Notre-Dame des Laves

Notre-Dame des Laves

Réunion

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Notre-Dame des Laves ist eine bemerkenswerte katholische Kirche im Piton Sainte-Rose, in der Gemeinde Sainte-Rose auf der Insel Réunion, Frankreich. Die kleine, in Rosa gestrichene Kirche ist berühmt für ihr Überleben beim Ausbruch von 1977 am nahegelegenen Vulkan Piton de la Fournaise: Als die Lava floß, floss sie um das Gebäude herum und drang teilweise in die Kirche ein, wo sie nur drei Meter innerhalb des Kirchenschiffs zum Stillstand kam, ohne die Kirche zu zerstören. Ihre Widerstandskraft hat die Kirche zu einem ikonischen Symbol für Glauben und Durchhaltevermögen in der lokalen Gemeinschaft gemacht. In der Nähe steht die Statue, die als Vierge au Parasol bekannt ist; sie wurde aus dem Gebiet Grand Brûlé hierher versetzt, um sie in den 2000er-Jahren davor zu schützen, von Lava begraben zu werden. Außerdem hat die Kirche Glasfenster aus Buntglas, die der lokale Künstler Guy Lefèvre gestaltet hat und die Themen im Zusammenhang mit dem Vulkanausbruch darstellen. Notre-Dame des Laves ist eine bedeutende Touristenattraktion in der Region Côte-au-vent auf Réunion und zieht Besucher an, die sich für Vulkanologie, religiöses Erbe und einzigartige Naturphänomene interessieren.

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Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch der Notre-Dame des Laves ist während der Trockenzeit von Mai bis November für angenehmes Wetter und klare Ausblicke auf den Vulkan. Besucher werden außerdem gebeten, vor der Anreise die lokalen Bedingungen in der Nähe des Piton de la Fournaise zu prüfen, da es dort zu vulkanischer Aktivität kommen kann. Der Eintritt in die Kirche ist zwar frei, aber Spenden sind willkommen. Die Kirche ist mit dem Auto erreichbar, und in der Nähe gibt es Parkmöglichkeiten. Wer möchte, kann sich geführte Touren kaufen, die die Kirche und die umliegenden Vulkangebiete einschließen – das kann das Erlebnis deutlich bereichern. Für das Laufen rund um die nahegelegenen Lavafelder werden eher schlichte Schuhe empfohlen.

Interessante Fakten

  • Der Lavastrom aus dem Jahr 1977 umschloß die Kirche, stoppte jedoch nur drei Meter innerhalb des Kirchenschiffs und bewahrte sie so vor der Zerstörung.
  • Die rosafarbene Tönung der Kirche steht in einem auffälligen Kontrast zur schwarzen Lava, die sie umgibt – und macht sie zu einem visuell einzigartigen Wahrzeichen.
  • Die Statue Vierge au Parasol wurde in den 2000er-Jahren versetzt, um sie vor Vulkangestein-Lava zu schützen.
  • Buntglasfenster des lokalen Künstlers Guy Lefèvre zeigen den Vulkanausbruch und seine Auswirkungen auf die Kirche und die Gemeinde.

Geschichte

1977

Notre-Dame des Laves wurde vor dem Ausbruch des Piton de la Fournaise im Jahr 1977 errichtet.

1977

Während des vulkanischen Ausbruchs im März 1977 floß die Lava um die Kirche herum und drang in ihr Kirchenschiff bis zu drei Metern ein, zerstörte das Bauwerk jedoch nicht.

Dieses Ereignis machte die Kirche berühmt als Symbol für das Überleben gegenüber einer Naturkatastrophe.

In den frühen 2000er-Jahren wurde die Statue Vierge au Parasol aus dem Gebiet Grand Brûlé versetzt, um zu verhindern, dass sie durch weitere Lavastrom- Flüsse begraben wird.

Seitdem sind die Kirche und ihre Umgebung zu einem bedeutenden kulturellen und touristischen Ort auf Réunion geworden.

Ortsführer

1
Innenraum der Kirche Notre-Dame des Laves
Guy Lefèvre

Im Inneren der Kirche ist der Lavastrom zu sehen, der in das Kirchenschiff eingedrungen ist: sichtbar als erstarrte schwarze Wand, die kontrastreich zu den pastellrosa Wänden der Kirche steht. Die Buntglasfenster von Guy Lefèvre zeigen den Vulkanausbruch sowie die Geschichte des Überlebens der Kirche.

2
Statue Vierge au Parasol

Eine Statue der Jungfrau Maria mit einem Sonnenschirm, die ursprünglich in Grand Brûlé stand, wurde in der Nähe der Kirche platziert, um sie vor Lavastromflüssen zu schützen. Sie steht symbolisch für Schutz und Glauben in der lokalen Gemeinschaft.