Narikala-Festung

Narikala-Festung

Tbilisi

85/10090 min

Die Narikala-Festung ist eine historische Festung, die auf einem steilen Hügel über Tiflis, der Hauptstadt Georgiens, und dem Fluss Mtkvari (Kura) thront. Die Festungsanlage besteht aus zwei durch Mauern geschützten Bereichen, die zwischen den berühmten Schwefelbädern und den botanischen Gärten von Tiflis liegen. Zu den bemerkenswerten Besonderheiten zählt die St. Nikolaus-Kirche: ein erst kürzlich restauriertes Bauwerk aus den Jahren 1996–1997, das die ursprüngliche Kirchenanlage aus dem 13. Jahrhundert ersetzt, die bei einem Brand zerstört wurde. Das Innere der Kirche ist reich verziert mit Fresken, die biblische Szenen und georgische Geschichte zeigen. Die Festung selbst hat eine wechselvolle Geschichte: Sie wurde im Laufe der Zeit von verschiedenen Herrschern mehrfach erweitert und befestigt, darunter von den Umayyaden und von König David dem Erbauer. Ihre Mauern stammen größtenteils aus dem 16. und 17. Jahrhundert und spiegeln über Jahrhunderte hinweg die strategische Bedeutung des Ortes wider – geprägt von Konflikten und wechselnder Kontrolle. Besucher zieht es jedoch nicht nur wegen der historischen Relevanz hierher, sondern auch wegen der atemberaubenden Aussicht auf die Stadt und den Fluss. So ist Narikala eine einzigartige Mischung aus kulturellem Erbe und natürlicher Schönheit.

Planen Sie Ihre Reise nach Georgien mit KI

Erstellen Sie in wenigen Minuten einen detaillierten Reiseplan. KI schlägt die besten Orte, Restaurants und eine optimierte Route vor.

Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch der Narikala-Festung ist der späte Nachmittag, um bei Sonnenuntergang die Panoramablicke über Tiflis zu genießen. Aufgrund des steilen Aufstiegs sind bequeme Schuhe empfehlenswert. Tickets kann man oft vor Ort kaufen, aber es lohnt sich, nach geführten Touren oder Kombitickets mit nahegelegenen Attraktionen wie den Schwefelbädern zu schauen – das kann das Erlebnis bereichern. Nach dem Besuch der Festung sollten Sie außerdem in Erwägung ziehen, die nahegelegenen botanischen Gärten zu erkunden. Ermäßigungen sind möglicherweise für Studierende und Senioren verfügbar, daher nachfragen.

Interessante Fakten

  • Die Festung überblickt die Schwefelbäder – ein berühmtes Naturphänomen in Tiflis, das für seine Heilwirkung bekannt ist.
  • Der Name „Narikala“ leitet sich vom mongolischen Begriff „Narin Qala“ ab und bedeutet „Kleine Festung“.
  • Die St. Nikolaus-Kirche innerhalb der Festung wurde im späten 20. Jahrhundert neu aufgebaut, nachdem die ursprüngliche Kirche aus dem 13. Jahrhundert bei einem Brand zerstört wurde.
  • Die Festungsmauern wurden im Laufe der Zeit von verschiedenen Herrschern erweitert und befestigt – darunter von Persern, Umayyaden, Mongolen und Safawiden.

Geschichte

Die Ursprünge der Narikala-Festung gehen auf das 4.

Jahrhundert n.

Chr.

während der Herrschaft von König Varaz-Bakur zurück – ein Hinweis darauf, dass sie zu den ältesten Verteidigungsanlagen Tiflis’ zählt.

Eine Legende schreibt ihre Gründung König Vakhtang I Gorgasali des antiken Königreichs Iberien zu.

Im 7.

Jahrhundert wurde die Festung von den Umayyaden erweitert und in den 11.–12.

Jahrhunderten weiter durch König David den Erbauer befestigt.

Die Mongolen nannten sie „Narin Qala“, was „Kleine Festung“ bedeutet.

Die meisten heute erhaltenen Befestigungen stammen aus dem 16.

und 17.

Jahrhundert unter safawidischem Einfluss.

1827

Im Jahr 1827 beschädigte ein Erdbeben Teile der Festung, was zu einer teilweisen Demontage führte.

Ortsführer

1
St. Nikolaus-Kirche1996–1997

Eine rekonstruierten Kirche, die 1996–1997 errichtet wurde und die ursprüngliche Bauanlage aus dem 13. Jahrhundert ersetzt, die bei einem Brand zerstört wurde. Sie folgt einem architektonischen Stil der „vorgeschriebenen Kreuzform“ mit Türen auf drei Seiten und Fresken, die im Inneren sowohl biblische als auch historische Szenen aus Georgien zeigen.

2
Festungsmauern und Wallanlagen16th–17th centuries

Die Festung besteht aus zwei von Mauern umschlossenen Bereichen auf einem steilen Hügel; die meisten heute vorhandenen Mauern stammen aus dem 16. und 17. Jahrhundert. Diese Befestigungen spiegeln die strategische militärische Bedeutung von Narikala über verschiedene historische Epochen hinweg wider.