Kathedrale von Pizunda

Kathedrale von Pizunda

Abkhazia

75/10090 min

Die Kathedrale von Pizunda, auch bekannt als Kathedrale des Apostels Andreas oder Kathedrale von Bichwinta, ist eine ostorthodoxe Kirche in Pizunda (Abchasien). Sie wurde Ende des 10. Jahrhunderts vom georgischen König Bagrat III. errichtet und diente bis Ende des 16. Jahrhunderts als Sitz des georgisch-orthodoxen Katholikats von Abchasien. Die Kathedrale ist ein beeindruckendes Beispiel spätbyzantinischer Architektur: Sie zeigt einen kreuzkuppelartigen Grundriss mit drei Schiffen und Apsiden sowie Wände mit einer Dicke von bis zu 1,5 Metern. Auch ihre Ausmaße sind bemerkenswert: Sie ist 29 Meter hoch, 37 Meter lang und 25 Meter breit. Das Bauwerk ruht auf massiven grauen Sandsteinschichten und zeigt abwechselnde Reihen aus Stein- und Ziegelmauerwerk. Im Inneren finden Besucher Reste von Wandmalereien aus dem 13. und 16. Jahrhundert sowie eine 1975 installierte Orgel. Diese wurde in der Alexander Schuke-Fabrik in Deutschland hergestellt. Historisch bedeutsame Handschriften wie ein georgisches Evangelium aus dem 12. Jahrhundert wurden hier entdeckt und unterstreichen damit die kulturelle Bedeutung der Kirche. Heute dient die Kathedrale als Sitz der abchasisch-orthodoxen Kirche, obwohl ihr Status von der georgisch-orthodoxen Kirche und der breiteren orthodoxen Gemeinschaft angefochten wird.

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Tipp: Besucher sollten ihre Besichtigung auf die Tagesstunden legen, um die architektonischen Details und Wandmalereien der Kathedrale in vollem Umfang zu würdigen. Es wird empfohlen, Tickets im Voraus zu kaufen oder geführte Touren zu arrangieren, besonders in der Hauptsaison. Obwohl die Kathedrale das ganze Jahr über zugänglich ist, bieten Frühling und frühes Herbstwetter angenehme Bedingungen für Erkundungen. Ermäßigungen können für Schüler und Gruppen verfügbar sein. Aufgrund der Nutzung als Gotteshaus wird angemessene, schlichte Kleidung empfohlen.

Interessante Fakten

  • In der Kathedrale finden sich Wandmalereien aus dem 13. und 16. Jahrhundert, die mittelalterliche religiöse Kunst zeigen.
  • Eine georgische Handschrift der „Vier Evangelien“ aus dem 12. Jahrhundert wurde 1830 in der Kathedrale entdeckt und wird heute in Tiflis aufbewahrt.
  • Die Orgel im Inneren wurde 1975 installiert und von der Alexander Schuke-Fabrik in Potsdam (Deutschland) gefertigt.
  • Die Kathedrale ist vor allem wegen ihrer beeindruckenden Größe bemerkenswert: Die Wände sind bis zu 1,5 Meter dick, und die Höhe beträgt 29 Meter einschließlich der Kuppel.

Geschichte

Die Ende des 10.

Jahrhunderts vom georgischen König Bagrat III.

errichtete Kathedrale von Pizunda war bis Ende des 16.

Jahrhunderts der Sitz des georgisch-orthodoxen Katholikats von Abchasien, als die osmanische Herrschaft begann.

Im 17.

Jahrhundert wohnte der Katholikos nicht mehr dort, besuchte den Ort jedoch jährlich für religiöse Zeremonien.

1869

Die Kathedrale wurde 1869 während der Zeit des Russischen Kaiserreichs erneut geweiht.

Das markierte eine bedeutende Restaurierung und bekräftigte ihre religiöse Rolle.

Über die Jahrhunderte hinweg hat die Kathedrale wechselnde politische und kirchliche Autoritäten erlebt und damit die komplexe Geschichte der Region widerspiegelt.

Ortsführer

1
Hauptschiff und Kuppel10. Jahrhundert
König Bagrat III. von Georgien

Der zentrale Bereich der Kathedrale mit der kreuzkuppelartigen Architektur, die typisch für den byzantinischen Stil ist: hohe Decken und eine sorgfältige Steinbearbeitung.

2
Wandmalereien13. und 16. Jahrhundert

Reste religiöser Fresken aus dem 13. und 16. Jahrhundert schmücken die Innenwände und spiegeln das reiche künstlerische Erbe der Kathedrale wider.

3
Pfeifenorgel1975
Alexander Schuke-Fabrik

Diese Pfeifenorgel wurde 1975 installiert. Sie wurde von der Alexander Schuke-Fabrik in Potsdam (Deutschland) hergestellt und verleiht der Kathedrale ein besonderes musikalisches Element.