Ziegel sowie steinerne Altäre aus farbigem Stein.
  • Die vier Glocken im Turm wiegen zusammen insgesamt 5.288 Kilogramm.
  • Während des Kroatienkriegs um die Unabhängigkeit 1991 wurde die Kirche mehr als 100-mal direkt von Geschossen getroffen, blieb jedoch für Gottesdienste funktionsfähig.

Geschichte

1732

Die ursprüngliche Pfarrkirche an diesem Standort wurde 1732 erbaut, reichte aber schließlich nicht mehr aus für die wachsende Bevölkerung von Osijek.

1866

1866 initiierte Bischof Josip Juraj Strossmayer die Planungen für einen Neubau.

1894

Nach einem langsamen Prozess der Finanzierung begann der Bau 1894, nachdem ein Entwurfswettbewerb von Franz Langenberg gewonnen worden war.

1898

Die alte Kirche wurde abgerissen, und die neue neugotische Konkathedrale wurde bis 1898 äußerlich fertiggestellt; die Weihe erfolgte 1900.

1942

Die Innenausstattung wurde bis 1942 fortgeführt, darunter bedeutende Fresken von Mirko Rački.

1991

Die Kirche erlitt während des Kroatienkriegs um die Unabhängigkeit 1991 schwere Schäden, wurde jedoch als Ort des Gottesdienstes bewahrt und instandgehalten.

2008

2008 wurde sie durch die Gründung der Erzdiözese Đakovo-Osijek zur Konkathedrale erhoben.

Ortsführer

1
Hauptturm1898
Franz Langenberg

Der 94 Meter hohe neugotische Turm prägt die Silhouette von Osijek und ist von vielen Stellen der Stadt aus sichtbar. Er wurde so entworfen, dass er geistige Zielstrebigkeit und die architektonische Pracht symbolisieren soll.

2
Innenfresken1938-1942
Mirko Rački

Die von Mirko Rački zwischen 1938 und 1942 gemalten Fresken bedecken Wände und Decken. Sie zeigen zentrale biblische Szenen aus dem Alten und Neuen Testament und bereichern so die spirituelle Atmosphäre.

3
Neugotische Ornamentik1898-1942
Verschiedene Kunsthandwerker unter architektonischer Leitung

Das Innere ist reich mit neugotischen Motiven gestaltet: Dazu gehören die aus farbigem Stein gefertigten steinernen Altäre sowie zahlreiche Glasfenster, die das Mittelschiff mit lebendigem Licht erhellen.

Kontakt

Telefon: 031 310 020