
Uaxactun
Petén
Uaxactun ist eine antike Maya-Fundstätte im Petén-Becken in Guatemala, ungefähr 19 Kilometer nördlich des bedeutenden Zentrums von Tikal. Berühmt ist sie als heiliger Ort der Maya-Zivilisation – der alte Name lässt sich sinngemäß mit „Im Himmel geboren“ übersetzen. Die Stätte wurde 1916 vom Archäologen Sylvanus Morley wiederentdeckt, der ihr den Namen Uaxactun gab; er bedeutet „Acht Steine“ und verweist auf die früheste bekannte Maya-Kalenderinschrift aus 328 n. Chr., die hier gefunden wurde. Umfassende Ausgrabungen der Carnegie Institution von 1926 bis 1937 legten gut erhaltene Tempel frei, die sich unter den zerstörten Pyramiden aus der Spätklassik befanden – und lieferten damit einen großen Erkenntnisgewinn für das frühe Klassik- und das vorklassische Maya-Volk. Uaxactun spielte in der Klassik eine Schlüsselrolle, vor allem nachdem die Stätte 378 n. Chr. durch Siyaj K'ak' erobert worden war; dadurch ist ihre Geschichte eng mit Tikal verknüpft. Trotz Phasen des Niedergangs zeigt der Ort im Verlauf der Spätklassik bauliches Wachstum und Bevölkerungszunahme, bevor er schließlich in der Endklassik aufgegeben wurde. Heute gehört Uaxactun zum Tikal National Park in Guatemala und zur Maya Biosphere Reserve – und bewahrt so sowohl das kulturelle als auch das natürliche Erbe im tropischen Regenwald.
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Interessante Fakten
- •Uaxactun enthält die früheste bekannte Maya-Kalenderdatums-Inschrift, datiert auf 328 n. Chr.
- •Der Name „Uaxactun“ wurde von Sylvanus Morley geprägt und ist ein Wortspiel, das auf Washington, D.C. anspielt – dem Sitz des Carnegie Institute.
- •Die Stätte war in der Klassik eine bedeutende Zentren und stand nach der Eroberung durch Siyaj K'ak' in 378 n. Chr. politisch in Verbindung mit Tikal.
- •Die Ausgrabungen zeigten gut erhaltene Tempel unter später zerstörten Pyramiden und lieferten so Einblicke in die frühe Architektur der Maya.
- •Uaxactun liegt innerhalb der Maya Biosphere Reserve, eines großen, geschützten tropischen Waldgebiets in Guatemala.
Geschichte
Uaxactun wurde 1916 von Sylvanus Morley wiederentdeckt, der die Stätte nach den Maya-Wörtern für „Acht Steine“ benannte.
Zwischen 1926 und 1937 wurde der Ort durch die Carnegie Institution umfassend ausgegraben und dabei frühe Tempel aus der Frühklassik und der Vor-klassik freigelegt.
Im Jahr 378 n.
Chr.
wurde Uaxactun von Siyaj K'ak' erobert – einem Feldherrn, der möglicherweise aus Teotihuacán stammte.
Das bedeutete einen erheblichen politischen Umbruch im Maya-Tiefland.
Die Stätte blieb bis in die Frühklassik wichtig, erlebte aber während der Hiatus-Phase um 600 n.
Chr.
einen Niedergang.
Eine Wiederbelebung in der Spätklassik folgte, bevor der Ort schließlich in der Endklassik aufgegeben wurde.
1982 wurde Uaxactun in den Tikal National Park in Guatemala aufgenommen und gehörte später zur Maya Biosphere Reserve.
Ortsführer
Zentrale Akropolis und frühe TempelPre-Classic to Early Classic period
Dieser Bereich umfasst einige der frühesten bekannten Tempelstrukturen in Uaxactun, die unter späteren Bauten freigelegt wurden. Diese Tempel geben wertvolle Einblicke in die religiöse Architektur und die Praktiken der Maya aus der Vor-klassik und der Frühklassik.
Tempel-Pyramiden der SpätklassikLate Classic period
Diese verfallenen Pyramiden stammen aus der Spätklassik und wurden im Zuge archäologischer Ausgrabungen teilweise abgebaut, um frühere Strukturen freizulegen. Sie zeigen die Entwicklung der Architektur und Veränderungen in den rituellen Praktiken über Jahrhunderte hinweg.