Antigua Guatemala Kathedrale

Antigua Guatemala Kathedrale

Sacatepéquez

75/10090 min

Die Antigua Guatemala Kathedrale, auch bekannt als Catedral de San José, ist ein bedeutendes religiöses Bauwerk aus der Kolonialzeit in Antigua Guatemala. Der Bau begann 1545 mit Materialien, die aus einer zuvor zerstörten Siedlung im Almolonga-Tal stammten. Die Kathedrale wurde aufgrund der häufigen Erdbeben mehrfach wiederaufgebaut: Die großen Rekonstruktionen waren 1680 unter Juan Pascual und José de Porres abgeschlossen, später folgten Reparaturen nach dem Erdbeben von 1717 durch Diego de Porres. Die Kathedrale war einst Sitz des Erzbistums von Santiago de Guatemala und wurde 1743 zum Metropolitansitz erhoben, was mit großen Festlichkeiten gefeiert wurde. Architektonisch gab es eine Kuppel, die von sechzehn Säulen getragen wurde, die mit Bronzemedallions verziert waren, sowie Elfenbeinfiguren der Jungfrau Maria und der Apostel. Das Erdbeben von Santa Marta im Jahr 1773 richtete schwere Schäden an. Daraufhin wurden 1779 die Funktionen der Kathedrale nach Guatemala-Stadt verlegt, während das ursprüngliche Gebäude als historischer Ruinenkomplex mit Krypten und Tunneln darunter erhalten blieb. Außerdem beherbergte die Kathedrale die sterblichen Überreste des Konquistadors Pedro de Alvarado, die mehrfach verlegt wurden, bevor sie 2007 zurückkehrten. Heute ist die Kathedrale nach wie vor ein kulturelles und historisches Wahrzeichen, das das koloniale Erbe und die seismischen Herausforderungen der Region widerspiegelt.

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Tipp: Besucher sollten ihre Besichtigung in der Trockenzeit von November bis April einplanen, wenn das Wetter angenehm ist und weniger los ist. Es wird empfohlen, Tickets im Voraus zu kaufen, um Warteschlangen zu vermeiden. Geführte Touren geben einen tieferen Einblick in die Geschichte und Architektur der Kathedrale. Ermäßigungen können für Studierende, Senioren und Gruppen verfügbar sein. Beachten Sie, dass einige Bereiche aufgrund von Erhaltungsmaßnahmen eingeschränkt sein können – prüfen Sie daher Öffnungszeiten und Zugänglichkeit im Voraus.

Interessante Fakten

  • Die Kuppel der Kathedrale wurde von sechzehn Säulen getragen, die mit carey eingefasst waren und mit Bronzemedallions verziert wurden.
  • Elfenbein-Statuen der Jungfrau Maria und der zwölf Apostel schmückten das Gesims der Kathedrale.
  • Die Kathedrale beherbergte die sterblichen Überreste von Pedro de Alvarado, einem bedeutenden spanischen Konquistador, die mehrfach verlegt wurden, bevor sie 2007 zurückkehrten.
  • Die Festlichkeiten zur Erhebung zum Metropolitansitz im Jahr 1745 umfassten Stierkämpfe, Pferderennen und indigene Tänze, die über eine Woche dauerten.
  • Unter der Kathedrale liegt eine Krypta sowie ein Tunnelnetzwerk, dessen ursprünglicher Zweck bis heute unbekannt ist.

Geschichte

1545

Der erste Bau der Kathedrale begann 1545 mit Schuttmaterial aus einer zerstörten Siedlung.

1680

Sie wurde mehrfach aufgrund von Erdbebenschäden wiederaufgebaut: Die großen Rekonstruktionen fanden 1680 statt, und Reparaturen erfolgten 1718 nach dem Erdbeben von 1717.

1743

1743 wurde sie zum Metropolitansitz erhoben und bot große Feierlichkeiten.

1773

Das verheerende Erdbeben von 1773 in Santa Marta beschädigte die Struktur schwer, wodurch die Funktionen der Kathedrale 1779 nach Guatemala-Stadt verlegt wurden.

Das ursprüngliche Gebäude wurde als Friedhof genutzt und als historischer Ruinenkomplex mit Krypten und Tunneln darunter erhalten.

Ortsführer

1
Hauptaltar und Kuppel1680
José de Porres

Der Hauptaltar der Kathedrale befand sich unter einer prächtigen Kuppel, die von sechzehn aufwendig verzierten Säulen getragen wurde. Dieser Bereich war reich geschmückt mit Bronzemedallions und Elfenbein-Statuen – ein Zeichen für die handwerkliche und künstlerische Ausführung der Kolonialzeit.

2
Krypta und Tunnel

Unter der Kathedrale liegt eine Krypta und ein weitläufiges Netz an Tunneln. Während die Krypta als Begräbnisstätte diente, bleibt der genaue Zweck der Tunnel bis heute ein Rätsel – und verleiht dem Ort damit eine besondere Geheimniswirkung.

3
Erzbischöfliches Palais und Festlichkeiten-Areal1745

Neben der Kathedrale lag das Erzbischöfliche Palais, in dem die großen Feierlichkeiten stattfanden – darunter auch die Aufnahme des Palliums im Jahr 1745. Zu den Festlichkeiten gehörten Messe, Feuerwerke, Stierkämpfe und indigene Tänze, die mehrere Tage dauerten.

Kontakt

Telefon: 7832 0909