
Abuko-Naturschutzgebiet
Western
Das Abuko-Naturschutzgebiet liegt südlich der Ortschaft Abuko in Gambia. Es ist das erste Naturschutzgebiet des Landes, das als Wildschutzgebiet ausgewiesen wurde, und ein beliebtes Ziel für Naturfreunde. Das Reservat erstreckt sich über etwa 106 Hektar typisches Savannenland sowie Galerie-Wald und beherbergt unter anderem Bäume wie Ölpalmen, Mahagoniholz, Iroko und Anthocleista procera. Hier findet sich eine beeindruckende Vielfalt an Tierarten: 52 Säugetierarten wie Bushbucks, Duiker, Stachelschweine, Buschbabys sowie drei Affenarten – Vervet-Affen, vom Aussterben bedrohte westafrikanische Roten Kolobusaffen und Patasaffen. Auch die Reptilienwelt ist bemerkenswert: Dazu zählen Nil- und Zwergkrokodile, Pythons, Puffottern (Puff adders), Grüne Mambas sowie mehrere Kobraarten. Vogelbegeisterte können zudem über 270 Arten entdecken, darunter Sonnenvögel, Grüne Hylias, Afrikanische Habichte (Goshawks) und seltene Arten wie Grün- und Violettturakos, Weißgefleckte Flufftails und Ahanta-Francoline. Im Reservat gibt es rund 5 km lange Rundwege und eine Feldstation mit Blick auf eine Tränke – ideale Bedingungen für die Beobachtung von Wildtieren. Außerdem umfasst es Gehege, die als Tierwaisenhaus für Tiere wie Hyänen dienen. Ganz ohne Auto gut erreichbar, bietet das Abuko-Naturschutzgebiet eine seltene Gelegenheit, die artenreiche afrikanische Tierwelt in einem überschaubaren und gepflegten Park kennenzulernen.
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Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch im Abuko-Naturschutzgebiet ist die Trockenzeit, wenn Tiere an den Tränken häufiger zu sehen sind. Die Wege sind gut instand gehalten, daher sind bequeme Schuhe empfehlenswert. Eintrittskarten können vor Ort gekauft werden; es lohnt sich jedoch, im Voraus nach möglichen Rabatten oder geführten Touren zu schauen. Früh morgens oder am späten Nachmittag bieten sich die besten Chancen zum Vogelbeobachten. Bringen Sie Ferngläser und Insektenschutz mit, damit der Aufenthalt noch angenehmer wird.
Interessante Fakten
- •Das Abuko-Naturschutzgebiet war das erste als Wildschutzgebiet ausgewiesene Gebiet in Gambia.
- •Das Reservat beherbergt mehr als 270 registrierte Vogelarten und ist damit ein bedeutendes Important Bird Area (IBA).
- •Hier lebt die vom Aussterben bedrohte Rotkolobus-Unterart (westliche Roten Kolobusaffen) – eine in Westafrika seltene Art.
- •Das Reservat umfasst ein Gehege für ein Tierwaisenhaus, in dem unter anderem ein Rudel Hyänen lebt.
- •Der 1916 eingezäunte Lamin Stream war die ursprüngliche Wasserquelle, die dazu beitrug, die Tierpopulationen im Gebiet zu erhöhen.
Geschichte
Das Gebiet, das heute als Abuko-Naturschutzgebiet bekannt ist, wurde erstmals 1916 geschützt: Der Lamin Stream wurde eingezäunt, um einen Sammelpunkt für Wasser zu schaffen.
So konnte die lokale Tier- und Pflanzenwelt profitieren.
1967 erkannten der Wildhüter Eddie Brewer und seine Tochter Stella Marsden die Bedeutung des Waldes für den Naturschutz.
Ihr Engagement führte dazu, dass 1968 die Department of Wildlife im Reservat eingerichtet wurde – ein formaler Schritt zum Schutz des Gebiets.
Seitdem wird das Reservat so verwaltet, dass seine artenreiche Biodiversität erhalten bleibt und es in Gambia ein wichtiger Ort für Wildtierbeobachtung und Naturschutz ist.
Ortsführer
Wege zum Entdecken
Etwa 5 Kilometer gut instand gehaltene Wege schlängeln sich durch das Reservat und ermöglichen es Besuchern, Lebensräume der Savanne und des Galerie-Waldes zu erkunden, die reich an Flora und Fauna sind.
Feldstation und Tränke
Ein Aussichtspunkt mit Blick über eine Tränke: Dieser Platz ist ideal, um Wildtiere wie Säugetiere und Vögel zu beobachten, die zum Trinken kommen – besonders während der Trockenzeit.
Gehege des Tierwaisenhauses
Gehege innerhalb des Reservats dienen als Zufluchtsort für verwaiste und bedürftige Tiere, darunter ein Rudel Hyänen. So erhalten Besucher Einblicke in die lokalen Bemühungen zum Schutz der Wildtiere.
Kontakt
Telefon: 724 8035