Krapina Neanderthal Museum

Krapina Neanderthal Museum

Krapinsko-zagorska županija

85/10090 min

Das Krapina Neanderthal Museum befindet sich auf dem Fundort Hušnjakovo bei Krapina in Kroatien, wo 1899 über 800 fossile Überreste von Neandertalern entdeckt wurden. Es ist ein spezialisiertes geologisches und paläontologisches Museum, das 2010 eröffnet wurde und dem reichen Neandertaler-Erbe sowie der größeren Geschichte der menschlichen Evolution gewidmet ist. Das Museum zeigt hyperrealistische Skulpturen von Elisabeth Daynès, die Neandertaler in verschiedenen Lebenssituationen darstellen, und bietet eine umfassende Ausstellung, die von kosmischer, chemischer und biologischer Evolution bis in die spirituelle Welt der Neandertaler reicht. Es liegt inmitten eines Parks mit Statuen von Neandertalern und Tieren aus der Eiszeit, die in ihrem natürlichen Umfeld platziert sind. Das Museum gehört zur Einrichtung Museums of Hrvatsko Zagorje und ist bekannt für seine innovativen multimedialen Ausstellungen sowie Bildungsprogramme. Es zählt zu den bedeutendsten Evolutionsmuseen Europas und ist ein wichtiger wissenschaftlicher und touristischer Anlaufpunkt.

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Tipp: Besuchen Sie das Museum im Frühjahr oder im frühen Herbst für angenehmes Wetter und weniger Andrang. Buchen Sie geführte Touren im Voraus – angeboten auf Kroatisch und Englisch –, um die Dauerausstellung und den Fossilienfundort Hušnjakovo in vollem Umfang zu erleben. Für Gruppen, Studierende und Seniorinnen und Senioren gibt es Ermäßigungen. Der Museumsshop bietet bildungsorientierte Souvenirs und Publikationen. Barrierefreiheit und Service für Besucher sind gut ausgebaut, dennoch empfiehlt es sich, die Öffnungszeiten vorab zu prüfen.

Interessante Fakten

  • Der Fundort Krapina beherbergt die größte und reichste Sammlung an Neanderthaler-Überresten, die je weltweit gefunden wurde.
  • Hyperrealistische Skulpturen von Neandertalern der französischen Künstlerin Elisabeth Daynès veranschaulichen deren Alltag besonders eindrucksvoll.
  • Das Museum gewann den FIAMP 2010 AVICOM 3. Preis für multimediale Inhalte auf der ICOM General Conference in Shanghai.
  • Es erhielt 2010 den Kroatischen Tourismuspreis „Anton Štifanić“ für den herausragenden Beitrag zur Entwicklung des Tourismus.
  • Der Fossilienfundort ist etwa 130.000 Jahre alt und liefert wichtige Erkenntnisse zur frühen menschlichen Evolution.
  • Das Museum ist von einem Park umgeben, der Statuen von Tieren der Eiszeit – darunter Bären, Elche und Biber – in ihrem natürlichen Lebensraum zeigt.

Geschichte

1899

Der Fossilienfundort Hušnjakovo wurde 1899 von Dragutin Gorjanović-Kramberger entdeckt.

1905

Er führte bis 1905 umfangreiche Ausgrabungen durch und legte dabei rund 900 fossile Neandertaler-Knochen sowie zahlreiche steinzeitliche Steinwerkzeuge aus dem Paläolithikum frei.

Die Fundstelle ist Kroatiens erstes geschütztes paläontologisches Naturdenkmal.

Das heutige Museum wurde am 27.

2010

Februar 2010 eingeweiht, um diese Funde und die Entwicklung der Menschen zu präsentieren.

Seitdem hat es mehrere Auszeichnungen für Innovation und seinen Beitrag zum Kulturtourismus erhalten, darunter internationale Anerkennung sowie Nominierungen für das European Museum of the Year.

Ortsführer

1
Dauerausstellung

Die Dauerausstellung behandelt die kosmische, chemische und biologische Evolution mit besonderem Fokus auf die menschliche Evolution und den Neandertaler von Krapina. Sie erklärt wissenschaftliche Erkenntnisse über das Alter der Welt, die Geologie und die frühesten Funde prähistorischer Menschen – darunter auch bedeutende Entdeckungen aus Belgien und Java. Den Höhepunkt bildet die schnelle kulturelle und technologische Entwicklung der Menschheit.

2
Neanderthaler-Skulpturen von Elisabeth Daynès2010
Elisabeth Daynès

Hyperrealistische Skulpturen zeigen Neandertaler in verschiedenen Lebenssituationen in einer Art Halbhöhle – und vermitteln Besuchern so einen sehr lebendigen Eindruck von Aussehen und Verhalten.

3
Fossilienfundort Hušnjakovo1899
Dragutin Gorjanović-Kramberger

Der originale Ausgrabungsort, an dem die Neandertaler-Fossilien gefunden wurden, ist erhalten und zugänglich. So können Besucher direkt mit dieser bedeutenden paläontologischen Fundstätte in Verbindung treten.

4
Umgebender Park mit Statuen zur Fauna der Eiszeit

Ein Park rund ums Museum zeigt Statuen von Neandertalern sowie Tieren wie Höhlenbären, Elchen und Bibern, die in ihren natürlichen Lebensräumen platziert sind. Das bereichert das Bildungserlebnis.

Kontakt

Telefon: 049 371 491