Tiflis-Schwefelbäder

Tiflis-Schwefelbäder

Tbilisi

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Die Tiflis-Schwefelbäder liegen im alten Viertel Abanotubani am Ostufer des Flusses Mtkvari. Berühmt sind sie vor allem für ihre natürlichen schwefelhaltigen Warmwasserquellen. Historisch bedeutend ist die Gegend außerdem als sagenhafter Ursprungsort von Tiflis: Mit dem Falken von König Vakhtang Gorgasali, der angeblich hier hinfiel, soll die Entdeckung der heißen Quellen und damit die Gründung der Stadt zusammenhängen. Bis zum 13. Jahrhundert beherbergte das Viertel bis zu 65 Bäder; viele von ihnen wurden in den 17. und 18. Jahrhunderten architektonisch von persischen Stilen geprägt. Die Bäder dienten nicht nur zu therapeutischen Zwecken, sondern auch als sozialer und kultureller Treffpunkt: Hier kamen die Einheimischen zusammen, um sich zu entspannen, zu feiern – und sogar, um Schönheitsbeurteilungen vorzunehmen. Heute sind die Bäder, darunter das berühmte Chreli Abano, weiterhin ein lebendiger und eleganter Teil des Herzens von Tiflis. So bleibt die jahrhundertealte Tradition des Heilens und gemeinsamen Badens lebendig. Die mineralreichen Wässer, die für ihren therapeutischen Schwefelgehalt bekannt sind, ziehen Besucher an, die Wellness suchen sowie einen Einblick in georgische Geschichte und Kultur.

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Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch der Tiflis-Schwefelbäder sind die kühleren Monate, wenn das warme Wasser besonders wohltuend wirkt. Es empfiehlt sich, Sitzungen im Voraus zu buchen – vor allem für das beliebte Badehaus Chreli Abano – damit Sie sicher einen Platz bekommen. Für Gruppen oder zu Randzeiten können Rabatte verfügbar sein. Besucher sollten Badebekleidung und Handtücher mitbringen und erwägen, den Besuch mit einem Spaziergang durch das historische Viertel Abanotubani zu verbinden, um nahegelegene Sehenswürdigkeiten zu entdecken.

Interessante Fakten

  • Der Name des Viertels, Abanotubani, bedeutet auf Georgisch wörtlich „Badeviertel“.
  • Im 13. Jahrhundert gab es in Tiflis 65 erfasste Schwefelbäder.
  • Die Bäder waren im 13. Jahrhundert historisch für muslimische Bewohner kostenlos.
  • Der berühmte russische Dichter Alexander Puschkin und der französische Schriftsteller Alexandre Dumas sollen die Bäder besucht haben.
  • Viele der heute noch bestehenden Badehäuser spiegeln persische Architekturformen aus dem 17. und 18. Jahrhundert wider.

Geschichte

Abanotubani, das alte Badeviertel von Tiflis, reicht mindestens bis ins 5.

Jahrhundert zurück und wird mit der Entdeckung der heißen Quellen durch König Vakhtang Gorgasali in Verbindung gebracht.

Bis zum 13.

Jahrhundert wurden in der Gegend 65 Bäder verzeichnet, die unterschiedliche Gemeinschaften versorgten – darunter mit freiem Zugang für muslimische Bewohner.

Die Badehäuser florierten im 17.

und 18.

Jahrhundert unter persischem architektonischem Einfluss.

Über die Jahrhunderte hinweg blieben diese Bäder ein zentraler Bestandteil des sozialen und kulturellen Lebens in Tiflis: Sie bewahren ihre historische Bedeutung und sind weiterhin ein wichtiger Wellness-Treffpunkt.

Ortsführer

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Chreli-Abano-Schwefelbad17th-18th century

Das berühmteste und luxuriöseste Schwefelbadehaus in Tiflis. Es ist bekannt für seine elegante Architektur und die jahrhundertealte Tradition von Heilung und gesellschaftlichem Baden. Es bietet verschiedene Badebereiche mit natürlichem heißem schwefelhaltigem Wasser und spiegelt dabei persische architektonische Einflüsse wider.

2
Viertel AbanotubaniAncient, with continuous habitation since at least the 5th century

Das historische Viertel rund um die Bäder: mit engen Gassen, traditioneller georgischer Architektur und der Nähe zu Sehenswürdigkeiten wie der Festung Narikala und der Metekhi-Kirche. Es schafft einen kulturellen Kontext für das Erlebnis der Schwefelbäder.

Kontakt

Telefon: 032 293 00 93