
Fort Amsterdam
Central
Fort Amsterdam, ursprünglich als Fort Cormantin bekannt, ist eine ehemalige Festung, die von den Engländern erbaut wurde, in Abandze in der Central Region von Ghana. Sie wurde zwischen 1638 und 1645 errichtet, 1665 von den Niederländern erobert und gehörte später zur Dutch Gold Coast, bevor sie 1868 wieder an die Briten zurückgegeben wurde. Architektonisch ist die Festung rechteckig angelegt: Zwei eckige und zwei runde Bastionen sind durch Kurtinenmauern miteinander verbunden. Im Inneren liegt ein zentraler Innenhof, der von verschiedenen Gebäuden umgeben ist – mit einem bis drei Stockwerken. Besonders hervorzuheben ist die Südost-Bastion, die als Sklavengefängnis diente: mit einem Dach mit vergitterter Belüftung. Man geht davon aus, dass dies das erste seiner Art an der Gold Coast war, wo versklavte Menschen namens Coromantee festgehalten wurden. Die Festung erlebte Phasen von Konflikten und Niedergang, unter anderem ihren ruinösen Zustand nach einem Angriff im Jahr 1811, bis hin zu Restaurierungsmaßnahmen im Jahr 1951. Heute steht Fort Amsterdam als UNESCO-Welterbestätte da und dokumentiert den europäischen kolonialen Einfluss sowie die tragische Geschichte des atlantischen Sklavenhandels in Westafrika. Umgeben vom wachsenden Ort Abandze und mit malerischen Blicken auf die Küste, ist sie ein eindrucksvolles Zeitzeugnis.
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Tipp: Besucherinnen und Besucher sollten Fort Amsterdam tagsüber erkunden, um die architektonischen Details und die historische Bedeutung in vollem Umfang zu würdigen. Es wird empfohlen, Tickets im Voraus zu kaufen – besonders in den Reisehochszeiten. Gegebenenfalls sind moderate Rabatte für Studierende und Gruppen verfügbar. Geführte Touren bereichern den Besuch, weil sie einen tieferen historischen Kontext vermitteln. Die beste Zeit für einen Besuch ist die Trockenzeit, um wetterbedingte Störungen zu vermeiden.
Interessante Fakten
- •Fort Amsterdam hieß ursprünglich Fort Cormantin und wurde zwischen 1638 und 1645 von den Engländern erbaut.
- •Die Südost-Bastion war als Sklavengefängnis mit vergitterter Belüftung konzipiert und gilt als die erste ihrer Art an der Gold Coast.
- •Die in Fort Amsterdam festgehaltenen Menschen wurden Coromantee genannt – ein Begriff, der mit dem Namen der Festung zusammenhängt.
- •Die Festung wechselte im 17. und 18. Jahrhundert mehrfach zwischen den Engländern und den Niederländern den Besitzer.
- •Im Jahr 1811 wurde die Festung angegriffen und von den Menschen von Anomabo, Verbündeten der Briten, in Ruinen zurückgelassen.
- •Sie wurde 1951 vom Ghana Museums and Monuments Board restauriert und ist seit 1979 eine UNESCO-Welterbestätte.
Geschichte
Fort Amsterdam wurde von den Engländern zwischen 1638 und 1645 als Fort Cormantin erbaut.
Es wurde 1665 von den Niederländern während des Vierten Anglo-Niederländischen Krieges erobert und in die Besitzungen der Dutch Gold Coast eingegliedert.
1811 wurde die Festung angegriffen und von lokalen Verbündeten der Briten in Ruinen zurückgelassen.
Sie blieb unbewohnt, bis sie 1951 durch den Ghana Museums and Monuments Board restauriert wurde.
1979 wurde die Festung als UNESCO-Welterbestätte eingetragen – aufgrund ihrer historischen Bedeutung im atlantischen Sklavenhandel und des europäischen Kolonialismus in Westafrika.
Ortsführer
Haupttor und Kurtinenmauern1638-1645
Das Haupttor ermöglicht den Zugang durch die solide errichteten Kurtinenmauern, die die Bastionen miteinander verbinden, und zeigt damit die militärische Architektur des 17. Jahrhunderts – ausgelegt für Verteidigung und Kontrolle.
Sklavendungeon (Südost-Bastion)17. Jahrhundert
Diese hohle Bastion diente als Sklavengefängnis mit vergitterter Belüftung im Dach. Man glaubt, dass es sich dabei um die erste derartige Anlage an der Gold Coast handelte – dort wurden versklavte Menschen festgehalten, bevor sie transportiert wurden.
Zentraler Innenhof und umliegende Gebäude1638-1645
Der zentrale Innenhof der Festung wird im Westen von einem eingeschossigen Gebäude umrahmt, im Norden von einem zweigeschossigen Gebäude und im Süden von Gebäuden mit zwei bis drei Stockwerken – das spiegelt die funktionale und Wohnarchitektur der Festung wider.