
Nuuk Art Museum
Kommuneqarfik Sermersooq
Das Nuuk Art Museum in Grönlands Hauptstadt Nuuk ist ein kultureller Dreh- und Angelpunkt, der die künstlerische Tradition Grönlands sowie ihre Verbindung zu europäischen Einflüssen in den Mittelpunkt stellt. Das Museum wurde 2005 in einer umgenutzten Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten eingerichtet und beherbergt rund 250 Gemälde, Aquarelle, Fotografien, Zeichnungen und Grafiken sowie etwa 50 Figuren aus Knochen, Elfenbein, Holz und Speckstein. Besonders hervorzuheben ist die Sammlung mit über 150 Gemälden des dänischen Künstlers Emanuel A. Petersen sowie Werken weiterer europäischer Künstler, die in Grönland lebten, darunter Christine Deichmann, J.E.C. Rasmussen und Harald Moltke. Auch grönländische Künstler wie Simon Kristoffersen, Miki Jacobsen und Pia Arke sind stark vertreten – und schaffen so einen lebendigen Dialog zwischen traditionellen und zeitgenössischen Ausdrucksformen. Die kuratorische Ausrichtung zeigt die unterschiedlichen Blickwinkel auf Grönland: aus der Perspektive von außen sowie aus lokaler Sicht. Besucher erhalten dadurch einen einzigartigen Einblick in die kulturelle Identität der Insel. Erweiterungen im 600 Quadratmeter großen Raum ermöglichen rotierende Ausstellungen, und Bildungsprogramme sorgen dafür, dass sich Gäste noch stärker einbringen können. Zu den jüngsten Initiativen zählen Audioguides sowie ein Artwalk, der Stadträume mit Kunst verknüpft – so wird das Museum zu einer interaktiven und sich weiterentwickelnden Institution.
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Tipp: Besucher sollten vorab einen Blick auf die offizielle Website des Museums werfen, um die aktuellen Ausstellungen und Öffnungszeiten zu prüfen – besonders in den Ferien, wenn sich die Zeiten ändern können. Wenn Sie geführte Touren im Voraus buchen, wird das Erlebnis oft noch abwechslungsreicher. Das Museum bietet eine kostenlose Teilnahme an besonderen Veranstaltungen wie Filmvorführungen, allerdings ist für einige aufgrund begrenzter Sitzplätze eine vorherige Reservierung erforderlich. Lehrmaterialien gibt es für verschiedene Altersgruppen, sodass das Museum sich gut für Schulbesuche eignet. Frühling und früher Sommer sind ideal, weil dann häufig neue Ausstellungen eröffnet werden.
Interessante Fakten
- •Das Museum beherbergt über 150 Gemälde von Emanuel A. Petersen, einem dänischen Künstler, der für seine Darstellungen grönländischer Landschaften und des Lebens dort bekannt ist.
- •Das Gebäude war ursprünglich eine Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten, bevor es in den Museumsraum umgewandelt wurde.
- •Die Sammlung umfasst vielfältige Medien wie Figuren aus Speckstein, Elfenbein und Holz – ergänzt durch traditionelle Gemälde und Zeichnungen.
- •Zu den jüngsten Projekten zählen ein Audioguide sowie ein Artwalk, die die Sammlung des Museums mit der urbanen Umgebung in Nuuk verbinden.
- •Das Museum erhielt von der Augustinus Foundation einen bedeutenden Zuschuss, um das gesamte Kunstprojekt „Melting Barricades“ von Asmund Havsteen-Mikkelsen und Inuk Silis Høegh anzukaufen.
Geschichte
Das Nuuk Art Museum wurde am 22.
Mai 2005 gegründet und entstand in einem ehemaligen Gebäude der Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten, das Svend und Helene Junge gespendet hatten.
Die offizielle Eröffnung fand am 21.
Juni 2007 statt – zeitgleich mit dem Greenland National Day.
Die Gründung beruhte auf dem Wunsch, das künstlerische Erbe Grönlands zu bewahren und gemeinsam mit europäischen Kunstwerken, die in Grönland entstanden oder von Grönland inspiriert waren, zu präsentieren.
Im Laufe der Zeit hat das Museum seine Sammlungen und Einrichtungen erweitert, unter anderem um einen Anbau für temporäre Ausstellungen, und Bildungs- sowie interaktive Programme entwickelt, um die kulturelle Reichweite zu vergrößern.
Ortsführer
Permanent Collection
Beinhaltet mehr als 250 Kunstwerke, darunter Gemälde, Aquarelle, Fotografien und Skulpturen, die die kulturelle und künstlerische Geschichte Grönlands anhand sowohl europäischer als auch grönländischer Künstler veranschaulichen.
Temporary Exhibition Space
Ein Anbau innerhalb des Museums, der für rotierende Ausstellungen gedacht ist und zeitgenössische grönländische Kunst sowie thematische Präsentationen in den Mittelpunkt rückt – darunter die Ausstellung „Kusanartuliat“, die sich mit grönländischem Kunsthandwerk befasst.
Artwalk in Nuuk Urban Space
Ein kuratiertes Outdoor-Kunst-Erlebnis, das die Sammlung des Museums mit öffentlichen Kunstwerken und urbanen Kunstinstallationen in ganz Nuuk verbindet und die kulturelle Entdeckung der Stadt bereichert.
Kontakt
Telefon: 36 60 33