
Grönländisches Nationalmuseum und -archiv
Qeqqata Kommunia
Das grönländische Nationalmuseum und -archiv mit Sitz in Nuuk, der Hauptstadt Grönlands, ist eine Kultureinrichtung, die sich der Bewahrung und Präsentation des archäologischen, historischen, künstlerischen und handwerklichen Erbes Grönlands widmet. Das Museum wurde Mitte der 1960er-Jahre gegründet und ist in einem ehemaligen Lagerhaus untergebracht, das 1936 nahe dem alten kolonialen Hafen von Nuuk errichtet wurde. Zu seiner umfangreichen Sammlung gehören repatriierte Inuit-Artefakte aus dem National Museum of Denmark, die die indigene Geschichte und Kultur Grönlands widerspiegeln. Ein besonderes Highlight sind die Exponate der Qilakitsoq-Mumien – drei Frauen und ein sechs Monate altes Kind, die bis in die Mitte des 15. Jahrhunderts zurückreichen – und die einen unschätzbaren Einblick in das Inuit-Leben vor Jahrhunderten geben. Weitere Ausstellungen beleuchten die sozialen Veränderungen in Grönland während der 1950er-Jahre sowie geologische Besonderheiten der Region. Das Museum betreut außerdem mehrere nahegelegene historische Gebäude, darunter eine restaurierte Werkstatt eines Küpers sowie Ausstellungen zu traditionellen Tran-Tanks und Pressen, die das Verständnis der Besucher für das grönländische Erbe und traditionelle Industrien vertiefen. Die Archive sind zwar verwaltungstechnisch angebunden, befinden sich jedoch räumlich in Ilimmarfik und bieten Forschungs- und Auskunftsdienste zu historischen Dokumenten und Regierungsakten.
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Tipp: Besucher sollten den offiziellen Internetauftritt des Museums prüfen, um die Öffnungszeiten und besondere Schließtage zu erfahren, da es an bestimmten gesetzlichen Feiertagen im Laufe des Jahres geschlossen ist. In der Hauptsaison wird empfohlen, Tickets im Voraus zu kaufen. Die Einblicke lohnen sich besonders in den Sommermonaten, wenn es länger hell ist und so genug Zeit bleibt, um die Ausstellungen in Ruhe zu erkunden. Ermäßigungen können für Studierende und Seniorinnen und Senioren verfügbar sein. Geführte Touren können das Verständnis wichtiger Exponate wie der Qilakitsoq-Mumien und der unter dem Schutz des Museums stehenden historischen Gebäude noch verbessern.
Interessante Fakten
- •Das Museum beherbergt die Qilakitsoq-Mumien, die erstaunlich gut erhaltenen Überreste von drei Frauen und einem sechs Monate alten Kind aus dem 15. Jahrhundert sind.
- •Das Gebäude, in dem das Museum untergebracht ist, war ursprünglich ein 1936 errichtetes Lagerhaus und gehört zum Bereich des alten kolonialen Hafens von Nuuk.
- •Zur Sammlung des Museums gehören repatriierte Inuit-Artefakte, die vom National Museum of Denmark zurück nach Grönland gebracht wurden; sie zeigen Grönlands Bemühungen, sein kulturelles Erbe zurückzuerlangen.
- •Mehrere nahegelegene historische Gebäude, darunter eine Werkstatt eines Küpers und traditionelle Tran-Tanks, stehen unter dem Schutz des Museums und sind Teil seiner Freilichtausstellungen.
Geschichte
Das Greenland National Museum wurde Mitte der 1960er-Jahre eröffnet; zunächst wurde 1965 in der Mission House der Herrnhuter Brüder in Grönland die erste Ausstellung gezeigt.
In den 1970er-Jahren zog es an den heutigen Standort im alten kolonialen Hafen von Nuuk um, um die wachsende Sammlung – darunter repatriierte Inuit-Artefakte aus Dänemark – unterbringen zu können.
1991 wurde die Einrichtung reorganisiert, um das National Archives einzubeziehen und das Greenland National Museum & Archives zu bilden, auch wenn sich die Archive inzwischen separat in Ilimmarfik befinden.
Über die Jahrzehnte hinweg hat das Museum eine zentrale Rolle dabei gespielt, das kulturelle Erbe Grönlands zu bewahren und die Forschung zu dessen Geschichte und Archäologie zu erleichtern.
Ortsführer
Ausstellung der Qilakitsoq-Mumien15. Jahrhundert
Diese Ausstellung zeigt natürlich erhaltene Überreste von drei Frauen und einem sechs Monate alten Kind, die bis in die Mitte des 15. Jahrhunderts zurückreichen – und bietet so einzigartige Einblicke in die Bestattungspraxis und das Leben der Inuit vor Jahrhunderten in Grönland.
Restaurierte Werkstatt eines KüpersHistorischer Zeitraum, exaktes Datum unbekannt
Eine historische Werkstatt, die traditionelle grönländische Techniken des Küperhandwerks veranschaulicht, die bei der Herstellung von Fässern verwendet wurden – ein wichtiger Bestandteil lokaler Industrien wie Fischerei und der Verarbeitung von Tran.
Ausstellung von Tran-Tanks und Pressen
Eine Freiluftausstellung, die traditionelle Werkzeuge und Methoden zur Verarbeitung von Walstran zeigt – und damit Grönlands historische Abhängigkeit von marinen Ressourcen widerspiegelt.
Kontakt
Telefon: 32 26 11