
Sandervalia National Museum
Conakry
Das Sandervalia National Museum im Stadtteil Sandervalia von Conakry in Guinea ist das nationale Museum des Landes. Obwohl viele Räume leer sind, beherbergt das Museum eine bescheidene Sammlung traditioneller Objekte, die verschiedene Volksgruppen in ganz Guinea repräsentieren, sowie Statuen und Artefakte aus der Kolonialzeit. Das 1960 in einer Phase gegründet wurde, in der traditionelles Brauchtum besonders gefördert werden sollte, entwickelte es sich nach politischen Veränderungen im Jahr 1984 zu einem kulturellen Zentrum, nachdem Einschränkungen für die indigene Religion aufgehoben worden waren. Zu den Exponaten gehören Masken, Musikinstrumente und ein Modell, das die regionalen architektonischen Stilrichtungen Guineas zeigt. Der Innenhof ist mit Kolonialstatuen historischer Persönlichkeiten wie Almamy Samori Ture und französischen Kolonialverwaltern geschmückt, umgeben von einem Park, der früher viele Bäume hatte. Das Museum dient außerdem als Veranstaltungsort für Kunstausstellungen, kulturelle Events und den Verkauf von Kunsthandwerk, darunter Stoffe, hölzerne Statuen und geprägte Lederwaren. Ein besonderes Highlight ist eine cafétaria im Hüttnenstil, die mit einem riesigen kolonialen Helm geschmückt ist – ein Hinweis auf das komplexe koloniale Erbe. Trotz der begrenzten Ausstellungsstücke bleibt das Museum ein wichtiger Anlaufpunkt für Guineas künstlerische Szene und den Erhalt der Kultur.
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Tipp: Besucher sollten am besten während der Öffnungszeiten kommen, die in der Regel unter der Woche von 9:00 bis 15:00 Uhr gehen und an Sonntagen sowie an gesetzlichen Feiertagen kürzer sind. Wenn Sie vor Ort Kunsthandwerk kaufen, unterstützen Sie lokale Künstler. Für Gruppen oder während besonderer kultureller Veranstaltungen ist es empfehlenswert, im Voraus zu buchen. Das Park-Setting des Museums bietet eine angenehme Umgebung zum Nachdenken und Entdecken – auch außerhalb der Ausstellungsräume.
Interessante Fakten
- •Im Innenhof des Museums stehen Statuen bedeutender kolonialer und guineischer historischer Persönlichkeiten, darunter Almamy Samori Ture und Gouverneur Noël Ballay.
- •Eine 1896 von Aimé Olivier de Sanderval errichtete gemauerte Betonbogenkonstruktion steht nahe dem Eingang und wird von Künstlern genutzt, um dort Gemälde zu präsentieren.
- •Die Cafétaria des Museums ist in einer Hütte untergebracht, die von einem riesigen kolonialen Helm bekrönt wird – ein Symbol für die komplexe, ehrende Bezugnahme auf die französische Kolonialvergangenheit.
- •Viele der ältesten Stücke des Museums sind verschwunden, und es fungiert teilweise auch als Kunsthandwerksladen für traditionelle Arbeiten.
- •Das Museum spielte 2014 eine Rolle als Treffpunkt, um die Feierlichkeiten zum Jubiläum der nationalen Unabhängigkeit zu organisieren.
Geschichte
Das Sandervalia National Museum wurde 1960 im Zuge von Guineas Bemühungen gegründet, traditionelles Brauchtum zu fördern – in einem totalitären Regime, das den Islam als Staatsreligion festgelegt und religiöse Kunst beschlagnahmt hatte.
Nach dem Militärputsch von 1984 wurden die Einschränkungen für die indigene Religion aufgehoben, sodass das Museum zu einem kulturellen Zentrum für die künstlerische Gemeinschaft werden konnte.
Im Laufe der Zeit ging ein großer Teil der ursprünglichen Sammlung verloren, doch das Museum passte sich an, indem es in den 1990er-Jahren Konferenzen und kulturelle Veranstaltungen ausrichtete.
Zu den Restaurierungsmaßnahmen gehörte Unterstützung durch die Japanische Botschaft für einen Gebäudeflügel.
Im Innenhof des Museums befindet sich eine gemauerte Box, die 1896 von Aimé Olivier de Sanderval errichtet wurde – eine bemerkenswerte koloniale Anlage.
Ortsführer
Raum für traditionelle Künste
Dieser Raum beherbergt eine Sammlung von Masken und Musikinstrumenten aus verschiedenen ethnischen Gruppen in ganz Guinea und gibt damit Einblicke in die kulturelle Vielfalt des Landes.
Innenhof mit KolonialstatuenSpätes 19. bis frühes 20. Jahrhundert
Ein Außenbereich, der Statuen historischer Persönlichkeiten wie Almamy Samori Ture, Sanderval, Gouverneur Noël Ballay und weitere zeigt – ein Spiegel von Guineas kolonialer und vorkolonialer Geschichte.
Galerie für Kunsthandwerk
Eine Galerie neben dem Ausstellungsraum, in der Besucher traditionelles Kunsthandwerk kaufen können, darunter Stoffe, hölzerne Statuen und geprägte Tuareg-Lederwaren.
Mauerwerksbogen von Aimé Olivier de Sanderval1896
Ein neugieriger Betonbogen, der 1896 von dem französischen Entdecker und Kolonialakteur Aimé Olivier de Sanderval gebaut wurde und der von Künstlern informell für Ausstellungen genutzt wird.
Kontakt
Telefon: 622 07 22 87