
Fort Metal Cross
Western
Fort Metal Cross, ursprünglich als Fort Dixcove bekannt, ist eine historische militärische Befestigungsanlage in der Fischersiedlung Infuma in Dixcove in der Western Region von Ghana. In der Kolonialzeit spielte die Festung eine entscheidende Rolle im atlantischen Sklavenhandel und im Handel zwischen Europa und Afrika. Die Anlage wurde im späten 17. Jahrhundert errichtet und hat verschiedene Kolonialmächte erlebt, darunter Brandenburg-Preußen, die Niederländer und die Briten – jede von ihnen hinterließ ihre Spuren an Bauwerk und Geschichte. Besonders hervorzuheben ist, dass die Festung 1712 zweimal belagert, aber erfolgreich verteidigt wurde. Sie gehörte im 19. Jahrhundert zu einem bedeutenden Austausch von Festungen zwischen den Niederlanden und Großbritannien und diente zugleich mehreren Zwecken – darunter als Sklavengefängnis, als Station zur Versorgung mit Holz sowie als Ort für die Reparatur von Schiffen. Heute ist Fort Metal Cross als touristische Attraktion und Kulturstätte erhalten und steht stellvertretend für die komplexe Geschichte der Goldküste und des transatlantischen Handels. Die Festung ist Bestandteil der UNESCO-Welterbe-Liste für Festungen und Schlösser in Ghana und symbolisiert ihre weltweite historische Bedeutung.
Planen Sie Ihre Reise nach Ghana mit KI
Erstellen Sie in wenigen Minuten einen detaillierten Reiseplan. KI schlägt die besten Orte, Restaurants und eine optimierte Route vor.
Tipp: Besucher sollten überlegen, Fort Metal Cross in der Trockenzeit zu erkunden – dann sind Wetter und Erreichbarkeit meist besser. Es empfiehlt sich, die lokalen Öffnungszeiten zu prüfen und geführte Touren einzuplanen, um das geschichtliche Erlebnis zu bereichern. Tickets können häufig vor Ort gekauft werden, aber eine vorherige Organisation über lokale Reiseveranstalter kann den Besuch verbessern. Gegebenenfalls gibt es moderate Ermäßigungen oder Gruppenpreise. Das Gelände wird außerdem für Gemeinde- und Kirchenveranstaltungen genutzt – wer Besuche um solche Termine herum plant, kann besonders spannende kulturelle Einblicke gewinnen.
Interessante Fakten
- •Fort Metal Cross war ursprünglich als Fort Dixcove bekannt und wurde von den Niederländern in Fort Metalen Kruis umbenannt.
- •Die Festung wurde 1712 zweimal belagert – durch einen lokalen Verbündeten der Preußen – und konnte sich erfolgreich verteidigen.
- •Die Festung war Teil eines großen Austauschs von Festungen zwischen Großbritannien und den Niederlanden im 19. Jahrhundert.
- •Autor Bosman bezeichnete die Festung wegen des unrein geförderten Goldes aus der Nähe als „die falsche Münzstätte der Goldküste“.
- •Die Festung diente während des transatlantischen Sklavenhandels als Sklavengefängnis.
- •Sie ist in der UNESCO-Welterbe-Liste für Festungen und Schlösser in Ghana enthalten.
Geschichte
Der Bau von Fort Metal Cross begann im späten 17.
Jahrhundert unter europäischen Kolialmächten, zunächst durch Brandenburg-Preußen.
Die Festung überstand zwei Belagerungen im Jahr 1712, blieb jedoch unter kolonialer Kontrolle.
1868 wurde sie nach dem Anglo-Dutch Gold Coast Treaty an die Niederländer übergeben und in Fort Metalen Kruis umbenannt.
Vier Jahre später, 1872, wurde die Festung im Rahmen des Gold Coast Treaty von 1871 an die Briten abgetreten.
Im Laufe ihrer Geschichte diente die Festung verschiedenen Aufgaben, darunter als Sklavengefängnis und als Station für die Reparatur von Schiffen der Marine.
Im Laufe der Zeit wandelte sie sich von einer militärischen Anlage zu einer Polizeistation und Poststation, bevor sie schließlich zu einem Ort für Kulturtourismus wurde.
Ortsführer
Hauptstruktur der FestungSpätes 17. Jahrhundert
Die Hauptstruktur der Festung besteht aus dicken Steinmauern und Bastionen mit Blick aufs Meer. Sie wurde errichtet, um Angriffe abzuwehren und Handelsrouten zu kontrollieren. Außerdem bietet sie einen weiten Blick über den Atlantik und auf das darunterliegende Fischerdorf.
Kanonenstellungen17.–18. Jahrhundert
Die strategisch um die Festung verteilten Kanonenpositionen wurden genutzt, um sich gegen Angriffe von See zu verteidigen und den Handelsstützpunkt zu schützen. Besucher können erhaltene Kanonenkugeln sowie die Artilleriestellungen besichtigen.
Zellen des Sklavengefängnisses18.–19. Jahrhundert
Diese Zellen wurden verwendet, um versklavte Afrikaner einzusperren, bevor sie zwangsweise über den Atlantik verschifft wurden. Die Enge und die Dunkelheit spiegeln die brutalen Realitäten der Sklavenhandels-Epoche wider.