Schwedischer Uhrenturm

Schwedischer Uhrenturm

Saint Barthelemy

55/10030 min

Der Schwedische Uhrenturm in Gustavia, Saint Barthélemy, ist ein weithin sichtbares Zeichen für die schwedische Kolonialvergangenheit der Insel. Der Turm wurde 1787 in der Zeit der schwedischen Herrschaft über die Insel errichtet und diente ursprünglich als Campanile für eine lutherische Kirche, die mehrere christliche Konfessionen willkommen hieß – darunter Lutheraner, Anglikaner, Katholiken und Methodisten. Architekturgeschichtlich spiegelt er den schwedischen Kolonialstil des 18. Jahrhunderts wider: Ein massives Steinfundament trägt einen hölzernen oberen Teil, der von einem markanten roten Zinn-Dach gekrönt wird. Die Glocke war ein fester Bestandteil des Gemeindelebens und läutete zweimal täglich, um die Zeit zu markieren. Obwohl die ursprüngliche Kirche 1837 durch einen Zyklon zerstört und später 1857 abgerissen wurde, blieb der Uhrenturm erhalten – als Symbol für Durchhaltevermögen. 1931 wurde eine Uhr am Turm angebracht, wodurch seine Rolle als Wahrzeichen zur Zeitmessung für die Stadt noch stärker wurde. Heute ist er als liebevoll bewahrtes historisches Denkmal ein geschätztes Zeugnis für die vielfältige kulturelle und religiöse Geschichte der Insel während der schwedischen Herrschaft.

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Tipp: Besucher sollten den Turm in der Trockenzeit erkunden – dann ist das Wetter angenehm und die Aussicht ist klarer. Auch wenn der Turm selbst ein Outdoor-Wahrzeichen ist, kann es sich lohnen, vor Ort nach den Terminen für geführte Touren in Gustavia zu schauen, um die Erfahrung zu bereichern. Eine Vorausbuchung ist nicht nötig, da es sich um ein öffentliches Denkmal handelt. Man sollte bequeme, eher schlichte Walking-Schuhe mitbringen, um das umliegende historische Viertel gut zu erkunden.

Interessante Fakten

  • Der Glockenturm läutete zweimal täglich um 6:00 Uhr morgens und 20:00 Uhr abends, um der Gemeinde die Zeit zu verkünden.
  • Die ursprüngliche lutherische Kirche diente Lutheranern, Anglikanern, Katholiken und Methodisten – ein Spiegel der religiösen Vielfalt in Gustavia.
  • Die Uhr wurde erst 1931 installiert – fast 150 Jahre nach der Errichtung des Turms.
  • Der Turm überstand die Zerstörung der ursprünglichen Kirche durch einen Zyklon im Jahr 1837 und ist bis heute ein Symbol für Widerstandskraft auf der Insel.

Geschichte

1787

Der Schwedische Uhrenturm wurde 1787 errichtet, nachdem Schweden Saint Barthélemy 1784 unter König Gustav III.

erworben hatte.

Er diente als Glockenturm einer lutherischen Kirche, die mehrere Konfessionen betreute und damit die religiöse Vielfalt der Insel widerspiegelte.

1837

Die ursprüngliche Kirche wurde 1837 durch einen Zyklon schwer beschädigt und 1857 abgerissen, doch der Turm blieb unversehrt.

1931

1931 wurde eine Uhr am Turm installiert, wodurch seine Funktion als gemeinschaftlicher Zeitgeber gestärkt wurde.

Noch heute steht der Turm als selten erhaltenes Bauwerk aus der schwedischen Kolonialzeit da und verkörpert die historischen Verbindungen der Insel zu Schweden.

Ortsführer

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Schwedischer Uhrenturm: Bauweise1787

Der Turm besitzt einen Steinsockel, auf dem ein hölzerner Aufbau mit einem markanten roten Zinn-Dach ruht. So veranschaulicht er die schwedisch-koloniale Architektur des 18. Jahrhunderts. Die Zifferblätter sind zur Stadt ausgerichtet und machen den Turm zu einem historischen Wahrzeichen der Zeitmessung.