Maison Jézéquel

Saint Pierre and Miquelon

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Maison Jézéquel ist ein bedeutendes historisches Gebäude auf Île-aux-Marins, nahe der Landebrücke. Ursprünglich gehörte es zu einem Komplex, den die Compagnie générale transatlantique (CGT) im Jahr 1860 erwarb. Dazu gehörten eine Fassbinderei (Cooperage), eine Bäckerei, eine Tischlerwerkstatt, ein Wohnhaus, ein Laden sowie ein großer grüner Lagerraum für Kabeljau. Das nach der Jezequel-Familie benannte Gebäude, die aus Kérity in der Bretagne stammenden Seeleute-Fischer, wurde im Laufe der Zeit in zwei Teile aufgeteilt. Im Erdgeschoss befanden sich technische Einrichtungen, darunter eine im Inneren angebrachte Spillwinde (Capstan), mit der Dories auf Schienen gezogen werden konnten. Die oberen Etagen dienten als Wohn- und Lagerbereiche; hinzu kamen Schlafräume für zu Besuch kommende Seeleute vom Festland. Nachdem der Zustand so stark nachgelassen hatte, dass es 1988 zu einem teilweisen Abriss kam, wurde das Haus bis 1990 von einem Verein zum Erhalt des kulturellen Erbes übernommen und restauriert und anschließend in den Jahren 2013 bis 2014 weiter saniert. 2014 wurde es offiziell als historisches Denkmal ausgewiesen – als Zeugnis des lokalen Lebens in der Zeit der Großen Kabeljaufischerei. Heute beherbergt das Gebäude eine saisonale Cafeteria und Teile der Sammlung des Archipelitude Museums, darunter einen Salzraum und eine Segelmacherei, und bewahrt so die maritime Kultur des Archipels.

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Tipp: Besucher sollten einen Besuch in den Sommermonaten einplanen, wenn die Cafeteria geöffnet ist und die Ausstellungen des Archipelitude Museums zugänglich sind. In der Hochsaison empfiehlt sich die vorherige Ticketbuchung. Der Ort vermittelt spannende Einblicke in das traditionelle Fischerleben und das maritime Erbe; gelegentlich werden geführte Touren angeboten. Je nach Verfügbarkeit können Gruppen oder Seniorinnen und Senioren über den Trägerverein Ermäßigungen erhalten.

Interessante Fakten

  • Maison Jézéquel verfügt über außenliegende Spillwinden (Capstans) mit Schienen, die historisch zum Heraufziehen von Dories für den Fang genutzt wurden.
  • Das Haus gehörte ursprünglich zu einem Komplex mit einer Fassbinderei, einer Bäckerei und einer Tischlerwerkstatt, die im Besitz der Compagnie générale transatlantique waren.
  • Das Gebäude wurde im Rahmen eines Workshops zur sozialen Eingliederung in den Jahren 2013 bis 2014 restauriert.
  • Maison Jézéquel wurde 2014 offiziell als historisches Denkmal ausgewiesen und damit seine kulturelle Bedeutung hervorgehoben.

Geschichte

1860

Die Anlage wurde ursprünglich 1860 von der Compagnie générale transatlantique erworben.

Diese richtete mehrere Einrichtungen ein, darunter das Gebäude, das später zu Maison Jézéquel wurde.

1889

Die Jezequel-Familie, aus der Bretagne stammende Seeleute-Fischer, erwarb das Haus 1889.

1988

Im Laufe der Zeit wurde das Haus aufgeteilt und 1988 aufgrund des schlechten Zustands teilweise abgerissen.

1990

Anschließend kaufte ein lokaler Verein zum Erhalt des kulturellen Erbes das Gebäude und restaurierte es bis 1990; die weitere Sanierung wurde 2013 bis 2014 abgeschlossen.

2014

2014 wurde es als historisches Denkmal klassifiziert und bewahrt seine Bedeutung als Symbol der lokalen Fischertradition während der Epoche der Großen Kabeljaufischerei.

Ortsführer

1
Bereich für technische Funktionen im Erdgeschoss1860s

Dieser Bereich beherbergte die im Inneren verbaute Spillwinde (Capstan), mit der Dories auf die Schienen gezogen werden konnten – ein entscheidender Teil der Fischereiarbeiten auf der Insel.

2
Wohn- und Lagerbereiche in den oberen EtagenLate 19th century

Die oberen Etagen dienten als Wohnräume und Lager, darunter Schlafräume für zu Besuch kommende Seeleute vom Festland während der Fischereisaison.

3
Saisonale Cafeteria und Ausstellungsstücke des Archipelitude MuseumsRestored and opened in the late 20th century

Im Sommer ist im Erdgeschoss eine Cafeteria in Betrieb, und Teile der Sammlung des Archipelitude Museums werden gezeigt – darunter ein Salzraum und eine Werkstatt zur Segelmacherei. So werden traditionelle maritime Handwerkskünste veranschaulicht.