
Fort Grey
Guernsey (UK)
Fort Grey ist ein markanter Martello-Turm, der auf einem Gezeitenfelsen in der Rocquaine Bay an der Westküste von Guernsey steht. Ursprünglich im Jahr 1804 während der Napoleonischen Kriege auf den Ruinen des mittelalterlichen Château de Rocquaine errichtet, diente er als Küstenverteidigungs- und Warnstation. Benannt nach Charles Grey, 1. Earl Grey, war die Festung mit einer 24-Pfünder-Karronade ausgestattet, um eine Invasion abzuwehren. Während des Zweiten Weltkriegs besetzten deutsche Truppen Fort Grey; es wurde als Widerstandsnest Graur Turm bezeichnet und mit Panzerabwehrgeschützen sowie Maschinengewehren ausgerüstet. Heute ist Fort Grey ein örtliches Museum für Schiffwracks; es beherbergt Bergungsgegenstände aus berühmten Wracks wie der MV Prosperity und der HMS Boreas, darunter auch eine Kanone, die auf die Hanois-Felsen gerichtet ist, wo die Boreas 1807 sank. Das Museum bewahrt außerdem Holzreste eines römischen Schiffs aus dem 3. Jahrhundert auf, das den Beinamen „Asterix“ trägt und im Hafen von St Peter Port entdeckt wurde. Die Festung und ihre Slipanlage sind als historisches Denkmal geschützt – ein Zeichen für ihre militärische und kulturelle Bedeutung. Der einzigartige Standort, die architektonischen Besonderheiten und die maritimen Ausstellungen machen Fort Grey zu einem spannenden Ziel für Besucher, die sich für Geschichte und das Meer interessieren.
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Tipp: Besucher werden gebeten, vor der Planung ihres Besuchs die Öffnungszeiten des Museums auf der offiziellen Website zu prüfen. Die beste Zeit, um Fort Grey zu erkunden, ist bei Niedrigwasser, wenn der Zugang leichter ist. Für Gruppenbesuche oder besondere Veranstaltungen wird eine vorherige Buchung empfohlen. Ermäßigungen können für Senioren, Studierende und Familien verfügbar sein. Das Museum ist über eine straßenmäßige Zufahrt mit Militärstandard erreichbar, die in der frühen 19. Jahrhundert ausgebaut wurde, und Parkmöglichkeiten gibt es in der Nähe.
Interessante Fakten
- •Fort Grey ist umgangssprachlich als „Tasse und Untertasse“ bekannt – wegen seiner markanten Form.
- •Die Festung beherbergt eine Kanone von der HMS Boreas, die 1807 in der Nähe sank und dabei mit einem großen Verlust an Menschenleben verbunden war.
- •Holzteile von einem römischen Schiff aus dem 3. Jahrhundert, das den Beinamen „Asterix“ trägt, wurden im Hafen von St Peter Port gefunden und für die Ausstellung konserviert.
- •Der Ort war im 16. Jahrhundert historisch mit Hexerei-Treffen verbunden.
- •Fort Grey war einer von drei Orten auf Guernsey, an denen eine Warnkanone abgefeuert wurde, um vor Invasionsgefahren zu signalisieren.
Geschichte
Der Standort beherbergte ursprünglich das Château de Rocquaine, eine kleine mittelalterliche Befestigungsanlage, die in den 1620er-Jahren als Milizposten erwähnt wurde, sich jedoch in einem schlechten Zustand befand.
Im 16.
und im frühen 17.
Jahrhundert war das Gebiet mit lokalen Zusammenkünften der Hexerei verbunden.
Die heutige Festung wurde 1804 von Thomas Henry während der Napoleonischen Kriege errichtet, um die Küstenverteidigung zu stärken.
Benannt nach dem Gouverneur Charles Grey, gehörte sie zu drei Forts, die im Falle einer Invasion Warnkanonen abfeuerten.
1891 verkaufte das War Office Fort Grey an die States of Guernsey.
Während des Zweiten Weltkriegs befestigten es die deutschen Besatzungstruppen als Widerstandsnest Graur Turm.
Seitdem wurde es in ein Museum umgewandelt, das maritime Fundstücke und die lokale Geschichte bewahrt.
Ortsführer
Martello-Turmstruktur1804
Der Turm selbst ist ein klassisches Beispiel für einen Martello-Turm: Er wurde zum Schutz der Küste mit dicken Mauern und einer Dachbatterie errichtet, die eine 24-Pfünder-Karronade trägt. Seine einzigartige „Tasse-und-Untertasse“-Form hebt ihn von anderen Türmen ab.
Ausstellungen im Museum für Schiffbrüche
Das Museum zeigt eine Vielzahl maritimer Bergungsfunde, darunter Stücke von der MV Prosperity und der HMS Boreas. Eine besonders bemerkenswerte Ausstellung ist die Kanone der HMS Boreas, die auf die Hanois-Felsen gerichtet ist, an denen das Schiff sank.
Ausstellung: Holzreste des römischen Schiffs3rd century
Konservierte Holzreste von einem römischen Schiff aus dem 3. Jahrhundert, das den Beinamen „Asterix“ trägt und im Hafen von St Peter Port entdeckt wurde, sind ausgestellt. Sie stehen für einen der ältesten maritim-archäologischen Funde der Region.
Kontakt
Telefon: 01481 265036