
Burg Trakošćan
Krapinsko-zagorska županija
Die Burg Trakošćan in der nördlich von Kroatien gelegenen Region Krapinsko-zagorska gehört zu den attraktivsten und meistbesuchten Burgen des Landes. Ursprünglich wurde sie im 13. Jahrhundert als kleine Festung innerhalb des Verteidigungssystems des Fürstentums Zagorje errichtet und zeigt eine typische romanische Architektur. Die Burg erfuhr im Laufe der Zeit umfangreiche Erweiterungen und Renovierungen, vor allem 1592 und im 18. Jahrhundert. Mitte des 19. Jahrhunderts wurde sie unter Juraj Drašković zu einer Wohnburg umgestaltet. Die Erneuerung griff den romantischen Neogotik-Stil auf und umfasste die Anlage eines pittoresken Parks mit seltenen Bäumen, eines künstlichen Sees sowie von Gartenanlagen. Die Burg beherbergt wertvolle Sammlungen, darunter Porträts aus dem 16. bis 19. Jahrhundert, mittelalterliche Rüstungen, Möbel und Waffen der jeweiligen Epoche sowie Kunstwerke von Julijana Erdödy-Drašković. Im umliegenden Park gibt es eine dem Hl. Johannes gewidmete Kapelle aus dem Jahr 1752. Seit 1953 dient Trakošćan als Museum und bewahrt seine historische Atmosphäre sowie sein kulturelles Erbe. Bis heute gilt die Burg als Symbol der kroatischen Adelsgeschichte und als beliebtes Kulturdenkmal – mit rund 40.000 Besuchern pro Jahr.
Planen Sie Ihre Reise nach Kroatien mit KI
Erstellen Sie in wenigen Minuten einen detaillierten Reiseplan. KI schlägt die besten Orte, Restaurants und eine optimierte Route vor.
Tipp: Für das beste Erlebnis besuchen Sie die Burg Trakošćan im Frühling oder im Herbst, wenn die natürliche Schönheit des Parks ihren Höhepunkt erreicht. Tickets erhalten Sie an der Museumskasse bei Ihrer Ankunft. Werfen Sie außerdem einen Blick auf die offizielle Website, um die aktuellen Ausstellungen und Veranstaltungen zu prüfen. Gruppenführungen und Bildungs-Workshops werden angeboten, und für Studierende sowie Senioren gibt es teilweise Ermäßigungen.
Interessante Fakten
- •Die Burg Trakošćan zählt laut Conde Nast Traveler 2017 zu den 12 schönsten Burgen Europas.
- •In der Burg gibt es eine besondere Sammlung mit Ritterrüstungen und Waffen aus dem 16. Jahrhundert – darunter auch türkische Waffen.
- •Der Park rund um die Burg umfasst eine Kapelle aus dem Jahr 1752 mit spätbarocker Ausstattung.
Geschichte
Die Burg Trakošćan wurde erstmals im 14.
Jahrhundert in schriftlichen Quellen erwähnt, jedoch im 13.
Jahrhundert als romanische Festung erbaut.
Sie gehörte verschiedenen feudalen Herren, darunter den Grafen von Celje und später der Familie Drašković ab 1568.
Die Burg wurde mehrfach erweitert, unter anderem 1592 mit dem Anbau von Artillerietürmen und im 18.
Jahrhundert mit barocken Ergänzungen.
Mitte des 19.
Jahrhunderts verwandelte Juraj Drašković sie in eine romantische neogotische Residenz mit parkähnlicher Landschaftsgestaltung.
Die Familie Drašković lebte hier bis 1944, danach wurde die Burg verstaatlicht.
Seit 1953 fungiert sie als Museum und bewahrt das adelige Erbe.
Ortsführer
Eingangsturm mit Zugbrücke18. Jahrhundert
Der Haupteingang wird von einem Turm mit funktionierender Zugbrücke geprägt. Dazu gehören das Wappen der Familien Drašković-Malatinski aus dem 18. Jahrhundert – ein Symbol für das defensive und adelige Erbe der Burg.
Rittersaal16. Jahrhundert (Rüstungen), 18. Jahrhundert (Fahnen)
Ein prächtiger Saal mit einer vollständigen Sammlung von Ritterrüstungen aus dem 16. Jahrhundert sowie den Fahnen der Familie Drašković aus dem 18. Jahrhundert. So wird die militärische Geschichte der Burg ebenso sichtbar wie die adeligen Traditionen.
Kunstsammlungen16. bis 19. Jahrhundert
In den Innenräumen der Burg werden Porträts der Familie Drašković und Verwandte wie Nikola Zrinski aus dem 16. bis 19. Jahrhundert gezeigt. Ergänzt werden sie durch Kunstwerke von Julijana Erdödy-Drašković aus dem späten 19. Jahrhundert sowie durch den Zyklus „Four Continents“ von M. Stroy.
Park und See19. Jahrhundert (Park), 1752 (Kapelle)
Der romantisch gestaltete Landschaftspark zeichnet sich durch seltene Baumarten, Wiesen, Gruppen aus Sträuchern und einen künstlichen See aus – so entsteht eine harmonische gartenbauliche Einheit. Außerdem gibt es eine dem Hl. Johannes gewidmete Kapelle, die 1752 mit spätbarocker Einrichtung errichtet wurde.
Kontakt
Telefon: 042 796 281