Île aux Marins

Île aux Marins

Saint Pierre and Miquelon

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Île aux Marins, früher als Île-aux-Chiens bekannt (bis 1931), ist eine kleine, unbewohnte Insel vor der Küste von Saint-Pierre im Archipel Saint Pierre und Miquelon. 1604 besiedelt, trug sie einst eine lebendige Fischergemeinschaft mit einer Bevölkerungszahl von nahezu 700. Wirtschaftlich drehte sich auf der Insel historisch alles um den Kabeljaufang: Die Bewohner nutzten traditionelle Dories und Wherries. Heute ist die Insel das ganze Jahr über größtenteils unbewohnt, beherbergt jedoch in der Saison von Mai bis November Bewohner, die die kulturelle Tradition weiterpflegen. Mehrere originale Gebäude sind erhalten geblieben, darunter die Kirche Notre-Dame-des-Marins, das Haus Jézéquel sowie das Archipélitude Museum im ehemaligen Schulgebäude. Das flache Terrain der Insel erstreckt sich über etwa 1,5 Kilometer Länge, mit einer maximalen Erhebung von 35 Metern am Cap Beaudry. Der Ort des gestrandeten Transpacific ist an der nördlichen Küste zugänglich. Île aux Marins bietet einen einzigartigen Einblick in die maritime Geschichte und die traditionelle Lebensweise des Archipels – bewahrt durch die geschützten historischen Gebäude und saisonale kulturelle Aktivitäten.

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Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch auf Île aux Marins sind die wärmeren Monate von Mai bis November, wenn saisonale Bewohner vor Ort sind und die Kulturerbestätten zugänglich sind. Wer in der Hauptsaison unterwegs ist, sollte Ausflüge oder Fährtickets am besten im Voraus buchen. Obwohl die Insel klein ist, sind bequeme Wanderschuhe empfehlenswert, um das historische Dorf und das Museum zu erkunden. Spezifische Ticketpreise sind nicht erforderlich, dennoch lohnt es sich, die lokalen Angaben zu den Öffnungszeiten des Museums zu prüfen. Das Wetter in der Saison kann wechselhaft sein – daher ist passende Kleidung ratsam.

Interessante Fakten

  • Die Insel hieß früher Île-aux-Chiens („Insel der Hunde“) bis 1931.
  • Die Bugsektion des gestrandeten Schiffs Transpacific liegt an der nördlichen Küste und ist für Besucher zugänglich.
  • Mehrere Gebäude auf der Insel, darunter die Kirche Notre-Dame-des-Marins und das Haus Jézéquel, sind als geschützte historische Denkmäler ausgewiesen.
  • Das Archipélitude Museum befindet sich in dem ehemaligen Schulgebäude der Insel, das 1963 geschlossen wurde.
  • Ein Tsunami im Jahr 1929 verursachte Überschwemmungen und vertrieb Häuser, es gab jedoch keine Todesfälle auf der Insel.

Geschichte

1604

Île aux Marins wurde erstmals 1604 besiedelt und entwickelte sich im 19.

700

Jahrhundert zu einem florierenden Fischerdorf mit bis zu 700 Einwohnern.

1931

Ursprünglich hieß sie Île-aux-Chiens, und 1931 wurde der Name offiziell in Île aux Marins geändert.

1945

Die Insel blieb bis 1945 eine eigenständige Gemeinde, als sie von der Gemeinde Saint-Pierre eingegliedert wurde.

1929

Ein verheerender Tsunami im Jahr 1929 führte zu Überschwemmungen und Schäden, jedoch ohne Todesopfer.

Der Bevölkerungsrückgang begann Mitte des 20.

Jahrhunderts, als die Bewohner nach Saint-Pierre zogen; in den 1960er-Jahren war die Insel weitgehend unbewohnt.

2011

Seit den 1980er-Jahren haben Restaurierungsmaßnahmen viele historische Gebäude bewahrt, von denen einige 2011 und 2014 einen geschützten Status durch das französische Ministerium für Kultur erhielten.

Ortsführer

1
Archipélitude Museum1988 (museum establishment)

Das Museum befindet sich im ehemaligen Schulgebäude. Es zeigt die maritime Geschichte der Insel und die lokale Historie und bewahrt dabei Fundstücke sowie Geschichten aus der Fischergemeinschaft.

2
Notre-Dame-des-Marins Church

Eine historische Kirche, die der Fischergemeinschaft der Insel diente. Heute ist sie als geschütztes Kulturdenkmal erhalten und spiegelt das religiöse Erbe der Insel wider.

3
Jézéquel House

Ein traditionelles Wohnhaus eines Fischers, das erhalten und als Teil des kulturellen Erbes der Insel geschützt wurde.

4
Transpacific Shipwreck1971

Der Bugbereich des Transpacific-Schiffswracks aus dem Jahr 1971 liegt noch an der nördlichen Küste. Er ist für Besucher zugänglich und dient als maritimes Wahrzeichen.