Bagrati-Kathedrale

Bagrati-Kathedrale

Imereti

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Die Bagrati-Kathedrale, auch als Kathedrale der Mariä Entschlafung oder als Kutaissi-Kathedrale bekannt, ist eine markante georgisch-orthodoxe Kirche aus dem 11. Jahrhundert. Sie liegt auf dem Ukimerioni-Hügel in Kutaissi, in der Region Imeretien. Errichtet wurde sie während der Regierungszeit von König Bagrat III. um das Jahr 1003. Heute gilt sie als Meisterwerk mittelalterlicher georgischer Architektur. 1692 wurde die Kathedrale durch das Feuer osmanischer Kanonen schwer beschädigt: Dadurch stürzten ihre Kuppel und die Decke ein. Restaurierungsarbeiten begannen in den 1950er-Jahren unter dem Architekten Wachtang Zinzadse und zogen sich über Jahrzehnte hin. Den Abschluss bildete eine umstrittene Rekonstruktion, die 2012 fertiggestellt wurde. Diese Restaurierungsmaßnahmen lösten Debatten über die Authentizität der Kathedrale aus und führten dazu, dass die UNESCO sie 2017 von der Liste des UNESCO-Welterbes entfernte. Trotz allem ist die Bagrati-Kathedrale weiterhin ein wichtiger religiöser Ort: Sie ist Sitz des Metropoliten von Kutaissi und beherbergt regelmäßig Gottesdienste, darunter auch das Fest Mariamoba. Außerdem ist die Kathedrale ein beliebter Ort für Hochzeiten der Einheimischen und ein weithin sichtbares Wahrzeichen von Kutaissi. Zahlreiche Besucher kommen, um die historische und architektonische Bedeutung zu bewundern.

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Tipp: Besucher sollten vorab die Öffnungszeiten der Kathedrale prüfen und für das angenehmste Wetter die Frühlings- sowie die frühen Herbstmonate einplanen. Tickets sind unter Umständen vor Ort erhältlich, doch empfiehlt sich, vor Ort nach geführten Touren zu fragen, um das Erlebnis zu bereichern. Auch wenn keine konkreten Rabatte genannt werden, können Mitgliedschaften in lokalen Kultur- oder Erbe-Clubs Vorteile an verschiedenen kulturellen Stätten in Georgien bringen. Fotografieren ist erlaubt, respektvolles Verhalten wird jedoch während der religiösen Gottesdienste erwartet.

Interessante Fakten

  • Die Bagrati-Kathedrale wurde „Bagrati“ genannt – nach König Bagrat III., der den Bau in Auftrag gab.
  • 1692 wurde die Kathedrale durch das Feuer osmanischer Kanonen schwer beschädigt, was zum Einsturz ihrer Kuppel führte.
  • Der bekannte Architekturhistoriker William Lethaby bezeichnete die Bagrati-Kathedrale als „das feinste der georgischen Monumente“.
  • Der Restaurierungsarchitekt Andrea Bruno erhielt eine georgische staatliche Goldmedaille sowie den University of Ferrara Domus International Prize für seine Arbeit an der Kathedrale.
  • Die Bagrati-Kathedrale gehörte einst zu einem UNESCO-Welterbe-Ensemble mit dem Kloster Gelati, wurde jedoch aufgrund von Bedenken hinsichtlich der Authentizität der Restaurierung entfernt.

Geschichte

Die Bagrati-Kathedrale wurde im frühen 11.

Jahrhundert während der Regierungszeit von König Bagrat III.

erbaut.

1003

Den Fußboden, so eine Inschrift, legte man 1003.

1692

1692 erlitt sie schwere Schäden, als osmanische Truppen mit einer Kanonenkugel das Bauwerk trafen und Kuppel sowie Decke zerstört wurden.

1994

Die Restaurierung begann in den 1950er-Jahren unter Wachtang Zinzadse und dauerte an, bis 1994, als die Kathedrale zusammen mit dem Kloster Gelati als UNESCO-Welterbestätte aufgenommen wurde.

2001

2001 ging das Eigentum auf die Georgisch-Orthodoxe Kirche über.

2010

Aufgrund umstrittener Rekonstruktionsarbeiten in den 2000er-Jahren setzte die UNESCO die Kathedrale 2010 auf die Liste der gefährdeten Welterbestätten und entfernte sie 2017 schließlich von der Welterbeliste.

Ortsführer

1
Hauptschiff und Kuppel11. Jahrhundert
Unbekannte mittelalterliche georgische Architekten

Der zentrale Teil der Kathedrale, der ursprünglich von einer prächtigen Kuppel gekrönt war, stürzte 1692 ein. Das Langhaus zeigt typische Merkmale der mittelalterlichen georgisch-orthodoxen Kirchenarchitektur mit kunstvollen Steinarbeiten und Resten von Fresken.

2
Lage auf dem Ukimerioni-HügelNaturlandschaft

Die Kathedrale liegt weithin sichtbar auf dem Ukimerioni-Hügel und bietet Panoramablicke über Kutaissi und die Umgebung. Die erhöhte Lage war sowohl strategisch für die Verteidigung als auch für die religiöse Bedeutung vorteilhaft.

3
Klosteranlage und GeistlichkeitLaufender Betrieb

Die Bagrati-Kathedrale gehört zu einem funktionierenden Klosterkomplex, in dem Hieromonche als Geistliche tätig sind. Auf dem Gelände finden religiöse Zeremonien statt, und es ist ein beliebter Ort für Hochzeiten der Einheimischen – ein Zeichen für die fortdauernde spirituelle und kulturelle Bedeutung.