Volkskundemuseum von Kastoria

Volkskundemuseum von Kastoria

Dytikí Makedonía

75/10090 min

Das Volkskundemuseum von Kastoria befindet sich in der historischen Nerantzi-Aivazi-Villa, einem adligen Wohnhaus aus dem 17. Jahrhundert. Es bietet Besuchern eine eindrucksvolle Reise in den Alltag, in die Kunst und die Traditionen von Kastoria aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Das Museum wird vom Musik- und Literaturverein „Armonia“ bewahrt und betreut und zeigt das reiche kulturelle Erbe der Stadt – besonders das berühmte Handwerk der Pelzverarbeitung. Besucher können den prächtigen Empfangssaal, die Doxatos, besichtigen. Bunte Bleiglasfenster schmücken den Raum, in dem offizielle Feierlichkeiten stattfanden. Auch authentische Bereiche wie die Brotbackstube (Zymotari) und der Keller (Kellari) sind zu sehen: Düfte von Brot und Wein lassen die täglichen Rhythmen des Hauses lebendig werden. Ein versteckter Aufenraum namens Parthenonas erlaubte jungen Frauen, gesellschaftliche Ereignisse unauffällig zu beobachten – und spiegelt so die Bräuche der damaligen Zeit wider. Architektonisch ist die Villa vor allem wegen ihres Grundrisses in Form eines „Π“ (Pi) bemerkenswert: mit Holz-Lattenwerk (chatilia) und kunstvollen Erkerfenstern (sachnisia), die auf den nahegelegenen See blicken. Darüber hinaus stellt das Museum originale Werkzeuge der Pelzverarbeitung aus, darunter eine Jacoby-Nähmaschine von 1884 sowie das traditionelle „Nyhteri“, das von lokalen Handwerkern genutzt wurde. Jenseits des Gebäudes schafft das Museum außerdem einen Bezug zwischen den Besuchern und Kastorias Beziehung zum See: Mit traditionellen Tätigkeiten wie dem Waschen der Wäsche am „Avgati“, dem Fischen nach „Chryskoi“ und dem ikonischen Boot von Kastoria. Dieses lebendige Museum ruft drei Jahrhunderte Leben und Tradition eindrucksvoll ins Bewusstsein und macht den Besuch zu einem einzigartigen kulturellen Erlebnis.

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Tipp: Für das beste Erlebnis planen Sie Ihren Besuch in den Frühjahrs- und frühen Herbstmonaten, wenn das Wetter mild ist. Es empfiehlt sich, geführte Touren im Voraus zu buchen, damit Sie die vielfältigen Geschichten und Exponate des Museums noch besser würdigen können. Besucher können von verfügbaren Ermäßigungen für Gruppen und Senioren profitieren. Schauen Sie auf der offiziellen Website nach Öffnungszeiten und besonderen Veranstaltungen, um Ihren Besuch noch weiter zu bereichern.

Interessante Fakten

  • Das Museum befindet sich in einer Villa aus dem 17. Jahrhundert namens Nerantzi-Aivazi – ein seltens erhaltenes Beispiel aristokratischer Architektur in Kastoria.
  • Im Museum ist eine originale Jacoby-Nähmaschine aus dem Jahr 1884 zu sehen, die im lokalen Handwerk der Pelzverarbeitung genutzt wurde.
  • Der „Parthenonas“ der Villa war ein geheimer Raum im oberen Stockwerk, in dem junge Frauen gesellschaftliche Zusammenkünfte unauffällig beobachten konnten – ein Spiegel der historischen sozialen Gepflogenheiten.
  • Der Grundriss des Gebäudes umfasst eine markante „Π“-Form sowie kunstvolle hölzerne Erkerfenster, die „sachnisia“ genannt werden und auf den See blicken.
  • Das Museum bewahrt traditionelle Bräuche von Kastoria rund um den nahegelegenen See – darunter das Waschen der Wäsche am „Avgati“ und das Fischen nach „Chryskoi“.

Geschichte

Die Nerantzi-Aivazi-Villa, in der das Volkskundemuseum von Kastoria untergebracht ist, wurde im 17.

Jahrhundert errichtet und später vom Musik- und Literaturverein „Armonia“ erhalten.

Über die Jahrhunderte hinweg war sie ein lebendiges Zeugnis des aristokratischen Lebensstils von Kastoria und der aufblühenden Pelzverarbeitungsindustrie, die die Identität der Stadt prägte.

Die Villa überstand wechselnde Zeiten und wurde in ein Museum umgewandelt, um das kulturelle Erbe der Region zu bewahren und zu präsentieren.

Architektur und Interieur spiegeln die sozialen Gepflogenheiten und Handwerkstraditionen des 17.

und 18.

Jahrhunderts wider und schaffen so eine greifbare Verbindung zur Vergangenheit von Kastoria.

Ortsführer

1
Doxatos (Empfangssaal)17th century

Der prächtige Empfangssaal mit bunten Bleiglasfenstern, in dem offizielle Feierlichkeiten und gesellschaftliche Veranstaltungen stattfanden – ein Beispiel für die aristokratische Eleganz der Villa.

2
Zymotari & Kellari (Bereiche für Brotbereitung und Keller)17th-18th century

Räume für die Herstellung und Lagerung von Brot und Wein, in denen die Düfte die authentischen täglichen Abläufe der Bewohner der Villa zum Leben erwecken.

3
Parthenonas (versteckter Aufenraum)17th century

Ein geheimer Raum im oberen Stockwerk, von dem aus junge Frauen gesellschaftliche Anlässe unauffällig beobachten konnten – und der die sozialen Normen und Gepflogenheiten der damaligen Zeit veranschaulicht.

4
Architektonische Besonderheiten17th century

Die Villa ist in einer „Π“-Form gebaut, mit hölzernem Lattenwerk namens „chatilia“ und kunstvollen Erkerfenstern, die „sachnisia“ genannt werden und zum See hin ausgerichtet sind – ein Beispiel für die traditionelle Handwerkskunst vor Ort.

5
Ausstellungen zur Pelzverarbeitung19th century

Umfasst authentische Werkzeuge wie die Jacoby-Nähmaschine von 1884 und das traditionelle „Nyhteri“, das von Pelzverarbeitern aus Kastoria verwendet wurde – und macht so die Geschichte der Pelzindustrie der Stadt sichtbar.

Kontakt

Telefon: 697 325 9113