Lalolalo-See
Wallis and Futuna
Der Lalolalo-See ist der größte und eindrucksvollste vulkanische Kratersee auf der Insel Wallis im Pazifischen Ozean. Fast perfekt kreisrund, ist er von senkrechten roten Klippen umgeben, die etwa 30 bis 50 Meter hoch sind und in dunkles, erbsengrün schimmerndes Wasser abfallen, das Tiefen von rund 80 bis 88,5 Metern erreicht. Die Gewässer des Sees sind meromiktisch, das heißt, die Oberfläche und das tiefe Wasser vermischen sich nicht, wodurch einzigartige chemische Schichten entstehen – unter anderem mit Unterschieden bei Salzgehalt und Sauerstoffwerten. Im See leben Aale, die durch unterirdische Spalten wandern, welche den See mit dem Meer verbinden, außerdem einige wenige eingeschleppte Fischarten und spezialisierte Algen. Der umliegende Dschungel beherbergt tropische Vögel und Flughunde (Flying Foxes) und trägt so zur Artenvielfalt der Region bei. Der Lalolalo-See hat für die einheimischen Wallisianer eine große kulturelle Bedeutung: Er steht sinnbildlich für lebenswichtige Kräfte und war historisch ein heiliger Ort unter traditioneller Autorität. Seine Unzugänglichkeit und die geheimnisvolle Tiefe haben Gerüchte befeuert – darunter angebliches Abladen von Militärgerät aus dem Zweiten Weltkrieg –, gestützt durch Funde alter Munition. Die dramatische Naturschönheit und die kulturelle Strahlkraft machen den Lalolalo-See zu einem einzigartigen Reiseziel auf der Insel Wallis.
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Tipp: Besucher werden gebeten, den Lalolalo-See während des Tages zu erkunden, um die eindrucksvollen Klippen und die Wildtiere im umliegenden Dschungel in vollen Zügen zu erleben. Aufgrund der steilen und schwer zugänglichen Klippen wird weder Schwimmen noch das Hinabklettern empfohlen. Es gibt keine offiziellen Einrichtungen – planen Sie daher entsprechend mit Wasser, Sonnenschutz und geeignetem Schuhwerk. Der Kauf lokaler geführter Touren oder die Rücksprache mit lokalen Behörden kann das Erlebnis bereichern und kulturelle Einblicke vermitteln. Es sind keine Tickets für den Zutritt erforderlich, da es sich um einen Naturraum handelt. Wichtig ist jedoch, lokale Sitten und die Umwelt zu respektieren.
Interessante Fakten
- •Der Lalolalo-See ist nahezu perfekt kreisrund und von steilen Klippen mit einer Höhe von bis zu 50 Metern umgeben.
- •Der See ist meromiktisch: Das Wasser an der Oberfläche vermischt sich nicht mit tieferen Schichten, wodurch eine einzigartige chemische Schichtung entsteht.
- •Aale wandern durch unterirdische Spalten, die den See mit dem Meer verbinden, und leben im See als adulte Tiere.
- •Der Name des Sees leitet sich vom wallisianischen Wort „lalo“ ab, das „abwärts“ bedeutet – ein Hinweis auf Tiefe und Bedeutung.
- •Taucher haben Munition aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs im See gefunden, was die Gerüchte über ein militärisches Abladen stützt.
- •Der umliegende Wald war einst eine heilige Zone, die vom traditionellen König von Uvea regiert wurde, ist jedoch durch Abholzung größtenteils verschwunden.
Geschichte
Der Lalolalo-See entstand während des Holozäns als vulkanischer Maar-Krater.
Ursache war eine phreatomagmatische Explosion, die eine nahezu perfekte kreisrunde Senke zurückließ.
Diese vulkanische Aktivität ist jünger als die Insel Wallis selbst, die bis ins Pleistozän zurückgeht.
Historisch war der See in lokalen Mythen sowie bei territorialen Streitigkeiten auf der Insel Wallis von Bedeutung.
Der umliegende Wald war einst ein heiliger und reglementierter Bereich unter der Autorität des traditionellen Königs (Lavelua) von Uvea.
Im Laufe des 20.
Jahrhunderts wurde dieser Wald weitgehend gerodet oder beschädigt.
Außerdem gibt es historische Berichte und Gerüchte, dass Militärgerät aus dem Zweiten Weltkrieg im See abgeladen wurde; Tauchgänge mit Pressluft (Scuba Dives) bestätigten das Vorhandensein von Munitionsbeständen aus der Kriegszeit.
Ortsführer
Blicke von den Klippen
Die steilen senkrechten Klippen rund um den Lalolalo-See bieten atemberaubende Ausblicke auf die tiefen, dunklen Gewässer des Sees sowie auf den umliegenden Dschungel. Damit ist dies der beste Aussichtspunkt für Fotografie und Naturbeobachtung.
Vulkanisches KraterbeckenHolocene
Der Lalolalo-See liegt in einem vulkanischen Maar-Krater, der im Holozän durch eine phreatomagmatische Explosion entstanden ist. Charakteristisch sind basaltische Lava mit olivinhaltigem Gestein unter dem See.
Lebensraum der Aale und unterirdische Spalten
Der See ist über unterirdische Spalten mit dem Meer verbunden. Diese ermöglichen es den Aal(en), zu migrieren und als adulte Tiere im See zu leben – eine seltene ökologische Besonderheit.