
Îles de Los
Boké
Die Îles de Los liegen etwa zwei Kilometer vor der Küste von Conakry, Guinea, und bestehen aus mehreren Inseln – darunter die drei Hauptinseln Tamara, Kassa und Roume – sowie kleineren Felseilanden. Ihr Name geht auf den portugiesischen Ausdruck „Ilhas dos Ídolos“ zurück, der „Inseln der Idole“ bedeutet. Die Inseln sind bekannt für ihre wunderschönen Strände und üppig bewachsenen, inselinneren Landschaften und sind damit ein beliebtes Ziel für Touristen, die Natur pur erleben möchten. Geologisch sind die Inseln Überreste einer vulkanischen Struktur aus dem Kreidezeitalter, die hauptsächlich aus Syenitgestein besteht. Historisch spielten die Inseln eine bedeutende Rolle im atlantischen Sklavenhandel und waren von den Baga bewohnt, die den Kaloum-Dialekt sprechen. Im 18. Jahrhundert wurde die Insel Kassa als „Factory Island“ bekannt, weil dort eine englische Handelsniederlassung errichtet wurde, die sich mit Schiffreparaturen und dem Lotsen bzw. Steuern von Flüssen befasste. 1818 wurden die Inseln an das Britische Empire abgetreten und später im Jahr 1904 im Zuge kolonialer Abkommen unter französische Kontrolle gebracht, wodurch sie Teil von Französisch-Guinea wurden. Heute bieten die Îles de Los eine Mischung aus natürlicher Schönheit und reichem kulturellem Erbe, die man mit der Fähre von Conakry aus erreicht.
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Tipp: Besucher sollten Fähren von Conakry nutzen, um die Inseln bequem zu erreichen. Die beste Zeit für einen Besuch ist die Trockenzeit, damit man die Strände und Outdoor-Aktivitäten genießen kann. In der Hochsaison wird empfohlen, Tickets im Voraus zu kaufen. Für Gruppen oder lokale Bewohner können Ermäßigungen verfügbar sein. Besucher sollten sich auf eingeschränkte Infrastruktur auf manchen Inseln einstellen und entsprechend das Nötigste mitbringen.
Interessante Fakten
- •Der Name Îles de Los leitet sich vom portugiesischen „Ilhas dos Ídolos“ ab und bedeutet „Inseln der Idole“.
- •Die vulkanische Entstehung der Inseln reicht bis ins Kreidezeitalter zurück, was ihre Geologie mit Syenit-Gesteinsformationen besonders macht.
- •Die Insel Kassa war historisch als Factory Island bekannt, benannt nach der im 18. Jahrhundert gegründeten englischen Handelsniederlassung.
- •Im Jahr 1812 wurde ein auf den Inseln festgenommener niederländischer Sklavenhändler, der dort aktiv war, die erste Person, die im Rahmen des British Slave Trade Felony Act 1811 vor Gericht gestellt wurde.
- •Die Inseln wurden 1904 im Rahmen der im Entente Cordiale vereinbarten Vertragsumschichtung von britischer zu französischer Kontrolle übertragen.
Geschichte
Die Îles de Los haben eine lange Geschichte der Besiedlung und waren im atlantischen Sklavenhandel besonders bedeutend.
Im Jahr 1755 errichtete die English African Company of Liverpool einen Handelsposten auf der Insel Kassa, die damals als Factory Island bekannt war, mit Fokus auf Schiffreparaturen und das Lotsen bzw.
Steuern von Flüssen.
1818 wurden die Inseln über einen Vertrag mit dem lokalen Anführer Mangé Demba an das Britische Empire abgetreten.
Anschließend wurden die Inseln 1904 im Zuge des Entente Cordiale-Abkommens zwischen Großbritannien und Frankreich auf französische Kontrolle übertragen und in Französisch-Guinea eingegliedert.
Diese Wechsel zeigen die strategische und wirtschaftliche Bedeutung der Inseln in der Kolonialzeit.
Ortsführer
Tamara Island und Leuchtturm
Die Insel Tamara hat den Île Tamara Leuchtturm und war früher ein Standort für ein Gefängnis. Der Leuchtturm ist eine markante Orientierungshilfe, die die Navigation rund um die Inseln unterstützt.
Kassa Island (Factory Island)1755
Die Insel Kassa, die früher Factory Island hieß, war der Ort einer englischen Handelsniederlassung aus dem 18. Jahrhundert, die sich auf Schiffreparaturen und das Lotsen bzw. Steuern von Flüssen spezialisierte. Der Name leitet sich vom portugiesischen Wort für „Haus“ ab.
Roume Island
Roume ist eine der Hauptinseln der Gruppe und ist bekannt für ihre natürliche Schönheit und die bewaldeten Inselinneren. Das trägt dazu bei, dass die Inseln bei Touristen so beliebt sind.