Cape Coast Castle

Photo by Andrew Molo on Unsplash (@molosocial)

Cape Coast Castle

Central

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Cape Coast Castle ist eine bedeutende historische Festung in Ghanas Central Region. Ursprünglich wurde sie 1555 als portugiesische Handelsniederlassung gegründet, genannt Cabo Corso. 1653 errichtete die Schwedische Africa Company an dieser Stelle eine Festung aus Holz, die sich später zu einem bedeutenden Knotenpunkt des Atlantik-Sklavenhandels entwickelte. Die großen unterirdischen Verliesse der Burg hielten versklavte Afrikanerinnen und Afrikaner fest, bevor sie zwangsweise über den Atlantik verschifft wurden – daher der düstere Spitzname „das Tor der Rückkehrlosen“. Im Laufe der Jahrhunderte wechselte die Festung wiederholt den Besitzer zwischen europäischen Mächten, darunter die Dänen, Niederländer und Briten, die die Anlage ausbauten und befestigten. Die Briten kontrollierten die Burg bis ins späte 19. Jahrhundert hinein, während die Royal African Company eine wichtige Rolle in den kommerziellen Aktivitäten spielte. Nach der Abschaffung des Sklavenhandels im Jahr 1807 verlagerte sich die Funktion der Burg hin zum Handel mit Edelmetallen und anderen Waren und wurde schließlich zu einem Bildungszentrum. Heute betreibt Cape Coast Castle das Museum, das diese schmerzliche, aber wichtige Geschichte bewahrt – mit Ausstellungen zum transatlantischen Sklavenhandel und zur ghanaischen Kultur. Die Anlage ist als UNESCO-Welterbestätte anerkannt für ihren Zeugnischarakter bezüglich des Gold- und Sklavenhandels und steht als eindrückliche Erinnerung an die koloniale Vergangenheit der Region und ihre Widerstandskraft.

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Tipp: Besucher sollten darauf achten, früh anzukommen, da die Burg täglich von 9:00 bis 16:30 Uhr geöffnet ist. Es empfiehlt sich, geführte Touren im Voraus zu buchen, um den historischen Kontext besser zu verstehen und lange Schlangen zu vermeiden. Ermäßigungen gibt es für Studierende und Gruppen. Die beste Zeit für einen Besuch ist die Trockenzeit, typischerweise von November bis März, wenn die Wetterbedingungen für das Erkunden der Burg und der Umgebung günstiger sind.

Interessante Fakten

  • In den Verließen von Cape Coast Castle konnten bis zu tausend versklavte Menschen auf ihre Verschiffung warten.
  • Ursprünglich hieß die Burg bei den Schweden Carlousburg – nach König Charles X von Schweden.
  • Während des Siebenjährigen Krieges wurde die Burg 1757 von der französischen Marine beschossen und schwer beschädigt.
  • Die Royal African Company exportierte um 1700 schätzungsweise jährlich 70.000 Sklavinnen und Sklaven von Cape Coast.
  • Die Burg ist Teil einer Gruppe von Forts und Burgen in Ghana, die als UNESCO-Welterbestätte für ihre Rolle im Atlantik-Sklavenhandel ausgewiesen wurde.

Geschichte

1555

Ursprünglich 1555 als portugiesische Handelsniederlassung gegründet, wurde Cape Coast Castle 1653 von der Schwedischen Africa Company zu einer Festung aus Holz ausgebaut.

Im Verlauf des 17.

und 18.

Jahrhunderts wechselte sie mehrfach den Besitzer zwischen europäischen Mächten, darunter den Dänen, Niederländern und Briten – ein Spiegel des intensiven kolonialen Konkurrenzkampfs.

1665

1665 übernahmen die Briten die dauerhafte Kontrolle und bauten die Festung bis um 1700 zur Burg aus.

1757

Während des Siebenjährigen Krieges wurde die Burg 1757 von französischen Truppen beschossen und anschließend mit stärkeren Verteidigungsanlagen wieder aufgebaut.

1807

Bis zur Abschaffung des Sklavenhandels durch die Briten im Jahr 1807 war die Burg zentral für den Atlantik-Sklavenhandel; danach diente sie bis ins späte 19.

Jahrhundert als Handels- und Bildungszentrum.

Ortsführer

1
Die Verliesse17th-18th century

Große unterirdische Kammern, in denen versklavte Afrikanerinnen und Afrikaner unter harten Bedingungen festgehalten wurden, bevor sie auf Schiffe verladen wurden. Diese Verliesse sind eine eindringliche Erinnerung an das menschliche Leid, das während des Sklavenhandels ertragen werden musste.

2
Die Gemächer des Gouverneurs18th century

Wohn- und Verwaltungsräume des britischen Gouverneurs, der während der Kolonialzeit die Burg und ihren Betrieb beaufsichtigte.

3
Der Große Saal18th century

Ein großer Raum für offizielle Sitzungen und Zeremonien – ein Spiegel des architektonischen Stils europäischer Festungen aus dieser Zeit.

4
Die SeeverteidigungsanlagenPost-1760 reconstruction

Starke Befestigungsanlagen, die die Burg vor Angriffen von See schützen sollten – vor allem nach der Beschießung durch die Franzosen im Jahr 1757.

Kontakt

Telefon: 057 710 1707