
Kabakaburi Village
Pomeroon-Supenaam
Kabakaburi Village ist eine amerindianische Siedlung in der Region Pomeroon-Supenaam in Guyana. Sie liegt am Pomeroon River etwa 56 Kilometer von der Mündung entfernt. Das Dorf wurde 1845 von William Henry Brett an der Stelle des früheren Fort Durban gegründet. Der Name leitet sich vom arawakischen Begriff für „der Ort mit dem juckenden Busch“ ab und bezieht sich auf die lokale Pflanze, die als Reizstoff gilt: Dieffenbachia paludicola. Das Dorf besteht aus vier Teilgebieten: Macaseema, Waiwaro, der Mission (Kabakaburi) und Aripiaco, und wird vor allem von den Arawak- und Carib-Peoples bewohnt. Historisch war Kabakaburi zunächst eine Holzfällersiedlung, die den Arawak gehörte, und wurde später zu einem Missionsort, nachdem es vom ersten Bischof von Guiana gekauft worden war. Die lokale Wirtschaft konzentriert sich auf Holzschlag und Bergbau: Rund 60% der Bewohner sind in der Holzindustrie tätig, während die Landwirtschaft aufgrund der häufigen Überschwemmungen durch den Pomeroon River vor Herausforderungen steht. Die Gemeinschaft fördert die kulturelle Bewahrung durch die Kabakaburi Handicraft Association, die 1994 gegründet wurde. Sie bietet Schulungen und Einrichtungen für die Herstellung und den Verkauf von Kunsthandwerk. Zu den wichtigen Einrichtungen im Dorf zählen eine Grundschule, ein Gesundheitszentrum, eine Sporthalle sowie eine Bibliothek, die 2020 innerhalb der Grundschule eröffnet wurde. Der Strom wird hauptsächlich durch gasbetriebene Generatoren bereitgestellt und durch ein 65-kW-Beleuchtungssystem ergänzt, das 2012 installiert wurde. So werden der Alltag und die Aktivitäten der Gemeinde unterstützt.
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Tipp: Besucher sollten ihre Ausflüge nach Möglichkeit in der Trockenzeit planen, um die Überschwemmungsprobleme zu vermeiden, die Landwirtschaft und Erreichbarkeit beeinträchtigen. Ein Austausch mit lokalen Kunsthandwerkern über die Kabakaburi Handicraft Association bietet authentische kulturelle Erlebnisse und die Chance, das Kunsthandwerk der Gemeinde zu unterstützen. Wer Besuche im Voraus organisiert, kann das Erlebnis deutlich verbessern – besonders beim Erkunden der Teilgebiete und der lokalen Plätze. Die Bibliothek der Grundschule, die erst kürzlich eingerichtet wurde, gibt außerdem einen Einblick in die Bemühungen zur Weiterentwicklung der Gemeinde.
Interessante Fakten
- •Der Name Kabakaburi stammt aus der arawakischen Sprache und bedeutet „der Ort mit dem juckenden Busch“ – eine Anspielung auf die reizende Pflanze Dieffenbachia paludicola.
- •Das Dorf wurde an der Stelle des ehemaligen Fort Durban errichtet und ist dadurch mit der Kolonialgeschichte verbunden.
- •Etwa 60% der Einwohner des Dorfes sind in der Holzindustrie tätig – das macht die wirtschaftliche Abhängigkeit von natürlichen Ressourcen deutlich.
- •Die Kabakaburi Handicraft Association, 1994 gegründet, unterstützt lokale Kunsthandwerker mit Schulungen und Einrichtungen für die Produktion und den Verkauf von Kunsthandwerk.
- •Der Strom im Dorf wird vor allem durch gasbetriebene Generatoren geliefert und durch ein 65-kW-Beleuchtungssystem ergänzt, das 2012 installiert wurde.
Geschichte
Kabakaburi wurde 1845 von William Henry Brett an der Stelle des ehemaligen Fort Durban gegründet.
Zunächst war es eine Holzfällersiedlung, die den Arawak gehörte.
1843 wurde sie verlassen, bevor sie vom ersten Bischof von Guiana gekauft wurde, um eine Mission einzurichten.
Anschließend ließen sich dort sowohl Arawak- als auch Kalina-Peoples nieder.
1858 wurde eine sich verschlechternde Kapelle an der Mündung bzw.
am Zusammenfluss der Pomeroon- und Arapaiaco-Flüsse nach Kabakaburi auf höher gelegenes Gelände verlegt – ein bedeutender Schritt für das religiöse und gemeinschaftliche Leben im Dorf.